Mord, Bayern

Tod von DoppelgÀngerin: War es ein gemeinschaftlicher Mord?

31.08.2023 - 10:36:15

Sie sah der Angeklagten zum Verwechseln Àhnlich - wurde sie deshalb umgebracht? Die Staatsanwaltschaft wirft einem Mann und einer Frau vor, eine 23-JÀhrige umgebracht zu haben, damit die Frau untertauchen kann.

Gut ein Jahr nach dem gewaltsamen Tod einer jungen Frau in Ingolstadt hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen gemeinschaftlichen Mordes gegen einen Mann und eine Frau erhoben.

Den beiden Beschuldigten werde vorgeworfen, ihr 23 Jahre altes Opfer mit zahlreichen Messerstichen umgebracht zu haben, um den Tod der Angeklagten vorzutĂ€uschen, damit diese ein neues Leben beginnen kann, teilte die Behörde mit. Die Tote sah der Beschuldigten zum Verwechseln Ă€hnlich. Hintergrund fĂŒr den Entschluss unterzutauchen, seien Familienstreits wegen eines Ex-Freunds der Angeklagten gewesen.

Leiche wurde im Auto der VerdÀchtigen gefunden

Die Leiche der Frau aus dem baden-wĂŒrttembergischen Eppingen war im vergangenen August im Auto der verdĂ€chtigen Deutsch-Irakerin gefunden worden. Familie und Polizei hatten die Getötete zunĂ€chst irrtĂŒmlich fĂŒr die Beschuldigte gehalten. Bei der Obduktion kamen dann Zweifel an der IdentitĂ€t auf. Die zunĂ€chst fĂŒr tot gehaltene Frau sowie ihr Bekannter - ein Kosovare - wurden festgenommen. Die beiden sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Zum Mordvorwurf schwiegen sie bisher.

Gegen beide Beschuldigte wurde nach Angaben der Staatsanwaltschaft zudem jeweils Anklage wegen versuchter Anstiftung zum Mord erhoben. Die Frau soll versucht haben, einen Bruder ihres Ex-Freundes töten zu lassen. Der Mann soll in Untersuchungshaft versucht haben, einen MithÀftling zur Tötung eines Zeugen bei den Mordermittlungen zu bewegen. Ob es zum Prozess kommt, werde das Landgericht Ingolstadt entscheiden.

@ dpa.de