Bayern, Deutschland

YouTuber für falsches Maskottchen beim EM-Spiel verurteilt

13.05.2026 - 16:35:36 | dpa.de

Seine Aktion löste eine große Debatte über die Sicherheitsmaßnahmen bei der EM in Deutschland aus. Jetzt sprach ein Gericht sein Urteil über Marvin Wildhage.

  • YouTuber Marvin Wildhage hatte es als falsches EM-Maskottchen beim Eröffnungsspiel bis zum Spielfeld geschafft.  - Foto: Malin Wunderlich/dpa
    YouTuber Marvin Wildhage hatte es als falsches EM-Maskottchen beim Eröffnungsspiel bis zum Spielfeld geschafft. - Foto: Malin Wunderlich/dpa
  • Seine Aktion verteidigte der 29-Jährige vor Gericht als investigativen Journalismus. - Foto: Malin Wunderlich/dpa
    Seine Aktion verteidigte der 29-Jährige vor Gericht als investigativen Journalismus. - Foto: Malin Wunderlich/dpa
  • Wildhage hatte den ursprünglichen Strafbefehl nicht akzeptiert, deshalb kam es zur Hauptverhandlung. - Foto: Malin Wunderlich/dpa
    Wildhage hatte den ursprünglichen Strafbefehl nicht akzeptiert, deshalb kam es zur Hauptverhandlung. - Foto: Malin Wunderlich/dpa
  • Die Zuschauerplätze im Gerichtssaal waren bis auf den letzten Platz besetzt, nicht alle kamen rein.  - Foto: Malin Wunderlich/dpa
    Die Zuschauerplätze im Gerichtssaal waren bis auf den letzten Platz besetzt, nicht alle kamen rein. - Foto: Malin Wunderlich/dpa
  • Mit diesem sehr echt aussehenden Kostüm hatte Wildhage alle Sicherheitskontrollen überwunden. (Archivbild) - Foto: Britta Schultejans/dpa
    Mit diesem sehr echt aussehenden Kostüm hatte Wildhage alle Sicherheitskontrollen überwunden. (Archivbild) - Foto: Britta Schultejans/dpa
  • Das offizielle EM-Maskottchen im Einsatz. (Archivbild) - Foto: Friso Gentsch/dpa
    Das offizielle EM-Maskottchen im Einsatz. (Archivbild) - Foto: Friso Gentsch/dpa
YouTuber Marvin Wildhage hatte es als falsches EM-Maskottchen beim Eröffnungsspiel bis zum Spielfeld geschafft.  - Foto: Malin Wunderlich/dpa Seine Aktion verteidigte der 29-Jährige vor Gericht als investigativen Journalismus. - Foto: Malin Wunderlich/dpa Wildhage hatte den ursprünglichen Strafbefehl nicht akzeptiert, deshalb kam es zur Hauptverhandlung. - Foto: Malin Wunderlich/dpa Die Zuschauerplätze im Gerichtssaal waren bis auf den letzten Platz besetzt, nicht alle kamen rein.  - Foto: Malin Wunderlich/dpa Mit diesem sehr echt aussehenden Kostüm hatte Wildhage alle Sicherheitskontrollen überwunden. (Archivbild) - Foto: Britta Schultejans/dpa Das offizielle EM-Maskottchen im Einsatz. (Archivbild) - Foto: Friso Gentsch/dpa

Weil er sich als Fake-Maskottchen beim EM-Eröffnungsspiel in München bis zum Spielfeld geschmuggelt hatte, muss YouTuber Marvin Wildhage Hunderte Euro Strafe zahlen. Konkret geht es um 60 Tagessätze zu je 150 Euro. Zudem werden 5.400 Euro aus mit den Videos erzielten Einnahmen eingezogen. Der Webvideoproduzent habe sich der Urkundenfälschung und des Erschleichens von Leistungen schuldig gemacht, begründete die Richterin des Amtsgerichts München ihr Urteil. 

Sie folgte damit der Forderung des Staatsanwalts. Die Verteidigerin hingegen plädierte auf Freispruch, weil sich Wildhage unter hohem persönlichem Einsatz um die Sicherheit der Spiele verdient gemacht habe. 

Wildhage verteidigt Aktion als investigativen Journalismus

Der YouTuber hatte seine Aktion zu Beginn des Prozesses persönlich als investigativen Journalismus verteidigt. «Ich sehe es als meine Aufgabe, auf Missstände aufmerksam zu machen, sie in die Öffentlichkeit zu tragen.» Seine Videos seien aus klassischer Sicht vielleicht ein unübliches Format. «Aber das ändert ja trotzdem nichts an der Tatsache, dass meine Arbeit nichts anderes ist als investigativer Journalismus.»

Der ausgebildete Journalist hatte sich mithilfe eines nachgeahmten Maskottchen-Kostüms und gefälschter Akkreditierungen beim Eröffnungsspiel der Fußball-EM im Juni 2024 ohne Berechtigung im Innenraum des Stadions aufgehalten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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