60 Tage: Venedig weitet Eintritt aus
17.09.2025 - 17:27:57Venedig wird auch nĂ€chstes Jahr Eintritt kosten â sogar hĂ€ufiger als bisher. Die Lagunenstadt im Norden Italiens will 2026 an insgesamt 60 Tagen zwischen Anfang April und Ende Juli Tagesbesucher zur Kasse bitten, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Damit geht die umstrittene Regelung bereits in die dritte Saison.Â
In diesem Jahr wurden zu bestimmten Terminen zwischen fĂŒnf und zehn Euro fĂ€llig, wenn man sich tagsĂŒber fĂŒr ein paar Stunden in den Gassen rund um Markusplatz und RialtobrĂŒcke aufhalten wollte. Was der Eintritt kĂŒnftig kosten soll, lĂ€sst die Stadt bislang noch offen. Vermutet wird, dass es teurer wird.
Kritiker halten wenig von GebĂŒhr
Auftakt fĂŒr die nĂ€chste Runde ist am 3. April 2026, letzter Zahltermin der 26. Juli. In diesem Jahr registrierten sich mehr als 720.000 Tagesbesucher, was der Stadt etwa 5,4 Millionen Euro in die Kassen brachte. Allerdings mogelten sich viele um den contributo di accesso â so heiĂt die GebĂŒhr auf Italienisch â herum. Offiziell ist die Regelung immer noch in einer Testphase.
Die GebĂŒhr soll helfen, den Massentourismus in der Stadt mit den vielen KanĂ€len und PalĂ€sten besser zu steuern. Im ersten Jahr wurde sie an 29 Tagen fĂ€llig, dann an 54. NĂ€chstes Jahr werden es also 60 Tage sein. Kritiker wenden ein, dass der Eintritt kaum jemanden davon abhĂ€lt, nach Venedig zu kommen. Die Stadt ist teuer: Am Markusplatz kostet eine Tasse Cappuccino bis zu 17 Euro.Â
Im historischen Zentrum von Venedig leben heute noch annĂ€hernd 50.000 Menschen â weniger als die Stadt Hotelbetten hat. HotelgĂ€ste, die sich fĂŒr lĂ€ngere Zeit in der Lagunenstadt aufhalten, sind von der TagesgebĂŒhr ausgenommen. Sie mĂŒssen allerdings Ăbernachtungssteuer zahlen.


