Oktoberfest, Freefall-Tower

Tödlicher Oktoberfest-Unfall: Öffnet der Freefall-Tower wieder?

Veröffentlicht am: 22.09.2026 um 11:03 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Nach dem Tod eines 52-jĂ€hrigen Mitarbeiters an einem Freefall-Tower auf dem MĂŒnchner Oktoberfest ist offen, ob das FahrgeschĂ€ft wieder öffnen darf. Betreiberfamilie und Ermittler arbeiten an der KlĂ€rung des Unfalls.

  • Der tödliche Unfall ereignete sich am spĂ€ten Abend. - Bild: Felix Hörhager/dpa
    Der tödliche Unfall ereignete sich am spÀten Abend. - Bild: Felix Hörhager/dpa
  • Der Bereich rund um das FahrgeschĂ€ft wurde fĂŒr den großen Rettungseinsatz abgesperrt. - Bild: Felix Hörhager/dpa
    Der Bereich rund um das FahrgeschĂ€ft wurde fĂŒr den großen Rettungseinsatz abgesperrt. - Bild: Felix Hörhager/dpa
  • Wie es mit dem «Hangover» nun weitergeht, war zunĂ€chst unklar. - Bild: Sven Hoppe/dpa
    Wie es mit dem «Hangover» nun weitergeht, war zunÀchst unklar. - Bild: Sven Hoppe/dpa
Der tödliche Unfall ereignete sich am spĂ€ten Abend. - Bild: Felix Hörhager/dpa Der Bereich rund um das FahrgeschĂ€ft wurde fĂŒr den großen Rettungseinsatz abgesperrt. - Bild: Felix Hörhager/dpa Wie es mit dem «Hangover» nun weitergeht, war zunĂ€chst unklar. - Bild: Sven Hoppe/dpa

Nach dem tödlichen Unfall an einem Freefall-Tower auf dem MĂŒnchner Oktoberfest ist offen, ob das FahrgeschĂ€ft „Hangover“ wieder öffnen darf.

Betreiberfamilie geschockt

Ein 52-jĂ€hriger Mitarbeiter war am Montag nach dem Unfall an dem FahrgeschĂ€ft im Krankenhaus gestorben. Bei den Mitarbeitern sei die Betroffenheit groß, teilte Dirk Metz, Sprecher der Betreiberfamilie Schneider, mit: „Unser ganzes Team ist geschockt und entsetzt“.

Der Betreiber könne derzeit noch keine Angaben zum Unfall und zur Zukunft des „Hangover“ auf der Wiesn machen. Die Familie arbeite eng mit Polizei und Staatsanwaltschaft zusammen, um zu klĂ€ren, wie es zu dem fĂŒr sie einmaligen Vorfall kommen konnte und welche Konsequenzen daraus gegebenenfalls zu ziehen seien.

Ermittlungen zum Unfallhergang

Bei dem FahrgeschĂ€ft rauschen FahrgĂ€ste in einer Gondel aus großer Höhe nach unten. Der Mitarbeiter habe sich vermutlich in einem Bereich aufgehalten, in dem er nicht hĂ€tte sein dĂŒrfen, hieß es am Abend des Unfalls.

Er sei getroffen und möglicherweise eingequetscht worden. EinsatzkrÀfte hÀtten den lebensgefÀhrlich Verletzten noch reanimiert und in ein Krankenhaus gebracht, wo er spÀter starb.

Entscheidung ĂŒber Wiedereröffnung offen

Ob der Freefall-Tower weiter betrieben werden kann, hĂ€ngt damit auch von den Ermittlungen und den daraus folgenden PrĂŒfungen ab. Eine Entscheidung ĂŒber eine Wiedereröffnung liegt bislang nicht vor.

SicherheitsprĂŒfung im laufenden Festbetrieb

Der tödliche Unfall betrifft einen Mitarbeiter des FahrgeschĂ€fts, nicht die FahrgĂ€ste. Entscheidend fĂŒr die weitere Behandlung des „Hangover“ dĂŒrfte sein, welche Erkenntnisse Polizei, Staatsanwaltschaft und die zustĂ€ndigen technischen Stellen zu Unfallhergang, Zugangssicherung und BetriebsablĂ€ufen gewinnen.

Freefall-TĂŒrme verbinden hohe Fallgeschwindigkeit und große Höhen mit einem rĂ€umlich klar getrennten Sicherheitsbereich. Dieser Bereich muss wĂ€hrend des Betriebs frei bleiben. Ob menschliches Fehlverhalten, eine unzureichende Absicherung oder ein technischer beziehungsweise organisatorischer Mangel eine Rolle spielte, ist Gegenstand der Ermittlungen und kann erst nach deren Abschluss bewertet werden.

Bedeutung fĂŒr die Wiesn

Das Oktoberfest ist ein Großereignis mit Millionen Besuchern und einem aufwendigen Netz aus Polizei, Rettungsdienst, SanitĂ€tsstation und technischen PrĂŒfstellen. Der Vorfall erhöht den Druck, die Kontrolle der Attraktionen und die internen ArbeitsablĂ€ufe besonders genau zu ĂŒberprĂŒfen, ohne den Unfallhergang vorwegzunehmen.

FĂŒr Besucher bedeutet die Entscheidung ĂŒber eine mögliche Wiedereröffnung, dass nicht allein die technische FunktionsfĂ€higkeit der Gondel maßgeblich ist. Auch Absperrungen, Zugangskontrollen, Wartungsprotokolle und die Freigabe durch die zustĂ€ndigen Behörden dĂŒrften eine Rolle spielen. Bis dahin bleibt offen, ob und wann das FahrgeschĂ€ft wieder betrieben werden kann.

Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen

DER SPIEGEL: „Oktoberfest: Mitarbeiter stirbt bei Unfall mit Free-Fall-Turm“ (22.09.2026)

Der Bericht bestĂ€tige den Tod des 52-jĂ€hrigen Mitarbeiters nach dem Unfall und hebe hervor, dass FahrgĂ€ste nicht in Gefahr gewesen seien. ZusĂ€tzlich ordne er den Einsatz der Rettungs- und SicherheitskrĂ€fte beim großen Volksfest ein; die konkrete Ursache bleibe Gegenstand der Ermittlungen.

n-tv: „Oktoberfest-Mitarbeiter nach Unfall gestorben“ (22.09.2026)

Der Beitrag bestĂ€tige den Unfalltod und stelle ebenfalls heraus, dass der Mitarbeiter mutmaßlich in einen abgetrennten Bereich geraten sei. Anders als der Bericht des SPIEGEL richte n-tv den Schwerpunkt zusĂ€tzlich auf einen vorausgegangenen Zwischenfall mit einem anderen FahrgeschĂ€ft und die daraus folgenden PrĂŒfungen; offen bleibe auch hier die Ursache des tödlichen Unfalls.

Beide Berichte stimmten beim Todesfall, beim Ort des Geschehens und bei der fehlenden Gefahr fĂŒr FahrgĂ€ste ĂŒberein. Unterschiede gebe es vor allem bei der Einordnung des allgemeinen Wiesn-Sicherheitsgeschehens und bei der Auswahl ergĂ€nzender Informationen.

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