Italien, Tourismus

Venedig verlangt Eintritt an noch mehr Tagen

19.11.2025 - 14:42:06 | dpa.de

Seit vergangenem Jahr verlangt die Lagunenstadt zu bestimmten Terminen von Kurzbesuchern Geld: 2026 sind es zehn Euro - an jetzt schon 60 Tagen.

2026 muss in Venedig an 60 Tagen Eintritt gezahlt werden. (Archivbild) - Foto: Christoph Sator/dpa
2026 muss in Venedig an 60 Tagen Eintritt gezahlt werden. (Archivbild) - Foto: Christoph Sator/dpa

Venedig wird auch im nĂ€chsten Jahr Eintritt kosten: zehn Euro pro Tag. An insgesamt 60 Tagen zwischen Anfang April und Ende Juli werden Kurzbesucher in der italienischen Lagunenstadt 2026 zur Kasse gebeten, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Nur wer frĂŒhzeitig bucht - mindestens drei Tage zuvor - kommt mit fĂŒnf Euro davon. Damit geht die umstrittene Regelung, die ursprĂŒnglich nur als Test deklariert war, bereits in die dritte Saison. 

Eintritt mĂŒssen alle TagesgĂ€ste zahlen - auch, wenn sie sich nur fĂŒr ein paar Stunden in den Gassen rund um Markusplatz und RialtobrĂŒcke aufhalten. Auftakt fĂŒr die nĂ€chste Runde ist am 3. April, letzter Zahltermin der 26. Juli. Das sind abermals mehr Tage als zuvor: Im ersten Jahr wurde die weltweit einmalige GebĂŒhr an 29 Tagen fĂ€llig, dann an 54. Zumindest wird es aber nicht teurer. ÜbernachtungsgĂ€ste bleiben ausgenommen. Sie mĂŒssen allerdings fĂŒr jede Nacht eine Kurtaxe entrichten. 

Viele mogeln sich immer noch um Eintritt herum

In diesem Jahr registrierten sich mehr als 720.000 Tagesbesucher, was der Stadt etwa 5,4 Millionen Euro in die Kassen brachte. Allerdings mogelten sich immer noch viele Besucher um den contributo di accesso – so heißt die GebĂŒhr auf Italienisch – herum. Besonders streng kontrolliert wird bislang nicht.

Das Geld soll helfen, den Massentourismus in der Stadt mit den vielen KanĂ€len und PalĂ€sten besser zu steuern. Kritiker wenden ein, dass der Eintritt kaum jemanden davon abhĂ€lt, nach Venedig zu kommen: Die Stadt ist ohnehin teuer. Im historischen Zentrum leben heute noch annĂ€hernd 50.000 Menschen – weniger als die Stadt Hotelbetten hat.

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