Besonders viele Hornissen beim «Insektensommer» gesichtet
23.06.2023 - 12:43:09Nicht gefĂ€hrlich, dafĂŒr nĂŒtzlich: Bei der Mitmachaktion «Insektensommer» sind in diesem Jahr in Deutschland besonders viele EuropĂ€ische Hornissen gemeldet worden, wie der bayerische Naturschutzverband LBV am Freitag in Hilpoltstein mitteilte. Ihr gefĂ€hrlicher Ruf eile ihnen zu Unrecht voraus, sagte LBV-Expertin Tarja Richter. «Weder sind Hornissen sonderlich aggressiv noch sind ihre Stiche gefĂ€hrlicher als die von anderen Wespen oder Bienen. Sie sind im Gegenteil sogar sehr friedfertig und stechen nur, wenn sie massiv gestört oder verfolgt werden.»
DafĂŒr gelten sie als besonders nĂŒtzlich: «Unsere heimischen Hornissen bestĂ€uben zum Beispiel Johannisbeeren und fliegen â anders als Bienen â auch bei kĂŒhleren Temperaturen, Wind, Regen und sogar in der Nacht.» Ein Hornissenvolk, bestehend aus bis zu 700 Tieren, vertilge tĂ€glich bis zu 500 Gramm Insekten. Damit sorgten Hornissen auch dafĂŒr, dass die Insektenpopulationen im Gleichgewicht bleiben.
Vom 2. bis 11. Juni konnten Menschen sich an der ZĂ€hlaktion beteiligen und ihre Insektenbeobachtungen melden. Ein zweiter Zeitraum fĂŒr den «Insektensommer» lĂ€uft vom 4. bis 13. August. In der ersten Beobachtungsphase lagen Helle und Dunkle Erdhummel auf Platz eins, gefolgt von der Steinhummel und der Hainschwebfliege.
Die Aktion - gemeinsam initiiert vom LBV und vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) - soll wichtige Hinweise liefern, wie es den KĂ€fern, Hummeln, Bienen und Schmetterlingen hierzulande geht. AuĂerdem wollen die VerbĂ€nde die Menschen auf die Bedeutung der Insekten und deren GefĂ€hrdung aufmerksam machen.


