Soziale Arbeit weiterdenken
11.05.2026 - 16:40:00 | pressetext.deSoziale Arbeit, die gesellschaftliche Entwicklungen kritisch begleitet und aktiv mitgestaltet, braucht eine Haltung, die Fragen stellt und soziale Wirklichkeit forschend erkundet. Diese forschende Grundhaltung ist heute aktueller denn je.
Ilse Arlt: Wegbereiterin einer forschenden Sozialarbeit
Zum 150. Geburtstag von Ilse Arlt, einer wichtigen Pionierin der Sozialarbeitswissenschaft, rückte der Social Work Science Day 2026 die Weiterentwicklung ihres Ansatzes in den Mittelpunkt: Wie können wir Arlts Denken nutzen, um gegenwärtige Herausforderungen zu verstehen – insbesondere in Zeiten, in denen das Konzept der Sozialen Inklusion weltweit zunehmend unter Druck gerät?
"Wenn steigende Lebenshaltungskosten, unsichere Verhältnisse und Barrieren soziale Ungleichheit verschärfen, müssen die dahinterliegenden strukturellen Herausforderungen gezielt angegangen werden. Soziale Arbeit hat hier den Auftrag, nicht nur zu begleiten, sondern wirksam gegenzusteuern. Der Social Work Science Day stellt die Verbindung von Forschung und solchen Interventionen ins Zentrum", sagt Michaela Moser, Hochschul-Dozentin und Koordinatorin des Forschungsschwerpunktes Partizipation, Diversität und Demokratieentwicklung des Ilse Arlt Instituts für Soziale Inklusionsforschung der USTP.
Arlts Denken als SchlĂĽssel fĂĽr aktuelle soziale Herausforderungen
Der Social Work Science Day 2026 bot sowohl Rückblick als auch Ausblick: Die Keynote "Armutsprävention statt Armenpflege – Auf den Spuren von Ilse Arlts Wegen zu einer Fürsorgewissenschaft" von Maria Maiss stellte Arlts Ansatz vor. Im Zentrum stand dabei Soziale Arbeit, die auf fundierter Armutsforschung basiert und auf vorbeugende Unterstützung statt bloßer Armenpflege setzt.
Forschung trifft Praxis: Neue Perspektiven aus Lehre und Wissenschaft
Studierende des Master-Studiengangs Soziale Arbeit der USTP präsentierten zentrale Forschungsergebnisse in einer interaktiven Postersession und in praxisnahen Workshops.
Mitarbeitende des Departments Soziales und des Centers for Digital Health and Social Innovation (CDHSI) sowie Studierende des Master-Studiengangs Soziale Arbeit zeigten in verschiedenen Workshops, wie Arlts Konzept einer "Fürsorgewissenschaft" heute weiterentwickelt wird. Dabei wurde deutlich, wie es an gesellschaftliche Veränderungen angepasst wird. Im Fokus standen aktuelle und geplante Forschungsprojekte in den drei Schwerpunkten des Ilse Arlt Instituts: Partizipation, Diversität und Demokratieentwicklung, Health und Social Care und Methoden- und Professionsentwicklung.
Soziale Arbeit im Spannungsfeld gesellschaftlicher Transformation
Die Workshops zeigten, wie stark sich Soziale Arbeit mit komplexen gesellschaftlichen Entwicklungen auseinandersetzen muss. Diskutiert wurden insbesondere die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung, Fragen sozialer Teilhabe sowie neue Anforderungen durch zunehmend vielschichtige Lebenslagen.
"Wichtig ist, dass Inklusion nicht bei Anpassungen im Bestehenden stehenbleibt und auf Zugang und Barrierenabbau reduziert wird, ohne Machtverhältnisse und Strukturen zu hinterfragen. Vielmehr muss es darum gehen, diese Strukturen zu verändern – und Teilhabe, Anerkennung und Umverteilung zusammenzudenken", so Michaela Moser.
Social Work Science Day
Der Social Work Science Day ist eine Online-Veranstaltung des Ilse Arlt Instituts für Soziale Inklusionsforschung des Department Soziales der USTP – University of Applied Sciences St. Pölten. Das Arlt Institut beschäftigt sich mit sozialarbeitswissenschaftlicher Forschung und Entwicklung zu den Schwerpunkten
* Partizipation, Diversität und Demokratieentwicklung * Health and Social Care * Methoden- und Professionsentwicklung
Mehr zum Social Work Science Day: https://swsd.ustp.at
Fotos: Fotos zum Social Work Science Day finden Sie unter: 20260511_SocialWorkScienceDay ( https://fhstp.sharepoint.com/:f:/s/BD/IgCb2ssY9srrQoloN1lOwxnSAWr9GmwYHv0hFSmh1Oomr30?e=pnKnJQ )
(Ende)
Aussender: USTP – University of Applied Sciences St. Pölten Ansprechpartner: Sandra Lagler Tel.: +43/676/847 228 288 E-Mail: sandra.lagler@ustp.at Website: www.ustp.at
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