Erdbeben, Taiwan Tsunamiwarnung

Erdbeben vor Taiwan: Tsunamiwarnung und Verletzte

03.04.2024 - 04:15:34

Taiwan liegt in einem erdbebengefĂ€hrdeten Gebiet. Nun wurde die Insel erneut erschĂŒttert. Das Ereignis lĂ€sst Erinnerungen an ein schweres Beben vor fast 25 Jahren wach werden.

Bei dem schweren Erdbeben vor der OstkĂŒste Taiwans sind laut lokalen Medienberichten Menschen verletzt und HĂ€user schwer beschĂ€digt worden. Im nördlich gelegenen Neu-Taipeh stĂŒrzte ein Lagerhaus ein und verletzte dabei drei Menschen, wie mehrere Medien berichteten. Die taiwanischen und japanischen Behörden gaben nach den ErdstĂ¶ĂŸen am Mittwochmorgen (Ortszeit) Tsunamiwarnungen aus. Taiwans Wetterbehörde registrierte an der sĂŒdöstlichen KĂŒste der Insel Hualien in einer Tiefe von 15,5 Kilometern eine BebenstĂ€rke von 7,2. Die Erdbebenwarte in den USA (USGS) gab eine StĂ€rke von 7,4 in dem Gebiet an. 

Auch aus anderen Teilen des Landes wurden SchĂ€den gemeldet. Taiwans PrĂ€sidentin Tsai Ing-wen und Premier Chen Chien-jen wurden am Vormittag in der zentralen Notfall-Leitstelle in Neu-Taipeh, das die Hauptstadt Taipeh umgibt, erwartet. Taiwans wichtiger Halbleiter-Hersteller TSMC hielt die Produktion an, wie die Behörde des Industrieparks der Stadt Hsinchu mitteilte. Die Firma evakuierte laut Berichten Arbeiter wĂ€hrend des Bebens aus der Produktion. GegenwĂ€rtig ĂŒberprĂŒfe die Firma den Zustand der Maschinen.  

Der öffentliche Nahverkehr auf der Schiene wurden in mehreren großen StĂ€dten der Insel mit mehr als 23 Millionen Einwohnern eingestellt. Auch der Schnellzugverkehr wurde unterbrochen.

In Japan löste die ErschĂŒtterung vor Taiwan eine Warnung vor einem drei Meter hohen Tsunami fĂŒr nahegelegene Inseln der sĂŒdwestjapanischen PrĂ€fektur Okinawa aus. Die Bewohner der betroffenen Inseln wurden aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen. 

Zuletzt wurde Taiwan im September 1999 von einem Beben der StÀrke 7,3 getroffen. Damals kamen mehr als 2400 Menschen ums Leben. Taiwan liegt in einer erdbebengefÀhrdeten Zone auf der Grenze der eurasischen Platte und der philippinischen Meeresplatte.

@ dpa.de