SchÀtzung: Zahl der Verkehrstoten 2024 nahezu unverÀndert
12.12.2024 - 08:51:48
Die Zahl der Verkehrstoten auf deutschen StraĂen bleibt in diesem Jahr voraussichtlich auf dem Niveau von 2023. So werden insgesamt rund 2.830 Menschen bei VerkehrsunfĂ€llen ums Leben kommen, wie aus SchĂ€tzungen des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden hervorgeht. Das sind im Schnitt acht Menschen pro Tag. Zum Vergleich: Im Jahr 2023 waren es insgesamt 2.839 Todesopfer.
Die Behörde berechnet die Daten auf Basis der bislang vorliegenden Daten fĂŒr den Zeitraum von Januar bis September. Der bisherige Tiefststand wurde im Corona-Jahr 2021 erreicht. Damals wurden 2.562 Verkehrstote gezĂ€hlt.Â
Voraussichtlich etwas mehr Verletzte
Und wie steht es um die Zahl der Verletzten? Laut den SchĂ€tzungen zeichnen sich dort auch keine allzu groĂen VerĂ€nderungen ab. FĂŒr dieses Jahr geht das Bundesamt von rund 370.000 Verletzten bei VerkehrsunfĂ€llen aus. Ein Jahr zuvor waren es 366.557.Â
Den Daten zufolge wird die Zahl der polizeilich erfassten UnfĂ€lle voraussichtlich bei rund 2,5 Millionen liegen, was ebenfalls in etwa dem Vorjahresniveau entspricht (2023: 2,52 Millionen UnfĂ€lle). «Dies gilt sowohl fĂŒr die Zahl der SachschadensunfĂ€lle mit rund 2,2 Millionen als auch fĂŒr UnfĂ€lle mit Personenschaden mit rund 290.000 UnfĂ€llen», erklĂ€rten die Statistiker.Â
Wie steht es um die «Vision Zero»?
Die Politik bekrĂ€ftigt immer wieder, mehr fĂŒr die Sicherheit im StraĂenverkehr tun zu wollen. So hatte sich schon die vergangene Bundesregierung zum Ziel gesetzt, bis 2030 die Zahl der Verkehrstoten um 40 Prozent zu reduzieren, zugleich soll es weniger Schwerverletzte bei UnfĂ€llen geben. Langfristig sollen vor dem Hintergrund der «Vision Zero» keine Menschen mehr im StraĂenverkehr getötet oder schwer verletzt werden.Â
Die aktuellen Zahlen seien «keine gute Nachricht», weil die Kilometerzahlen gegenĂŒber 2023 konstant geblieben sind und wir eigentlich eine Senkung der Verkehrstoten oder der Verletzten erwarten mĂŒssten, sagt Unfallforscher Siegfried Brockmann von der Björn Steiger Stiftung. «Wenn das nicht passiert, heiĂt das, dass unsere Anstrengungen da ins Leere laufen.»Â
Getötete FuĂgĂ€nger oftmals Senioren
Unter anderem mĂŒsse in der Stadtplanung mehr passieren, um etwa FuĂgĂ€nger oder Fahrradfahrer besser zu schĂŒtzen. Hier mĂŒsse man besonders die Seniorinnen und Senioren stĂ€rker in den Blick nehmen. Ihr Anteil ist unter den getöteten FuĂgĂ€ngern besonders hoch. Viele stĂŒrben beim Ăberqueren der StraĂe, deshalb brauche es mehr sogenannte Querungshilfen wie Ampeln, Zebrastreifen oder Mittelinseln.

