Gasexplosion, Restaurant

China: 31 Tote bei Gasexplosion in Restaurant

22.06.2023 - 08:19:06

Schon eine Stunde vor der Explosion nehmen Mitarbeiter des Restaurants Gasgeruch wahr. Doch statt schnell die Menschen zu evakuieren, versucht man ein Ventil zu reparieren. Dann kommt es zum UnglĂŒck.

Bei einer Gasexplosion in einem Restaurant in Nordwestchina sind 31 Menschen ums Leben gekommen. Sieben wurden verletzt, darunter eine Person schwer, wie Staatsmedien am Donnerstag berichteten. Zwei der Verletzten erlitten mittelschwere Verbrennungen. Das UnglĂŒck ereignete sich am Mittwochabend in einem Grillrestaurant im Bezirk Xingqing in der Stadt Yinchuan (Autonome Region Ningxia).

Ursache war wohl ein Gasleck. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping ordnete eine umfassende Untersuchung des UnglĂŒcks am Vorabend des Drachenbootfestes an - einem nationalen Feiertag am Donnerstag. Neun mutmaßlich verantwortliche Personen wurden festgenommen, darunter der Manager, ein Anteilseigner des Restaurants und Mitarbeiter, wie das Staatsfernsehen berichtete. Ihre Konten wurden eingefroren.

Koch nimmt Gasgeruch wahr

Die Stadtregierung berichtete, ein Mitarbeiter und ein Koch hĂ€tten etwa eine Stunde vor dem UnglĂŒck Gasgeruch bemerkt und festgestellt, dass das Ventil eines Gastanks kaputt gewesen sei. Ein anderer Angestellter sei losgeschickt worden, um ein neues Ventil zu kaufen. Zur Explosion sei es dann gekommen, als das Ventil ausgetauscht werden sollte, hieß es in der Mitteilung.

ZunĂ€chst sei ein Gastank im Erdgeschoss explodiert, dann im ersten Stock auch noch eine Gasleitung zerborsten, berichteten Staatsmedien. Im ersten Stock befanden sich RĂ€ume mit Karaoke-Anlagen, in denen zahlreiche GĂ€ste wĂ€hrend des UnglĂŒcks zu Abend aßen, wie die Nachrichtenseite «Fengmian Xinwen» berichtete.

Restaurant wurde nicht umgehend evakuiert

Warum das Restaurant nicht sofort evakuiert wurde, nachdem der Gasgeruch festgestellt und das defekte Ventil entdeckt wurde, war zunĂ€chst nicht bekannt. Allerdings wurden nach dem UnglĂŒck Menschen aus anliegenden HĂ€usern in nahe gelegene Hotels in Sicherheit gebracht. BergungskrĂ€fte versuchten, die IdentitĂ€t der Opfer festzustellen.

20 Feuerwehrwagen sowie rund 100 EinsatzkrÀfte und Helfer seien mobilisiert worden, wie Staatsmedien berichteten. Am Donnerstagmorgen sei der Einsatz beendet worden.

@ dpa.de