Starkes Erdbeben erschĂŒttert Millionenmetropole Istanbul
23.04.2025 - 14:09:29 | dpa.deDie tĂŒrkische Millionenmetropole Istanbul ist von mehreren Erdbeben erschĂŒttert worden. Um 12.49 Uhr registrierte der Katastrophendienst Afad das bislang stĂ€rkste Beben der StĂ€rke 6,2 mit Epizentrum im vor der Stadt gelegenen Marmarameer. Zahlreiche weitere ErdstöĂe der StĂ€rken 4 bis 5 folgten.
Menschen in der Stadt mit ihren 16 Millionen Einwohnern verlieĂen HĂ€user und Wohnungen und harrten wĂ€hrend der Nachbeben im Freien aus. Berichten des Staatssenders TRT zufolge holten Menschen ihre Angehörigen aus KrankenhĂ€usern. Teilweise waren Telefonnetz und Internet gestört.
ZunĂ€chst keine Berichte ĂŒber SchĂ€den
Laut dem Istanbuler Gouverneursamt gab es zunĂ€chst keine Berichte ĂŒber eingestĂŒrzte GebĂ€ude. Die BĂŒrger wurden gebeten, Ruhe zu bewahren und sich beschĂ€digten GebĂ€uden nicht zu nĂ€hern. Der Minister fĂŒr Verkehr und Infrastruktur, Abdulkadir Uralo?lu, schrieb auf der Plattform X, es seien bei einer ersten Bestandsaufnahme keine SchĂ€den an StraĂen, FlughĂ€fen, ZĂŒgen und U-Bahnen festgestellt worden.
«Ich spreche unseren BĂŒrgern meine besten WĂŒnsche aus», teilte der tĂŒrkische PrĂ€sident Recep Tayyip Erdogan auf der Plattform X mit. «Wir beobachten die Situation genau». Innenminister Ali Yerlikaya sprach auf der Plattform X allen Betroffenen sein MitgefĂŒhl aus.
Experten warnen vor möglichem weiteren Beben
Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass ein weiteres starkes Beben folge, sagte der Geologe Okan TĂŒysĂŒz dem Sender NTV. Das Hauptbeben werde noch kommen, schrieb Erdbebenforscher Naci GörĂŒr auf der Plattform X. Im Marmarameer verlĂ€uft eine tektonische Plattengrenze.
Experten gehen seit langem davon aus, dass ein Beben rund um die StĂ€rke 7 in Istanbul ĂŒberfĂ€llig ist. Die aktuellen ErschĂŒtterungen erhöhten vielmehr noch die Spannungen, so GörĂŒr. Laut tĂŒrkischem StĂ€dtebauminister Murat Kurum gelten 1,5 Millionen Wohnungen und Gewerbeeinheiten als bei einem Erdbeben gefĂ€hrdet.
Das Erdbeben war auch in Teilen des Nachbarlands Griechenland deutlich zu spĂŒren. Vor allem im Nordosten am Grenzfluss Evros zur TĂŒrkei hin wurden die Menschen in Angst versetzt, berichteten griechische Medien. Meldungen ĂŒber die ErdstöĂe gab es auĂerdem von etlichen ĂgĂ€isinseln, darunter Chios und Lesbos. SchĂ€den habe es jedoch nicht gegeben.
Auch im nordwestlich angrenzenden Bulgarien wurde das Beben gespĂŒrt, am stĂ€rksten im sĂŒdöstlichen Grenzgebiet und in der Region Burgas am Schwarzen Meer, wie das Geophysische Institut in Sofia mitteilte.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!

