Hamburg, Deutschland

Audioaufnahme von Entführung - Christina Block erschüttert

12.11.2025 - 11:44:24

Schreie, schnelle Schritte und Männerstimmen - Audioaufnahmen von der Entführung der Block-Kinder sind im Hamburger Landgericht zu hören. Die Prozessbeteiligten reagieren mit Betroffenheit.

Im Prozess um die Entführung zweier Block-Kinder hat das Landgericht Hamburg Aufzeichnungen eines Alarmknopfes abgespielt. Diesen trug der Sohn von Christina Block bei der Entführung und hatte ihn aktiviert. Die neun Audiodateien mit einer Gesamtlänge von gut einer halben Stunde gaben die Geräusche von eiligen Schritten, schwerem Atmen, unterdrückten Schreien oder Wimmern eines Kindes und Männerstimmen wider. 

Die Männer sprechen meist in einer fremden Sprache. Einmal ist zu hören, wie einer von ihnen sagt: «Back home to mama.» Jemand sagt später auf Deutsch mit Akzent: «Wir gehen zu deiner Mama.» Im Hintergrund sind mehrfach Knallgeräusche zu hören. 

Während des Feuerwerks in der Silvesternacht 2023/24 hatten laut Anklage Mitarbeiter einer israelischen Sicherheitsfirma den Vater in der Nähe seines Hauses in Süddänemark überwältigt und waren mit dem damals zehnjährigen Sohn und der 13 Jahre alten Tochter bis kurz vor die dänisch-deutsche Grenze gefahren.

«Das sind erschütternde Aufnahmen»

Dann gingen sie zu Fuß durch einen Wald auf die deutsche Seite. Einer der sieben Angeklagten, ein in Untersuchungshaft sitzender Israeli (36), hat das Tatgeschehen umfangreich gestanden.

Block und ihr Ex-Mann Stephan Hensel hörten die Aufnahmen mit offensichtlich großer Betroffenheit. «Das sind erschütternde Aufnahmen», sagte Blocks Verteidiger Ingo Bott. Er nehme seine Mandantin auch sehr erschüttert wahr. Keine Mutter würde so etwas für ihre Kinder wollen.

Die Unternehmerin Block ist gemeinsam mit sechs weiteren Beschuldigten wegen Kindesentziehung angeklagt. Sie soll während eines jahrelangen Sorgerechtsstreits den Auftrag erteilt haben, zwei ihrer vier Kinder aus der Obhut ihres Ex-Manns in Dänemark zu entführen. Die 52-Jährige bestreitet das.

@ dpa.de

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