Sicherung nach Einsturz der Fassade von historischer Börse
19.04.2024 - 05:13:16Nach dem plötzlichen Einsturz einiger AuĂenmauern der verbrannten HĂ€lfte der historischen Börse in Kopenhagen sind die EinsatzkrĂ€fte noch immer mit Sicherungsarbeiten beschĂ€ftigt. Trotz umfangreicher BemĂŒhungen fiel die Fassade am Donnerstagnachmittag auf der Seite der alten Börse zusammen, wo nur noch die AuĂenmauern ĂŒbrig geblieben waren. Unter anderem sollten Container zuvor die Ăberbleibsel des Brandes halten - doch vergeblich. Vor den Augen der Stadt gaben einige WĂ€nde des ikonischen Bauwerks nach. Verletzte oder Vermisste hatte es nach ersten Angaben der Feuerwehr keine gegeben. Auch das GerĂŒst, das wegen Restaurierungsarbeiten um das Mauerwerk stand, stĂŒrzte um.
Die Lage mĂŒsse neu bewertet werden, hieĂ es von den SicherheitskrĂ€ften zunĂ€chst. Der verbleibende Teil der AuĂenwand sei nach Angaben der Feuerwehr noch instabil. «Wir mĂŒssen uns neu orientieren, denn es gibt keinen Leitfaden fĂŒr diesen Fall», sagt Tim Ole Simonsen, ein Einsatzleiter der Feuerwehr. Die verbliebenen Teile wollten die EinsatzkrĂ€fte noch am Abend sichern. GroĂe Maschinen und KrĂ€ne werden das GerĂŒst an dem Teil der Börse entfernen, der eingestĂŒrzt ist.
Das GebĂ€ude, das vor 400 Jahren errichtet wurde, liegt auf der östlichen Spitze der Insel Slotsholmen am Holmens Kanal gegenĂŒber der DĂ€nischen Nationalbank und ist eine Touristenattraktion. Am Dienstag war dort ein zerstörerisches Feuer ausgebrochen. Die alte Börse, in der sich heute die dĂ€nische Handelskammer befindet, die auch EigentĂŒmerin des Bauwerks ist, beherbergt unter anderem eine groĂe Kunstsammlung. Als Börse im eigentlichen Sinne wird das GebĂ€ude schon lange nicht mehr genutzt. Mehrere StraĂen und die Umgebung um die historische Börse bleiben weiter weitrĂ€umig abgesperrt.


