SĂŒdtirol, Dolomiten

SĂŒdtirol: Deutscher Urlauber stĂŒrzt auf Dolomiten-Höhenweg 200 Meter in den Tod

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 18:33 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Ein 57 Jahre alter Deutscher ist beim Wandern im SĂŒdtiroler Altfasstal rund 200 Meter in die Tiefe gestĂŒrzt und gestorben. Seine Ehefrau musste das UnglĂŒck aus nĂ€chster NĂ€he mit ansehen und wird von der Notfallseelsorge betreut.

Beim Wandern in SĂŒdtirol kam ein 57 Jahre alter deutscher Urlauber ums Leben. (Archivbild) - Bild: -/Bergrettung Italien/dpa
Beim Wandern in SĂŒdtirol kam ein 57 Jahre alter deutscher Urlauber ums Leben. (Archivbild) - Bild: -/Bergrettung Italien/dpa

Ein 57 Jahre alter deutscher Urlauber ist beim Wandern im SĂŒdtiroler Altfasstal rund 200 Meter in die Tiefe gestĂŒrzt und ums Leben gekommen.

Tödlicher Absturz auf Höhenweg

Der Mann war nach Angaben der Bergrettung mit seiner etwa gleichaltrigen Ehefrau auf dem Dolomiten-Höhenweg 6 oberhalb der Gemeinde Meransen unterwegs. Auf etwa 2.300 Metern Höhe sei er aus ungeklĂ€rten GrĂŒnden ins Stolpern geraten und abgestĂŒrzt.

FĂŒr den Urlauber kam jede Hilfe zu spĂ€t. Andere Wanderer beobachteten den Unfall und alarmierten die RettungskrĂ€fte.

Ehefrau wird betreut

Die Ehefrau verfolgte das UnglĂŒck aus nĂ€chster NĂ€he. Sie wurde zu ihrer Unterkunft ins Tal gebracht und wird dort von der Notfallseelsorge betreut.

Bergung mit Hubschrauber

Der Tote wurde anschließend mit einem Hubschrauber ins Tal geflogen. Zur Herkunft des Mannes machten die Behörden zunĂ€chst keine Angaben.

SĂŒdtirol gehört zu den beliebtesten Wandergebieten der Alpen und wird seit Jahrzehnten von zahlreichen deutschen Urlaubern besucht. Auf dem betroffenen Wanderweg kam es in den vergangenen Jahren bereits mehrfach zu tödlichen UnfĂ€llen.

Wandern in hochalpinem GelÀnde

Der tödliche Unfall ereignete sich auf rund 2.300 Metern Höhe und damit in einem Bereich, in dem sich Wetter, Sicht und BodenverhĂ€ltnisse rasch verĂ€ndern können. Der Dolomiten-Höhenweg 6 fĂŒhrt durch alpines GelĂ€nde, in dem Trittsicherheit und passende AusrĂŒstung entscheidend sind. Auch erfahrene Wanderer können auf schmalen oder ausgesetzten Passagen das Gleichgewicht verlieren.

Besondere Belastung fĂŒr Angehörige

FĂŒr die Ehefrau wurde nach dem UnglĂŒck Notfallseelsorge organisiert. Diese Betreuung richtet sich an Menschen, die unmittelbar mit einem schweren Unfall oder Tod konfrontiert wurden. Neben der psychischen UnterstĂŒtzung mĂŒssen in solchen FĂ€llen auch RĂŒckreise, BehördengĂ€nge und die Identifizierung des Verstorbenen geregelt werden.

Bedeutung fĂŒr Urlauber

SĂŒdtirol zĂ€hlt zu den wichtigsten Wanderregionen im Alpenraum und zieht regelmĂ€ĂŸig auch deutsche Urlauber an. Der Unfall macht erneut sichtbar, dass beliebte Höhenwege keine gewöhnlichen Spazierwege sind. Eine realistische EinschĂ€tzung der eigenen Kondition, das Beachten von Wegmarkierungen und ein frĂŒhzeitiger Wettercheck können Risiken verringern. Bei einem Notfall ermöglicht der europaweit gĂŒltige Notruf 112 die Alarmierung der RettungskrĂ€fte.

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