Seekofel, Südtirol

Seekofel in Südtirol: Deutscher Wanderer stürzt 50 Meter in den Tod

Veröffentlicht am: 23.09.2026 um 18:11 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Am 2.810 Meter hohen Seekofel in den Dolomiten ist ein deutscher Wanderer tödlich verunglückt. Er stürzte rund 50 Meter in ein Geröllfeld – es ist bereits der zweite tödliche Unfall mit einem Deutschen in Südtirol binnen weniger Stunden.

In Südtirol kam erneut ein deutscher Wanderer ums Leben. (Foto: Archiv) - Bild: -/Bergrettung Italien/dpa
In Südtirol kam erneut ein deutscher Wanderer ums Leben. (Foto: Archiv) - Bild: -/Bergrettung Italien/dpa

Am 2.810 Meter hohen Seekofel in den Dolomiten ist ein deutscher Wanderer nach einem Sturz von etwa 50 Metern ums Leben gekommen.

Sturz von mehreren Wanderern beobachtet

Das Unglück ereignete sich nach Angaben der italienischen Finanzwacht gegen 13.50 Uhr. Mehrere Wanderer beobachteten den Sturz und alarmierten die Bergwacht.

Der Mann fiel in ein Geröllfeld. Seine Leiche wurde mit einem Hubschrauber geborgen. Zum Alter, zur Herkunft und zum genauen Hergang machten die Behörden zunächst keine Angaben, da die Familie noch nicht informiert worden war.

Zweiter Todesfall mit deutschem Wanderer

Erst am Tag zuvor war ein 57-jähriger deutscher Wanderer im Altfasstal in Südtirol tödlich verunglückt. Er stürzte auf einem Höhenweg rund 200 Meter in die Tiefe; seine Frau beobachtete das Unglück aus nächster Nähe.

Dolomiten als beliebtes Wandergebiet

Südtirol gehört zu den beliebtesten Wandergebieten der Alpen. Die Region ist Italiens nördlichstes Gebiet und zieht besonders in der Wandersaison zahlreiche Urlauber aus Deutschland an.

Beliebtes Wandergebiet mit alpinen Risiken

Südtirol zählt zu den meistbesuchten Wanderregionen der Alpen und zieht seit Jahrzehnten viele deutsche Urlauber an. Die Beliebtheit der Dolomiten trifft dort auf hochalpines Gelände: Wege verlaufen teils in großer Höhe, an steilen Hängen und in felsigem Terrain. Auch markierte Routen können deshalb bei einem Fehltritt lebensgefährlich werden.

Zweiter tödlicher Unfall binnen kurzer Zeit

Der Tod am Seekofel folgt auf den tödlichen Absturz eines 57-jährigen Deutschen im Altfasstal, der am Vortag auf einem Höhenweg rund 200 Meter in die Tiefe stürzte. Damit ereigneten sich innerhalb kurzer Zeit zwei tödliche Unfälle mit deutschen Wanderern in derselben Region. Der zeitliche Zusammenhang bedeutet nicht, dass eine gemeinsame Ursache besteht; die Behörden machten zum Hergang des aktuellen Unglücks zunächst keine näheren Angaben.

Bedeutung für Wanderer

Für Urlauber zeigt der Fall, dass die Anforderungen einer Tour nicht allein an ihrer Bekanntheit oder Markierung abzulesen sind. Höhenlage, ausgesetzte Passagen, wechselnde Wetterbedingungen und Erschöpfung können das Sturzrisiko erhöhen. Eine realistische Tourenplanung, passende Ausrüstung und besondere Vorsicht an Steilhängen sind deshalb zentrale Sicherheitsfaktoren. Nach einem Unfall ermöglichen genaue Standortangaben und ein sofortiger Notruf eine schnellere Alarmierung der Bergrettung.

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