Oktoberfest MĂŒnchen, Unfall FahrgeschĂ€ft

Schwerer Oktoberfest-Unfall: Mitarbeiter stirbt an Free-Fall-FahrgeschÀft

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 03:47 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Auf dem MĂŒnchner Oktoberfest ist ein 52-jĂ€hriger Mitarbeiter eines Free-Fall-FahrgeschĂ€fts nach einem schweren Betriebsunfall gestorben. Es ist bereits der zweite Zwischenfall mit einem FahrgeschĂ€ft seit Beginn der diesjĂ€hrigen Wiesn.

Ein Kriseninterventionsteam musste Augenzeugen des Unfalls betreuen. - Bild: Felix Hörhager/dpa
Ein Kriseninterventionsteam musste Augenzeugen des Unfalls betreuen. - Bild: Felix Hörhager/dpa

Auf dem MĂŒnchner Oktoberfest ist ein 52 Jahre alter Mitarbeiter eines Free-Fall-FahrgeschĂ€fts nach einem Unfall an seinen schweren Verletzungen gestorben.

Unfall an Free-Fall-Turm – Ermittlungen zu den UmstĂ€nden

Zu den genauen UmstĂ€nden des mutmaßlichen Betriebsunfalls am Montagabend ermittelt die Polizei weiter. Nach ersten Angaben kam es zu dem Vorfall an einem Free-Fall-Turm, an dem FahrgĂ€ste aus großer Höhe mit einer Gondel in die Tiefe stĂŒrzen. Der Mann hielt sich demnach in einem Bereich auf, den BeschĂ€ftigte wĂ€hrend des Betriebs nicht betreten sollen.

Dort wurde er von Teilen des FahrgeschÀfts getroffen und möglicherweise eingequetscht. RettungskrÀfte reanimierten den schwer verletzten Mitarbeiter und brachten ihn mit lebensgefÀhrlichen Verletzungen in ein Krankenhaus, wo er spÀter starb.

Großeinsatz der RettungskrĂ€fte und Betreuung von Augenzeugen

FĂŒr den Rettungseinsatz wurde der Bereich rund um das FahrgeschĂ€ft großrĂ€umig abgesperrt. FahrgĂ€ste seien nach Angaben der Polizei zu keiner Zeit in Gefahr gewesen. Um die Belastung fĂŒr Personen zu mindern, die den Unfall beobachtet hatten, war ein Kriseninterventionsteam vor Ort und betreute Augenzeugen seelsorgerisch.

Die Polizei bittet Zeugen, die den Vorfall beobachtet haben, sich zu melden. Ihre Aussagen sollen helfen, den genauen Ablauf des Unfalls zu rekonstruieren und mögliche SicherheitslĂŒcken zu erkennen.

Zweiter Vorfall mit FahrgeschÀft seit Wiesn-Beginn

Der tödliche Unfall ist bereits der zweite Zwischenfall mit einem FahrgeschĂ€ft auf der diesjĂ€hrigen Wiesn. Am Samstagabend waren FahrgĂ€ste in einem Drehkarussell etwa zwei Minuten lang kopfĂŒber in ihren Sitzen hĂ€ngen geblieben, nachdem das FahrgeschĂ€ft stehen geblieben war.

SanitÀter untersuchten die Betroffenen, ernsthafte Verletzungen wurden nicht bekannt. Ursache der Panne war nach bisherigen Erkenntnissen ein defekter Sensor, der das Karussell zum Stillstand brachte.

TÜV-PrĂŒfung und Fortgang des Oktoberfests

Der TÜV prĂŒfte das Drehkarussell nach dem Zwischenfall erneut und gab es noch am selben Abend wieder fĂŒr den Betrieb frei. Das FahrgeschĂ€ft wurde daraufhin weiter genutzt. Der neue Unfall an dem Free-Fall-Turm richtet den Blick nun verstĂ€rkt auf die SicherheitsablĂ€ufe bei FahrgeschĂ€ften und die Arbeitssituation des Personals.

Das 191. Oktoberfest lĂ€uft seit Samstagmorgen und dauert bis zum 4. Oktober. JĂ€hrlich kommen mehr als sechs Millionen Besucher auf die Theresienwiese, die Veranstaltung gilt als grĂ¶ĂŸtes Volksfest der Welt. Rund um das Fest sind etwa 600 Polizeibeamte und Hunderte Ordner im Einsatz, um Sicherheit und geordnete AblĂ€ufe auf dem GelĂ€nde zu gewĂ€hrleisten.

Arbeitsunfall auf der Wiesn: Sicherheitskonzepte unter Druck

Der tödliche Unfall an einem Free-Fall-Turm auf dem MĂŒnchner Oktoberfest rĂŒckt die Arbeitssicherheit auf dem grĂ¶ĂŸten Volksfest der Welt in den Fokus. FahrgeschĂ€fte gelten grundsĂ€tzlich als streng ĂŒberwacht, doch der Vorfall zeigt, dass trotz technischer Kontrollen auch menschliche Fehlhandlungen fatale Folgen haben können. Nach bisherigen Angaben hielt sich der 52-jĂ€hrige Mitarbeiter in einem Bereich auf, der wĂ€hrend des Betriebs nicht betreten werden darf. Dies deutet darauf hin, dass bei der AufklĂ€rung vor allem AblĂ€ufe, Schulungen und die konkrete Situation kurz vor dem Unfall untersucht werden dĂŒrften.

Vergangene Panne als Kontrast: Technikversagen ohne Schwerverletzte

Bereits am ersten Wiesn-Wochenende war ein technischer Defekt an einem Drehkarussell bekannt geworden, bei dem FahrgĂ€ste zeitweise kopfĂŒber in der Luft hingen. Dort fĂŒhrten ein defekter Sensor und das anschließende Sicherheitsprogramm zwar zu einem spektakulĂ€ren Zwischenfall, blieben aber ohne schwerere gesundheitliche Folgen. Der TÜV prĂŒfte das FahrgeschĂ€ft und gab es nach Austausch des Sensors wieder frei. Im Vergleich dazu handelt es sich bei dem jetzigen Ereignis um einen klassischen Arbeitsunfall, der nicht auf ein Versagen der Sicherungstechnik gegenĂŒber den FahrgĂ€sten zurĂŒckgefĂŒhrt wird, sondern auf eine gefĂ€hrliche Situation fĂŒr das Personal im unmittelbaren Gefahrenbereich.

Bedeutung fĂŒr Besucher und Betreiber

FĂŒr Besucher ist wichtig, dass die Polizei ausdrĂŒcklich betont, FahrgĂ€ste seien zu keiner Zeit in Gefahr gewesen. Der Betrieb solcher Attraktionen dĂŒrfte jedoch zunĂ€chst von Ermittlungen begleitet werden, bei denen auch der Betreiber, seine Sicherheitsvorschriften und die innerbetrieblichen Kontrollen beleuchtet werden. Gerade angesichts jĂ€hrlich mehrerer Millionen Besucher haben Stadt, Schausteller und PrĂŒfstellen ein hohes Interesse daran, Vertrauen in die Sicherheit der Anlagen zu erhalten. Zugleich zeigt der Vorfall, wie stark Augenzeugen belastet werden können: Die Betreuung durch Kriseninterventionsteams ist inzwischen fester Bestandteil großer Einsatzlagen und soll die psychischen Folgen solcher Ereignisse abmildern.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

n-tv.de: „Panne auf dem Oktoberfest: Wiesn-Besucher hĂ€ngen in FahrgeschĂ€ft kopfĂŒber fest“ (21.09.2026)

Der Bericht schildere, wie ein Drehkarussell auf der Wiesn wegen einer Störung stehen geblieben sei und FahrgĂ€ste mehrere Minuten kopfĂŒber in etwa zehn Metern Höhe festgehangen hĂ€tten. Der Artikel hebe hervor, dass es bei diesem Vorfall keine Schwerverletzten gegeben habe und ein SachverstĂ€ndiger das FahrgeschĂ€ft nach einem Sicherheitscheck noch am Abend wieder freigegeben habe, womit die technische Seite der Wiesn-Sicherheit betont werde.

br.de: „Kopfstand, Kreislauf, Karneval: So war das erste Wiesnwochenende“ (20.09.2026)

Der Beitrag ordne das erste Wiesn-Wochenende insgesamt als „Bilderbuchstart“ ein und gehe dabei ausfĂŒhrlich auf den Stillstand des FahrgeschĂ€fts „Predator“ ein, dessen Ursache laut Betreiber ein defekter Sensor gewesen sei. Der Artikel stelle heraus, dass der TÜV nach Austausch des Sensors keine Beanstandungen gehabt habe und setze den Zwischenfall in Beziehung zu einer insgesamt ruhigen Einsatzlage von Polizei und SanitĂ€tsdienst, wodurch er die Dimension technischer Störungen relativiere.

merkur.de: „FahrgeschĂ€ft-Panne auf der Wiesn: GĂ€ste stecken kopfĂŒber fest – Betreiber Ă€ußert sich“ (20.09.2026)

Der Bericht fokussiere sich auf die Schilderungen einer Augenzeugin, die die Rettung aus dem stillstehenden FahrgeschĂ€ft als deutlich lĂ€nger und chaotischer beschreibe als offiziell angegeben. Zugleich verweise der Artikel auf die EinschĂ€tzung von SanitĂ€tsdienst und TÜV, wonach der Ablauf trotz Kritik im Rahmen der Sicherheitsvorgaben geblieben sei. Im Vergleich zur dpa-Meldung ĂŒber den tödlichen Unfall betone der Bericht stĂ€rker die Kommunikation des Betreibers und das Krisenmanagement bei technischen Pannen.

MedienĂŒbergreifend werde berichtet, dass technische Defekte an FahrgeschĂ€ften auf dem Oktoberfest zu spektakulĂ€ren, aber meist glimpflich verlaufenden ZwischenfĂ€llen fĂŒhren, wĂ€hrend der nun bekannt gewordene Todesfall als separater Arbeitsunfall erscheine. Die Berichte stellten ĂŒbereinstimmend heraus, dass PrĂŒfstellen wie TÜV und SachverstĂ€ndige eine zentrale Rolle bei der Freigabe der Anlagen spielten, und setzten unterschiedliche Schwerpunkte bei der Bewertung von Krisenmanagement und Wahrnehmung der VorfĂ€lle durch Besucher.

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