Verletzte, Stierhatz

Sechs Verletzte bei umstrittener Stierhatz in Pamplona

Veröffentlicht am: 07.07.2024 um 10:17 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Mit wilden Stieren durch die Gassen von Pamplona um sein Leben rennen - fĂŒr junge MĂ€nner ist das der ultimative Nervenkitzel, Prellungen inbegriffen. FĂŒr die Bullen aber gibt es kein Happy End.

Im Verlauf des neuntÀtigen San Fermín-Festes in Pamplona werden 48 Bullen getötet. - Bild: Alvaro Barrientos/AP/dpa
Im Verlauf des neuntÀtigen San Fermín-Festes in Pamplona werden 48 Bullen getötet. - Bild: Alvaro Barrientos/AP/dpa

Bei der ersten Stierhatz des diesjĂ€hrigen «Sanfermines»-Festes sind im nordspanischen Pamplona mindestens sechs LĂ€ufer verletzt worden. Ein Mensch habe ein SchĂ€deltrauma erlitten, die anderen fĂŒnf vor allem Prellungen, sagte ein Sprecher des SanitĂ€tsdienstes dem staatlichen TV-Sender RTVE. Mehrere Verletzte kamen ins Krankenhaus. Die Stiere sterben spĂ€ter in der Stierkampfarena.

Das Fest zu Ehren des Stadtheiligen San FermĂ­n hatte am Vortag begonnen und endet kommenden Sonntag. TĂ€glich werden fĂŒr die StierkĂ€mpfe am Abend morgens ab 08.00 Uhr sechs zum Teil ĂŒber 600 Kilogramm schwere Kampfbullen und mehrere zahme Leitochsen durch die engen Gassen der Altstadt bis in die Arena gejagt. Bei den Mutproben der vorwiegend jungen MĂ€nner ĂŒber die 875 Meter lange Strecke werden jedes Jahr Dutzende LĂ€ufer verletzt. Seit 1924 gab es 16 Todesopfer, das letzte 2009.

Auch dieses Jahr protestierten Tierschutzgruppen gegen die Veranstaltung. Die seit 1591 stattfindende Hatz nannten sie «mittelalterliche Grausamkeit» und forderten ein Ende der StierlĂ€ufe sowie aller blutigen StierkĂ€mpfe. Das Stadtfest erfreut sich trotz aller Kritik weiterhin großer Beliebtheit und lockt jedes Jahr Tausende Touristen aus aller Welt an. 

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