Deutschland, Unwetter

Schulausfall im Norden - Warnung vor extremer Lage

08.01.2026 - 18:29:47

Starker Schneefall bringt das öffentliche Leben in Teilen Deutschlands durcheinander. Die Situation dĂŒrfte sich laut Wettervorhersage am Freitag verschĂ€rfen.

  • Die Schneefahrzeuge haben bei diesem Wetter viel zu tun.  - Foto: Uwe Anspach/dpa

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  • Viele Straßen sind kaum befahrbar. - Foto: David Hammersen/dpa

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  • In Niedersachsen bleiben die Schulen wegen des Wetters dicht.  - Foto: Lars Penning/dpa

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  • Auch der Fernverkehr könnte vom Wetter-Chaos betroffen sein. - Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa

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  • Im Norden können regional bis zu 20 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen.  - Foto: Christian Charisius/dpa

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Die Schneefahrzeuge haben bei diesem Wetter viel zu tun.  - Foto: Uwe Anspach/dpaViele Straßen sind kaum befahrbar. - Foto: David Hammersen/dpaIn Niedersachsen bleiben die Schulen wegen des Wetters dicht.  - Foto: Lars Penning/dpaAuch der Fernverkehr könnte vom Wetter-Chaos betroffen sein. - Foto: Bernd von Jutrczenka/dpaIm Norden können regional bis zu 20 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen.  - Foto: Christian Charisius/dpa

Wegen des Winterwetters bleiben die Schulen in ganz Niedersachsen und Teilen Schleswig-Holsteins am Freitag fĂŒr den regulĂ€ren Schulbetrieb geschlossen. WĂ€hrend es an einigen Schulen Distanzunterricht geben soll, fĂ€llt der Unterricht an anderen aus, wie aus einer Übersicht der Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen und Mitteilungen der Landkreise und StĂ€dte hervorgeht.

Grund ist meist, dass die Schulbusse nicht fahren. Bereits am Donnerstag blieben deshalb vor allem im Nordwesten viele Schulen zu. 

Einige Schulen, vor allem Berufsschulen, sollen Distanzunterricht anbieten. FĂŒr die JahrgĂ€nge bis zur zehnten Klasse mĂŒssen die Schulen zudem eine Notbetreuung anbieten. Einige Kreisverwaltungen erklĂ€rten, dass trotz eines pausenlosen Einsatzes der RĂ€umdienste die Schulbeförderung mit Bussen nicht sichergestellt werden könne – daher falle der PrĂ€senzunterricht aus.

In Schleswig-Holstein sind allgemein- und berufsbildende Schulen in vielen Kreisen betroffen. Dort soll es fĂŒr die Jahrgangsstufen eins bis sechs ebenfalls eine Notbetreuung geben. Die SchĂŒlerinnen und SchĂŒler können dort nach Ministeriumsangaben auf Aufgaben zurĂŒckgreifen, die ihnen LehrkrĂ€fte bereits im Rahmen des regulĂ€ren Unterrichts gegeben haben. Schulen könnten zudem ĂŒber ihr Lernmanagementsystem Unterrichtsmaterial bereitstellen.

KrÀftige SchneefÀlle in der Nacht

Ab der Nacht erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) «von SĂŒdwesten aufkommende, teils krĂ€ftige SchneefĂ€lle», die sich bis zur Elbe ausbreiten. Teils gebe es auch Schneeverwehungen. In der Mitte und im SĂŒden Deutschlands werde gefrierender Regen erwartet.

Bei stĂŒrmischem Ostwind sind Schneeverwehungen möglich, was zu grĂ¶ĂŸeren Behinderungen auf den Verkehrswegen fĂŒhren kann, warnte der Wetterdienst. Im SĂŒden und Westen Deutschlands soll der Schnee - bei ebenfalls stĂŒrmischem, aber aus sĂŒdwestlichen Richtungen wehendem Wind - bis FreitagfrĂŒh rasch in Regen ĂŒbergehen. Örtlich besteht dort dann Glatteisgefahr.

«Das wird schon eine extreme Lage», sagte ein Meteorologe des DWD in Potsdam zum Winterwetter am Freitag. In einem Streifen von der Nordsee bis in den Osten hinein können verbreitet um die 10 oder regional bis zu 20 Zentimeter Neuschnee zusammenkommen. FĂŒr die Region von Ostfriesland bis Hamburg sowie große Teile Schleswig-Holsteins hat der DWD aktuell eine Unwetterwarnung (Stufe drei von vier) ausgesprochen.

Viele Schulen bleiben zu

Wegen des erwarteten Sturmtiefs «Elli» bleiben am Freitag auch in den Stadtstaaten Hamburg und Bremen die Schulen geschlossen. Nach Angaben der zustÀndigen Behörden gibt es Notbetreuung und teilweise Distanzunterricht. Grund ist meist, dass die Schulbusse nicht fahren und eine sichere Anreise nicht gewÀhrleistet werden kann.

Schon am Donnerstag sind Schulen in der Region und auch auf den nordfriesischen Inseln Amrum und Föhr geschlossen geblieben. Auch andernorts stehen Schulschließungen in Raum, in Sachsen etwa sollen die Schulen selbst darĂŒber entscheiden.

Hamburgs BĂŒrgermeister Peter Tschentscher wandte sich an die Bevölkerung und mahnte zur Vorsicht. «Die SchneefĂ€lle der letzten Tage und die aktuelle Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes stellen fĂŒr unsere Stadt eine Ausnahmesituation dar», sagte der SPD-Politiker. «Vermeiden Sie unnötige Wege und aufschiebbare Termine. Stellen Sie sich auf die Witterungsbedingungen ein.»

Auch Autofahren wird zum Risiko

Autofahren kann bei diesen WetterverhĂ€ltnissen hochgefĂ€hrlich sein. Der DWD warnt vor vielerorts spiegelglatten Straßen. Mehrere Polizeistationen meldeten bereits eine grĂ¶ĂŸere Zahl an UnfĂ€llen und Verkehrsbehinderungen. Wegen des Winterwetters und vielerorts starkem Schneefall sind Streusalz und andere Taumittel in zahlreichen BaumĂ€rkten vorĂŒbergehend ausverkauft. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei großen Baumarktketten.

Auch die Politik ist betroffen

Inzwischen hat die Wetterlage sogar Auswirkungen auf die deutsche Politik: «Aufgrund der eindringlichen Wetterwarnungen und der damit verbundenen Gefahrenlage sowie den angekĂŒndigten Zug- und FlugausfĂ€llen, sehen wir uns leider gezwungen, unsere Jahresauftaktklausur am kommenden Freitag und Samstag abzusagen», teilte Isabelle Fischer, Sprecherin der CDU Deutschlands mit.

Behinderungen bei Bus und Bahn und FlughÀfen

Von diesem Donnerstag an werde es auch zu VerspĂ€tungen und ZugausfĂ€llen im Fernverkehr kommen, schrieb die Deutsche Bahn. «Bitte prĂŒfen Sie, ob Sie Ihre Reise verschieben können», hieß es. Auch Reisen auf dem Wasser sind betroffen: Einige FĂ€hren von und zu den Ostfriesischen Inseln werden am Freitag voraussichtlich nicht fahren.

In SaarbrĂŒcken und andernorts wurde der Busverkehr zwischenzeitlich eingeschrĂ€nkt. Am Frankfurter Flughafen kam es zu VerspĂ€tungen, weil Flugzeuge enteist werden mussten.

An der niedersĂ€chsischen NordseekĂŒste kommt der FĂ€hrverkehr weitgehend zum Stillstand. Mehrere Inseln sind am Freitag nicht per Schiff erreichbar - darunter Langeoog, Norderney und Wangerooge.

@ dpa.de

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