Deutlich mehr GrippefÀlle insbesondere bei Kindern
30.01.2025 - 10:51:50Die Zahl der Atemwegserkrankungen hat insbesondere bei Kindern stark zugenommen. Etwa 7,9 Millionen Menschen in Deutschland haben derzeit eine akute Atemwegserkrankung, heiĂt es im Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) fĂŒr 20. bis 26. Januar. Vor allem Grippeviren seien im Umlauf. Im Vergleich zur Vorwoche habe die Zahl der Grippeinfektionen vor allem bei Kindern von 5 bis 14 Jahren stark zugelegt, aber auch jĂŒngere Kinder und Erwachsene infizierten sich hĂ€ufiger.Â
Neben Grippe wurde bei den 0- bis 4-JĂ€hrigen auch eine Zunahme der Respiratorischen Synzytial-Viren (RSV) beobachtet. Die RSV-Welle habe damit in der 3. Kalenderwoche (ab dem 13. Januar) begonnen, heiĂt es in dem Bericht. Die Grippewelle begann nach Definition des RKI bereits am 30. Dezember.Â
Mehr als doppelt so viele schwere Infektionen
Die Zahl schwerer akuter Atemwegsinfektionen hat sich dem RKI zufolge seit dem Jahreswechsel mehr als verdoppelt und ist so hoch wie zum Höhepunkt der Grippewelle der beiden Vorsaisons. Auch der Bundespressesprecher des Berufsverbands der Kinder- und JugendĂ€rzte, Jakob Maske, sagte: «Wir sehen immer wieder Jugendliche und Kinder, die ĂŒber mehrere Tage an hohem Fieber und deutlichen Krankheitszeichen leiden.» Eltern können diese Erkrankungen nur symptomatisch behandeln, also mit ausreichend FlĂŒssigkeit, gesunder ErnĂ€hrung und gegebenenfalls Schmerz-Fieber-SĂ€ften, sagte Maske.Â
Auch die Zahl der Arztbesuche wegen Atemwegserkrankungen stieg dem RKI-Bericht zufolge stark an. Der Bundesvorsitzende des HausĂ€rzteverbandes, Markus Beier, sagte: «Diesen Anstieg beobachten wir erfahrungsgemÀà immer im Anschluss an die Weihnachtsferien, wenn die Menschen am Arbeitsplatz, in Schule oder Kita wieder verstĂ€rkt miteinander in Kontakt kommen.» Er geht davon aus, dass die Zahl der GrippefĂ€lle in den kommenden Wochen noch einmal ansteigt, bevor die Welle wieder abflacht.Â
Grippe ist keine starke ErkÀltung
Grippe werde von vielen als starke ErkĂ€ltung abgetan, so Beier. «Das ist aber falsch.» FĂŒr Impfungen sei es Ende Januar zwar spĂ€t, aber nicht zu spĂ€t, insbesondere fĂŒr Risikopatienten. Auch der Bundesverband der Kinder- und JugendĂ€rzte sprach sich fĂŒr Grippeimpfungen auch bei Kindern aus.


