Frankreich, Feuer

SolidaritÀt in Not: Koch schenkt Feuerwehr warme Mahlzeit

Veröffentlicht am: 31.07.2026 um 11:18 Uhr | dpa.de

Seit Tagen ist die Feuerwehr in Westfrankreich im Dauereinsatz, um den riesigen Waldbrand bei Bordeaux zu löschen. Ein Koch will in der Krise helfen. Was er mit seinen Gerichten bewirkt.

  • Der Koch CĂ©dric Lusinier (l.) versteht sich mit vielen Feuerwehrleuten richtig gut. - Bild: Katharina Kausche/dpa
    Der Koch Cédric Lusinier (l.) versteht sich mit vielen Feuerwehrleuten richtig gut. - Bild: Katharina Kausche/dpa
  • Die freiwillige Arbeit hat auch den Blick des Kochs auf die Gesellschaft verĂ€ndert. - Bild: Katharina Kausche/dpa
    Die freiwillige Arbeit hat auch den Blick des Kochs auf die Gesellschaft verÀndert. - Bild: Katharina Kausche/dpa
  • Schon seit Tagen kocht Lusinier freiwillig fĂŒr die EinsatzkrĂ€fte. - Bild: Katharina Kausche/dpa
    Schon seit Tagen kocht Lusinier freiwillig fĂŒr die EinsatzkrĂ€fte. - Bild: Katharina Kausche/dpa
Der Koch CĂ©dric Lusinier (l.) versteht sich mit vielen Feuerwehrleuten richtig gut. - Bild: Katharina Kausche/dpa Die freiwillige Arbeit hat auch den Blick des Kochs auf die Gesellschaft verĂ€ndert. - Bild: Katharina Kausche/dpa Schon seit Tagen kocht Lusinier freiwillig fĂŒr die EinsatzkrĂ€fte. - Bild: Katharina Kausche/dpa

CĂ©dric Lusinier schneidet WĂŒrstchen, brĂ€t Zwiebeln und gibt Tomatenscheiben in einen großen Topf. Schon seit Tagen hat der Koch in der von den WaldbrĂ€nden schwer gezeichneten Gegend bei Bordeaux nur eine Mission: Der Feuerwehr mit einer warmen Mahlzeit KrĂ€ftigung und etwas Freude zu spenden.

Eigentlich baut der 48-JĂ€hrige regelmĂ€ĂŸig seinen Stand mit Essen auf MĂ€rkten oder Festen auf. Seine SpezialitĂ€t: Gerichte aus seiner Heimat La RĂ©union, einer französischen Überseeinsel im Indischen Ozean. Als die Feuer in seiner Wohngegend ausbrachen, fragten er und seine Frau sich, wie sie helfen könnten. 

«Seit einer Woche bereiten wir als Freiwillige Essen zu, um die verschiedenen KrĂ€fte zu nĂ€hren, die versuchen, dieses Feuer zu bremsen und zu löschen», erzĂ€hlt Lusinier. «Wir kochen das ganze Jahr ĂŒber, aber hier ging es darum, ihnen etwas zu essen anzubieten, denn am schwierigsten war es schon fĂŒr die Feuerwehrleute, die beim Feuer im Einsatz waren.»

Essen bringt positive Emotionen

Ein Freund des Kochs richtete einen Spendenaufruf im Netz ein, damit Lusinier und seine Frau Lebensmittel fĂŒr die Gerichte kaufen und sich die freiwillige Hilfe leisten könnten. «Und so hat die ganze Welt die Essen fĂŒr die Feuerwehrleute finanziert.» Mittlerweile wird der Koch auch von der gemeinnĂŒtzigen Organisation World Central Kitchen unterstĂŒtzt.

Und die EinsatzkrĂ€fte nahmen das Essen gerne an. «Diese warme Mahlzeit war fĂŒr sie mal etwas anderes als Essensrationen oder Sandwiches», schildert Lusinier. «Reis mit Huhn oder Reis mit Wurst zu kochen, hatte eine kleine Wirkung auf die Feuerwehrleute und sie waren sehr glĂŒcklich, dass wir ihnen eine warme Mahlzeit bringen konnten.»

Der Koch ist sichtlich beeindruckt von der Arbeit und der Haltung der Feuerwehr. Besonders gefreut hat es ihn auch, EinsatzkrÀfte zu treffen, die ebenfalls aus La Réunion stammen. «Wir unterschÀtzen die Schwere der Situation nicht, denn was passiert ist, ist dramatisch, aber beim Essen haben wir wieder ein paar positive Emotionen bekommen, was allen gutgetan hat.»

FĂŒr den Koch steht fest: «Das war meine Art, an dem Geschehen teilzunehmen.» Statt zu Hause zu sein und die Nachrichten zu schauen, hĂ€tten er und seine Frau mitgewirkt «und das hat uns echte Lebenserfahrung gebracht».

Man sage oft, in der Gesellschaft wĂŒrden alle nur auf sich schauen, meint Lusinier. Er aber wĂŒrde so etwas nun nie mehr sagen. «Ich habe gesehen, wie solidarisch die Menschen waren und was wir zusammen erreichen können.»

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