Hurrikan Isaias, Stromausfälle USA

Hurrikan Isaias: Vier Tote und Hunderttausende ohne Strom in den USA

Veröffentlicht am: 11.10.2026 um 00:07 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Sturm «Isaias» hat im Süden der USA vier Menschen getötet und Hunderttausende ohne Strom zurückgelassen. Zugleich bereitet sich Mexiko auf den Hurrikan «Simon» vor, der an der Pazifikküste schwere Regenfälle und Überschwemmungen bringen kann.

  • «Isaias» hat Teile des Südens der USA verwüstet. - Bild: Gerald Herbert/AP/dpa
    «Isaias» hat Teile des Südens der USA verwüstet. - Bild: Gerald Herbert/AP/dpa
  • Sturm «Isaias» wütet über mehreren US-Bundesstaaten. - Bild: Uncredited/National Oceanic and Atmospheric Administration/AP/dpa
    Sturm «Isaias» wütet über mehreren US-Bundesstaaten. - Bild: Uncredited/National Oceanic and Atmospheric Administration/AP/dpa
«Isaias» hat Teile des Südens der USA verwüstet. - Bild: Gerald Herbert/AP/dpa Sturm «Isaias» wütet über mehreren US-Bundesstaaten. - Bild: Uncredited/National Oceanic and Atmospheric Administration/AP/dpa

Der Wirbelsturm «Isaias» hat in mehreren Bundesstaaten im Süden der USA vier Menschen getötet und Hunderttausende Anschlüsse von der Stromversorgung abgeschnitten.

Vier Todesopfer in Florida und Alabama

Allein in Florida seien nach Angaben von Gouverneur Ron DeSantis rund 430.000 Anschlüsse betroffen gewesen. Ein Mensch starb demnach, als ein Baum auf das Dach seines Hauses stürzte; ein weiteres Opfer wurde tot in einer Garage gefunden, in der ein Stromgenerator lief.

In Alabama meldete der Katastrophenschutz rund 200.000 Stromausfälle. Dort seien zudem zwei Menschen ums Leben gekommen.

Sturm schwächt sich nach Landgang ab

«Isaias» war am Freitag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 165 Kilometern pro Stunde in Florida auf Land getroffen. Der Sturm war zunächst als Hurrikan eingestuft worden, schwächte sich in der Nacht jedoch ab.

Nach Angaben des Wetterdienstes besteht weiterhin Lebensgefahr, unter anderem durch Überflutungen. Der Sturm überzieht weite Teile des Südostens der USA mit starkem Regen und extremem Wind.

Gefahr auch in weiteren Bundesstaaten

Betroffen sein können neben Florida und Alabama auch Georgia, Mississippi und Tennessee. Örtlich sind nach Angaben des National Hurricane Center Erdrutsche und Tornados möglich.

Mexiko erwartet Hurrikan «Simon»

In Mexiko bereiten sich die Menschen unterdessen auf das Eintreffen des Hurrikans «Simon» vor. Fabián Vázquez Romaña vom mexikanischen Wetterdienst rechnet an der Küste des Bundesstaates Jalisco am frühen Sonntag mit ersten Auswirkungen; der Wetterdienst habe die höchste Alarmstufe ausgerufen.

«Simon» wurde in die Kategorie vier eingestuft und erreichte im Zentrum Windgeschwindigkeiten von fast 300 Kilometern pro Stunde. Der Sturm befand sich demnach weniger als 200 Kilometer von der mexikanischen Küste entfernt.

Die Behörden erwarten Starkregen und Wellenhöhen von sechs bis acht Metern. In tief gelegenen Gebieten drohen Hochwasser, Überschwemmungen und Erdrutsche. Präsidentin Claudia Sheinbaum rief die Bevölkerung auf, an sicheren Orten zu bleiben und unnötige Wege zu vermeiden.

Gefährlich sind vor allem Wasser und Stromausfälle

Der Sturm trifft eine Region, in der Küstenüberflutungen und Starkregen die Gefahrenlage über den unmittelbaren Landgang hinaus verlängern können. Selbst wenn die Windgeschwindigkeit nachlässt, bleiben überflutete Straßen, beschädigte Gebäude und mögliche Erdrutsche Risiken für Rettungskräfte und Anwohner.

Die gemeldeten Ausfälle in Florida und Alabama zeigen zudem die Größe der betroffenen Infrastruktur. Stromunterbrechungen beeinträchtigen nicht nur Haushalte, sondern auch Wasserversorgung, Kommunikation, Verkehr und die Kühlung von Lebensmitteln und Medikamenten. Die Wiederherstellung kann in ländlichen Gebieten durch beschädigte Straßen und weitere Unwetter erschwert werden.

Zwei Sturmgebiete erhöhen den Vorsorgebedarf

In Mexiko richtet sich der Blick gleichzeitig auf die Pazifikküste. Bei erwarteten Wellen von sechs bis acht Metern sowie Starkregen steigt das Risiko besonders in tief gelegenen und an Hängen liegenden Gebieten. Überschwemmungen und Erdrutsche können dort auch Orte abseits der Küste erreichen.

Für die Bevölkerung bedeutet die Lage vor allem, amtliche Warnungen, Evakuierungsanweisungen und Hinweise zum Aufenthalt in Gebäuden zu beachten. Die parallelen Entwicklungen in den USA und Mexiko verdeutlichen, dass tropische Wirbelstürme ihre Wirkung nicht auf den Zeitpunkt des Landgangs beschränken: Entscheidend sind auch die nachfolgenden Regenfälle, die Dauer von Stromausfällen und die Erreichbarkeit betroffener Regionen.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

Berliner Zeitung: „Hurrikan Isaias trifft Florida – Hunderttausende ohne Strom“ (10.10.2026)

Der Bericht bestätige den Landgang im Nordwesten Floridas und hebe neben Regen und Stromausfällen auch abgedeckte Dächer, Flughafenschließungen sowie unterbrochene Öl- und Gasförderung hervor. Er ordne die Schäden damit stärker infrastrukturell und wirtschaftlich ein, während die dpa-Meldung die Todesfälle und die Ausbreitung der Gefahren in mehreren Bundesstaaten betone.

DER SPIEGEL: „USA: Hurrikan »Isaias« verstärkt sich – Evakuierungen an Golfküste“ (09.10.2026)

Der Artikel habe vor dem Landgang über die Verstärkung des Hurrikans, Evakuierungen und die Gefahren durch Sturmfluten berichtet. Für Mexiko habe er zusätzlich die erwartete Stärke von „Simon“ und möglichen Starkregen beschrieben; die spätere dpa-Meldung konzentriere sich auf die bereits eingetretenen Todesfälle und Stromausfälle in den USA.

Beide Berichte stimmten mit der dpa-Meldung bei der Gefahrenlage, den betroffenen US-Bundesstaaten und den Vorbereitungen in Mexiko überein. Unterschiede ergäben sich vor allem aus dem jeweiligen Zeitpunkt: Der frühere Bericht richte den Blick auf Vorsorge, der spätere auf konkrete Folgen.

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