Gemetzel in der Römerzeit - Massengrab in Wien entdeckt
02.04.2025 - 15:19:06 | dpa.deArchĂ€ologen haben am Rande von Wien ein Massengrab mit rund 150 jungen Soldaten aus der Römerzeit entdeckt. Der «Sensationsfund» aus dem Ende des ersten Jahrhunderts nach Christus weise nicht nur auf einen brutalen Kampf an der Grenze des römischen Reiches hin, betonte das Forschungsteam. Die Kriegsopfer stĂŒnden wohl auch mit der Entstehung Wiens in Zusammenhang, hieĂ es.
Die chaotisch ĂŒbereinanderliegenden Skelette kamen bei Arbeiten an einem Sportplatz am Rande der österreichischen Hauptstadt zum Vorschein. Untersuchungen ergaben, dass es sich um fast durchwegs gesunde und ungewöhnlich groĂe MĂ€nner im Alter von 20 bis 30 Jahren handelt. AusrĂŒstungsteile, darunter ein Dolch, ein Helmteil und SchuhnĂ€gel, wiesen auf die Römerzeit hin.Â
Soldaten wurden «abgeschlachtet»
Es handle sich um junge Menschen, «die auf grausamste Weise abgeschlachtet wurden», sagte die ArchĂ€ologin Michaela Kronberger. Jedes der bislang untersuchten Skelette weist zumindest eine Verletzung auf, die kurz vor dem Tod zugefĂŒgt wurde. Bei einem der Soldaten steckte noch eine Lanzenspitze im Beckenknochen.Â
Der Wiener StadtarchĂ€ologe Martin Mosser wies darauf hin, dass germanische StĂ€mme im Jahr 92 in der NĂ€he des heutigen Wien eine römische Legion vernichtend geschlagen hatten. Die Donau bildete damals die Nordgrenze des römischen Reiches. Wenige Jahre spĂ€ter grĂŒndeten die Römer in Vindobona ein gröĂeres MilitĂ€rlager, aus dem die Stadt Wien entstand. Dieser Schritt könnte eine Reaktion auf die vorangegangene Niederlage gewesen sein, sagte Mosser.
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