Amazonas, Jahren

Amazonas verliert in 40 Jahren FlĂ€che grĂ¶ĂŸer als Spanien

13.08.2025 - 20:38:28

Seit 1985 verschwanden im Amazonas NaturflĂ€chen, die grĂ¶ĂŸer als Spanien sind. Eine neue Analyse zeigt: Auch landesweit hat Brasilien massive Verluste zu verzeichnen.

  • Im brasilianischen Amazonasgebiet sind seit 1985 rund 52 Millionen Hektar Natur verloren gegangen – eine FlĂ€che grĂ¶ĂŸer als Spanien. (Archivbild) - Foto: Fernando Souza/ZUMA Press Wire/dpa

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  • Verheerende WaldbrĂ€nde herrschten im Pantanal. (Archivbild) - Foto: Diego Cardoso/dpa

    Diego Cardoso/dpa

Im brasilianischen Amazonasgebiet sind seit 1985 rund 52 Millionen Hektar Natur verloren gegangen – eine FlĂ€che grĂ¶ĂŸer als Spanien. (Archivbild) - Foto: Fernando Souza/ZUMA Press Wire/dpaVerheerende WaldbrĂ€nde herrschten im Pantanal. (Archivbild) - Foto: Diego Cardoso/dpa

Im brasilianischen Amazonasgebiet sind seit 1985 rund 52 Millionen Hektar Natur verloren gegangen – eine FlĂ€che grĂ¶ĂŸer als Spanien. Landesweit summiert sich der Verlust in den vergangenen vier Jahrzehnten auf 111,7 Millionen Hektar – mehr als das Dreifache der FlĂ€che Deutschlands –, wie es in einem Bericht der Initiative «MapBiomas» hieß. Das Netzwerk besteht aus UniversitĂ€ten, Nichtregierungsorganisationen und Technologieunternehmen und untersucht unter anderem Satellitenbilder.

Bis 1985 hatte Brasilien in fast fĂŒnf Jahrhunderten 60 Prozent der heute fĂŒr Landwirtschaft, Bergbau, StĂ€dte und Infrastruktur genutzten FlĂ€che umgewandelt. «Die ĂŒbrigen 40 Prozent dieser Umwandlung erfolgten in nur vier Jahrzehnten, von 1985 bis 2024», sagte Tasso Azevedo, Koordinator von «MapBiomas».

Die stÀrkste Abholzung habe es zwischen 1995 und 2004 gegeben. Doch in der letzten Dekade wurde diese Entwicklung «durch Degradation, Klimafolgen und landwirtschaftliche Expansion wieder beschleunigt», sagte Julia Shimbo, wissenschaftliche Koordinatorin von «MapBiomas». Insgesamt sank der Anteil von NaturflÀchen in Brasilien laut dem Bericht von 80 Prozent im Jahr 1985 auf 65 Prozent im Jahr 2024.

2024 als trockenstes Jahr im Pantanal

Im Pantanal - dem grĂ¶ĂŸten Feuchtgebiet der Welt - haben sich die Überschwemmungszyklen mit jedem Jahrzehnt verringert und gipfelten 2024 im trockensten Jahr der letzten 40 Jahre. So lag im vergangenen Jahr die WasserflĂ€che dort 73 Prozent unter dem Durchschnitt der Jahre 1985 bis 2024. Die reduzierte Feuchtigkeit begĂŒnstigte dabei auch verheerende WaldbrĂ€nde.

Im Cerrado – Brasiliens Feuchtsavannen im SĂŒdosten – wurden in den vier Jahrzehnten etwa 40 Millionen Hektar natĂŒrlicher Vegetation abgeholzt. Das entspricht einen RĂŒckgang von 28 Prozent.

Weltklimakonferenz im November im Amazonas

PrĂ€sident Luiz InĂĄcio Lula da Silva hat fĂŒr Brasilien bis 2030 eine «Null-Abholzung» zugesagt. Bei der kommenden Weltklimakonferenz COP30 im November in BelĂ©m im Amazonasgebiet werden Themen wie Klimaschutz und Abholzung diskutiert.

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