Kommune, Wohnungsbau

BĂŒrgermeister- und Gemeindetag 2026: Gemeinden suchen Antworten auf den demografischen Wandel

19.06.2026 - 13:05:00 | pressetext.de

Salzburg - Wie Gemeinden den demografischen Wandel gestalten können und welche Rolle leistbarer Wohnraum dabei spielt, stand im Mittelpunkt des BĂŒrgermeister:innen- und Gemeindetages 2026 der Salzburg Wohnbau.

BĂŒrgermeister- und Gemeindetag 2026: Gemeinden suchen Antworten auf den demografischen Wandel
Kommune - SWB: BĂŒrgermeister- und Gemeindetag 19.06.2026 - Bild: Neumayr ĂŒber pressetext.de

Über 70 BĂŒrgermeisterinnen und BĂŒrgermeister, Gemeindevertreter:innen sowie Fachleute aus Politik, Verwaltung und Wohnbau diskutierten ĂŒber die Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte und ĂŒber konkrete LösungsansĂ€tze fĂŒr Salzburgs Gemeinden.

Bevölkerungsentwicklung erhöht den Handlungsdruck

Gemeinden stehen vor einem tiefgreifenden Wandel. Die Bevölkerung wird Ă€lter, junge Familien benötigen leistbaren Wohnraum, der FlĂ€chenverbrauch soll sinken, der Bedarf an kommunaler Infrastruktur ist vorhanden und Fördermittel mĂŒssen zielgerichtet eingesetzt werden. Derzeit liegt der Anteil der ĂŒber 65-JĂ€hrigen in Salzburg bei rund 20 Prozent. Bis 2045 wird er auf etwa 27 Prozent steigen. Gleichzeitig wĂ€chst die Zahl kleiner Haushalte. Bis 2030 kommen im Bundesland Salzburg pro Jahr rund 960 Haushalte hinzu.

Damit steigt der Bedarf an leistbaren, barrierefreien und bedarfsgerechten Wohnungen. In den VortrĂ€gen und Diskussionen beim BĂŒrgermeister:innen- und Gemeindetag wurde deutlich, dass Gemeinden kĂŒnftig nicht nur mehr Wohnraum benötigen, sondern auch andere Wohnformen. Genannt wurden generationengerechte Konzepte, betreubare Wohnungen, kompakte Wohnformen fĂŒr Einpersonenhaushalte sowie Projekte, die Wohnen, Versorgung und soziale Infrastruktur verbinden.

Bauen im Bestand als SchlĂŒsselstrategie

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem Thema "Bauen im Bestand". Angesichts knapper werdender Baulandreserven und steigender Anforderungen an den Bodenschutz gewinnt die Nutzung bestehender GebĂ€ude und innerörtlicher FlĂ€chen zunehmend an Bedeutung. Die Salzburg Wohnbau prĂ€sentierte dazu Beispiele fĂŒr Nachverdichtungen, Revitalisierungen und Ortskernentwicklungen, die zusĂ€tzlichen Wohnraum schaffen und gleichzeitig bestehende Infrastruktur nutzen. "Bauen im Bestand ist fĂŒr viele Gemeinden der schnellste Hebel. Wir nutzen Potenziale in den Ortskernen und auf bestehenden Liegenschaften, statt neue FlĂ€chen zu verbrauchen. Wir schĂ€tzen das Vorhandene und entwickeln es nach den GrundsĂ€tzen der Sparsamkeit, ZweckmĂ€ĂŸigkeit und FunktionalitĂ€t weiter", sagt Salzburg Wohnbau-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Thomas Maierhofer .

Neue GAF-Richtlinien und ihre Bedeutung fĂŒr kommunale Investitionen

FĂŒr BĂŒrgermeisterinnen und BĂŒrgermeister sind Mittel aus dem Gemeindeausgleichsfonds (GAF) ein wichtiges Instrument fĂŒr Investitionen, etwa bei Schulen, KindergĂ€rten, FeuerwehrhĂ€usern, GemeindeĂ€mtern, Bauhöfen und Infrastrukturprojekten. Neue Richtlinien setzen stĂ€rker auf interkommunale Zusammenarbeit, gemeinsame Infrastrukturprojekte und eine gezieltere UnterstĂŒtzung finanzschwĂ€cherer Gemeinden. Damit steigt die Bedeutung von Projekten, die regional abgestimmt, gut vorbereitet und in der Abwicklung klar strukturiert sind.

Die Salzburg Wohnbau erlĂ€uterte, wie sie Gemeinden als Partnerin begleiten kann – von Projektentwicklung und Planung ĂŒber Finanzierungs- und Förderlogik, Projektsteuerung und Bauabwicklung bis zu Betrieb und Verwaltung. Als Beispiele wurden gemeinsame KindergĂ€rten, FeuerwehrhĂ€user, Recyclinghöfe und MehrzweckgebĂ€ude genannt. "Echte Partnerschaft zeigt sich in der Umsetzung. Gemeinsam mit den Gemeinden nutzen wir verstĂ€rkt innovative Baurechtsmodelle, auch bei Bestandsbauten im Eigentum der Gemeinden, um nachhaltige und leistbare LebensrĂ€ume zu entwickeln, die den Menschen langfristig zugutekommen", sagt Georg Grundbichler , GeschĂ€ftsfĂŒhrer Salzburg Wohnbau.

RÀumliche Entwicklung: Innenentwicklung und effiziente FlÀchennutzung

In der Diskussion ging es auch um Fragen der Raumordnung, darunter die stĂ€rkere Konzentration auf Innenentwicklung, die effizientere Nutzung vorhandener FlĂ€chen, Verdichtung entlang bestehender Infrastruktur sowie die bessere Abstimmung von Wohnen, MobilitĂ€t und Versorgung. Die Salzburg Wohnbau verwies auf Möglichkeiten fĂŒr Gemeinden, etwa durch Ortskernprojekte, gemischte Wohnformen und Quartiersentwicklungen, die Wohnbau mit kommunaler Infrastruktur verbinden und aus einer Hand entwickelt werden können.

"Der demografische Wandel ist lĂ€ngst in unseren Gemeinden angekommen. Die Menschen werden Ă€lter, die Haushalte werden kleiner und die Anforderungen an Wohnraum verĂ€ndern sich. Gleichzeitig mĂŒssen wir sorgsam mit unseren FlĂ€chen und finanziellen Mitteln umgehen. Deshalb brauchen wir intelligente Lösungen, die Wohnen, Infrastruktur und Ortsentwicklung gemeinsam denken. Der BĂŒrgermeister- und Gemeindetag hat gezeigt, dass wir diese Herausforderungen nur im Schulterschluss zwischen Gemeinden, Land und starken Partnern wie der Salzburg Wohnbau erfolgreich bewĂ€ltigen können", betonte Manfred Sampl , PrĂ€sident des Salzburger Gemeindeverbandes.

FĂŒr die Salzburg Wohnbau bestĂ€tigte die Veranstaltung den Anspruch, Gemeinden als langfristiger Partner bei Wohnbau- und Kommunalprojekten zu begleiten – von der ersten Idee ĂŒber die Projektentwicklung bis zur Umsetzung. Ziel bleibt es, leistbaren Wohnraum zu schaffen, Ortszentren zu stĂ€rken und die LebensqualitĂ€t in den Gemeinden nachhaltig zu sichern.

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Aussender: Pressestelle Salzburg Wohnbau c/o JAGER PR Ansprechpartner: Clemens Jager Tel.: +43 662 45 31 60 E-Mail: info@jager-pr.at Website: www.salzburg-wohnbau.at

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