Stockholmer Schloss: Polizei schießt bei Einsatz auf Mann
Veröffentlicht am: 06.10.2026 um 20:28 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie schwedische Polizei hat am Dienstagabend während eines Einsatzes am Königlichen Schloss in Stockholm Schüsse abgegeben und einen Mann schwer, aber nicht lebensbedrohlich verletzt.
Einsatz gegen aggressiven Verdächtigen
Die Beamten waren nach eigenen Angaben wegen eines aggressiv auftretenden Verdächtigen gerufen worden, der eine bislang nicht näher spezifizierte Waffe bei sich gehabt haben soll. Im Verlauf des Einsatzes setzten die Polizisten ihre Dienstwaffen ein und trafen den Mann.
Der Verletzte wurde in ein Krankenhaus gebracht. Zu seinem Zustand teilte die Polizei mit, die Verletzungen seien schwer, aber nicht lebensbedrohlich.
Keine Gefahr für die Öffentlichkeit
Für die Öffentlichkeit bestehe keine Gefahr, erklärte die Polizei. Die Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar.
Schüsse am Lejonbacken
Der Einsatz ereignete sich am Lejonbacken, einem Außenbereich unmittelbar an der Nordseite des Königlichen Schlosses. Die Zeitung Aftonbladet berichtete von rund 20 Einsatzfahrzeugen vor Ort.
Das Schloss ist die Residenz des schwedischen Monarchen Carl XVI. Gustaf und zählt zu den bekanntesten sowie meistbesuchten Orten der Hauptstadt.
Symbolischer Ort im Zentrum Stockholms
Der Einsatz ereignete sich am Lejonbacken, einem öffentlich zugänglichen Außenbereich an der Nordseite des Königlichen Schlosses. Das Schloss ist nicht nur Residenz von Carl XVI. Gustaf, sondern auch ein zentraler Anlaufpunkt für Besucherinnen und Besucher der schwedischen Hauptstadt. Polizeischüsse an einem solchen Ort haben daher neben der unmittelbaren Sicherheitslage eine besondere öffentliche Wirkung.
Polizeilicher Schusswaffeneinsatz
Nach den Angaben der Polizei gingen die Beamten gegen einen aggressiv auftretenden Verdächtigen vor, der eine bislang nicht näher bezeichnete Waffe bei sich gehabt haben soll. Die Schüsse verletzten den Mann schwer, aber nicht lebensbedrohlich. Für die Öffentlichkeit bestand nach Polizeiangaben keine Gefahr.
Offene Fragen zum Ablauf
Für die weitere Bewertung sind vor allem die Art der Waffe, der genaue Ablauf des Einsatzes und der Anlass für das aggressive Verhalten entscheidend. Auch die Ermittlungen dazu, ob eine konkrete Bedrohung für andere Personen bestand und wie viele Beamte beteiligt waren, dürften den weiteren Verlauf bestimmen. Bis diese Details vorliegen, lässt sich der Vorfall vor allem als gezielter polizeilicher Einsatz mit Verletzten einordnen, nicht als allgemein bestätigte Gefahrenlage für Stockholm.
