VerdÀchtiger, Missbrauch

VerdÀchtiger nach Missbrauch von Kind in RumÀnien gefasst

16.08.2025 - 01:00:38

Tagelang suchen die Ermittler einen Mann, der ein kleines MĂ€dchen aus dem Erlebnisbad Rulantica gelockt haben soll. Sein Reisepass ist weg, die Ermittler vermuten ihn in RumĂ€nien – und finden ihn.

  • Die Polizei fahndet nach dem mutmaßlichen TĂ€ter. (Symbolbild) - Foto: Lino Mirgeler/dpa

    Lino Mirgeler/dpa

  • Der flĂŒchtige VerdĂ€chtige sei durch Aufnahmen von Überwachungskameras identifiziert worden, hieß es von der Polizei. (Archivbild)  - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

    Philipp von Ditfurth/dpa

Die Polizei fahndet nach dem mutmaßlichen TĂ€ter. (Symbolbild) - Foto: Lino Mirgeler/dpaDer flĂŒchtige VerdĂ€chtige sei durch Aufnahmen von Überwachungskameras identifiziert worden, hieß es von der Polizei. (Archivbild)  - Foto: Philipp von Ditfurth/dpa

Nach der Festnahme des VerdĂ€chtigen im Fall des mutmaßlichen Missbrauchs eines kleinen MĂ€dchens aus dem Erlebnisbad Rulantica in SĂŒdbaden ist noch unklar, wo der 31-JĂ€hrige aufgegriffen wurde. «Derzeit liegen keine nĂ€heren Details zu der Festnahme in RumĂ€nien vor», teilte die Polizei am Freitagabend mit. Nach dem RumĂ€nen war mit internationalem Haftbefehl gefahndet worden.

Ihm wird vorgeworfen, das sechs Jahre alte Kind am vergangenen Samstag aus dem Bad heraus in einen Wald gelockt und sexuell missbraucht zu haben. Das hilflose MĂ€dchen war fĂŒnf Kilometer entfernt vom Schwimmbad gefunden worden. 

Zusammenarbeit mit rumÀnischen Behörden

Erst Tage nach der mutmaßlichen Tat war die Polizei auf die Spur des Mannes gekommen. Das liege unter anderem an der Menge der Bilder, die erst nach und nach hĂ€tten ausgewertet werden können, hatte ein Polizeisprecher gesagt. Der VerdĂ€chtige, der nach Polizeiangaben in der Region wohnt und an dem Samstag das Bad besucht hatte, war nach der Tat durch Überwachungsvideos identifiziert worden. Der Europa-Park hatte diese als Betreiber zur VerfĂŒgung gestellt. 

In Zusammenarbeit mit den rumÀnischen Sicherheitsbehörden gelang den deutschen Behörden nun der Ermittlungserfolg. Gegen den Mann war ein Haftbefehl wegen Verdachts des sexuellen Missbrauchs eines Kindes erlassen worden. Er sei in den spÀten Abendstunden am Freitag festgenommen worden, teilte die Polizei mit. Wann er nach Deutschland ausgeliefert werden könnte, war zunÀchst unklar.

Keine Hinweise auf Vergewaltigung

Am Tattag hatte die SechsjĂ€hrige in dem Bad ihre Eltern aus den Augen verloren. Der Mann hatte dies offenbar bemerkt, das Kind laut Polizei angesprochen und ihm Hilfe angeboten. Dann habe er es in ein angrenzendes WĂ€ldchen gefĂŒhrt und es dort aufgefordert, sexuelle Handlungen an ihm vorzunehmen.

Auf eine Vergewaltigung gibt es laut den Ermittlern keine Hinweise. Auch sonst blieb das Kind weitgehend unverletzt. Nach der Tat habe der 31-JĂ€hrige sein Opfer alleine zurĂŒckgelassen, teilte die Polizei mit. Sie habe sich verĂ€ngstigt und nur mit Badeschlappen und Bikini bekleidet alleine und in der Dunkelheit durch den Wald gekĂ€mpft. WĂ€hrenddessen suchten die Eltern verzweifelt im Bad nach ihrem Kind. SpĂ€ter entdeckte ein Zeuge das hilflose Kind in Grafenhausen. 

Erst andere MĂ€nner im Visier der Ermittler

Bevor die Ermittler dem Festgenommenen auf die Spur kamen, hatten sie erst andere VerdÀchtige im Visier gehabt. Diese wurden spÀter ausgeschlossen. 

Ein unbeteiligter Zeuge, der ebenfalls auf dem Bildmaterial zu sehen gewesen war, hatte den Ermittlern schließlich den Hinweis auf die IdentitĂ€t des Mannes gegeben. «Von da an wussten wir, wer er ist», hatte ein Polizeisprecher gesagt. 

Bei einer Wohnungsdurchsuchung am spĂ€ten Dienstagabend fanden die Beamten KleidungsstĂŒcke, die der VerdĂ€chtige zum Tatzeitpunkt angehabt haben soll. Sein Reisepass war laut Polizei nicht auffindbar, die PĂ€sse anderer Familienangehöriger hingegen schon, weshalb er direkt im Anschluss mit einem internationalen Haftbefehl zur Fahndung ausgeschrieben wurde.

@ dpa.de