Safari-Flieger rammt Zebra und muss am Kilimandscharo notlanden
Veröffentlicht am: 05.10.2026 um 13:57 Uhr | dpa, AD HOC NEWS
Ein Safari-Flugzeug mit 26 Passagieren und vier Besatzungsmitgliedern ist nach einer Kollision mit einem Zebra beim Start im Serengeti-Nationalpark am Kilimandscharo notgelandet.
ZusammenstoĂ beim Start
Die Maschine war am Sonntag auf dem Flugplatz Seronera zu einem Flug nach Sansibar gestartet, als es zum Zusammenstoà mit dem Wildtier kam. SpÀter meldete die Besatzung ein Problem mit dem Fahrwerk.
Bauchlandung am Kilimandscharo
Das Flugzeug wurde daraufhin zum Kilimanjaro International Airport nahe der Stadt Arusha umgeleitet. Dort absolvierte es eine Bauchlandung.
Nach ĂŒbereinstimmenden Angaben lokaler Medien blieben alle 30 Menschen an Bord unverletzt. Das Zebra verendete noch am Unfallort.
Untersuchung eingeleitet
Ob die Kollision die Ursache fĂŒr die Fahrwerksprobleme war, ist bislang unklar. Die tansanischen Luftfahrtbehörden haben den Ablauf noch nicht offiziell bestĂ€tigt, nach der dpa-Meldung wurde jedoch eine Untersuchung eingeleitet.
Flugbetrieb zeitweise eingestellt
Der Betrieb am Kilimanjaro International Airport musste am Sonntag vorĂŒbergehend eingestellt werden. Der Flugplatz Seronera liegt mitten im Serengeti-Nationalpark, einem der bekanntesten Wildtiergebiete Afrikas, und wird in unmittelbarer NĂ€he zu Tieren betrieben.
Start- und Landebahnen im Lebensraum der Tiere
Der Vorfall macht ein strukturelles Risiko des Safari-Flugbetriebs sichtbar: FlugplĂ€tze in Nationalparks liegen hĂ€ufig in unmittelbarer NĂ€he zu offenen Landschaften, in denen Wildtiere nicht dauerhaft ferngehalten werden können. Anders als an vollstĂ€ndig umzĂ€unten VerkehrsflughĂ€fen mĂŒssen Starts und Landungen deshalb mit den Bedingungen eines Schutzgebiets vereinbart werden.
FĂŒr die Sicherheit ist entscheidend, wie die Betreiber die Startbahn vor jedem Abflug kontrollieren, Tiere vertreiben und den Flugbetrieb bei Sichtungen unterbrechen. Eine Kollision mit einem gröĂeren Tier kann Reifen, Fahrwerk oder TragflĂ€chen beschĂ€digen und dadurch auch nach dem Start noch erhebliche Folgen haben. Der konkrete Zusammenhang zwischen dem ZusammenstoĂ und dem spĂ€ter gemeldeten Fahrwerksproblem ist Gegenstand der eingeleiteten Untersuchung.
Bedeutung fĂŒr den Reiseverkehr
Der Flugplatz Seronera ist ein wichtiger Zugang zur Serengeti. Kleinflugzeuge verbinden abgelegene Safari-Gebiete mit gröĂeren FlughĂ€fen und touristischen Zielen wie Sansibar. Eine vorĂŒbergehende Sperrung des Flughafens am Kilimandscharo kann den regionalen Luftverkehr und Anschlussverbindungen beeintrĂ€chtigen.
FĂŒr die 30 Menschen an Bord endete der Zwischenfall ohne Verletzte. Die Bauchlandung zeigt zugleich, dass Notverfahren und die Auswahl eines geeigneten Ausweichflughafens bei Problemen mit dem Fahrwerk eine zentrale Rolle spielen. Die Untersuchung soll klĂ€ren, wie der Ablauf genau war und welche SicherheitsmaĂnahmen daraus folgen.
