FĂŒnf Goldsucher in Laos-Höhle gerettet â Suche geht weiter
27.05.2026 - 13:13:30 | dpa.deJubel und Riesenfreude im Dschungel von Laos: Rettungsteams haben fĂŒnf der seit mehr als einer Woche in einer ĂŒberfluteten Höhle in Laos eingeschlossenen Goldsucher lebend gefunden. Die MĂ€nner seien in Sicherheit, teilten die laotische Rettungsorganisation Rescue Volunteer for People und die thailĂ€ndische Rettungseinheit MTK am Nachmittag (Ortszeit) ĂŒbereinstimmend mit.
Auf in sozialen Netzwerken verbreiteten Videos aus dem sĂŒdostasiatischen Land war zu sehen, wie sich Retter um den Hals fielen und Freudenschreie ausstieĂen, einige brachen vor Erleichterung in TrĂ€nen aus. Nach zwei weiteren Vermissten wird aber noch gesucht. Mehr Details zu der Rettung wurden zunĂ€chst nicht bekannt.
Jedoch teilten die laotischen Rettungsteams spĂ€ter mit, dass die gefundenen MĂ€nner noch in der Höhle seien. «Wir werden Lebensmittel und Medikamente schicken, um die fĂŒnf Personen zunĂ€chst zu behandeln», hieĂ es in einer Mitteilung auf Facebook. «Die Ăberlebenden sind Berichten zufolge hungrig und erschöpft, aber in stabilem Zustand», schrieb die Zeitung «Laotian Times».
Was war passiert?
Die sieben MĂ€nner waren seit dem 19. Mai in der Höhle im Bezirk Longchaeng eingeschlossen. Zusammen mit drei weiteren Dorfbewohnern suchten sie dort nach Gold, als die Höhle plötzlich nach starkem Regen geflutet wurde und teilweise einstĂŒrzte. Lange war völlig unklar, ob sie noch lebten. Drei der MĂ€nner hatten sich hingegen vor den Wassermassen in Sicherheit bringen können und die Behörden alarmiert.
Bereits zuvor hatte es geheiĂen, die Retter hĂ€tten sich bis auf weniger als 20 Meter an den vermuteten Aufenthaltsort der MĂ€nner vorgearbeitet. Dabei konnten sie sich oft nur kriechend in extrem engen GĂ€ngen vorarbeiten und mussten durch schmale Unterwasserpassagen tauchen.Â
Thailand unterstĂŒtzt die Mission
Die WasserstĂ€nde in der Höhle seien aber seit Dienstag deutlich gesunken, hatte das Nachrichtenportal «Thai Enquirer» den thailĂ€ndischen Einsatzkoordinator Kengkaj Bangkaowong zitiert. Jetzt schrieb er auf Facebook: «Um 16:30 Uhr (Ortszeit) haben wir unser Ziel erreicht. Wir haben fĂŒnf Personen gefunden. Wir suchen noch nach den beiden anderen.»
Die Regierung in Laos hatte Thailand um Hilfe gebeten â auch wegen der Erfahrung thailĂ€ndischer EinsatzkrĂ€fte bei der international beachteten Rettung einer JugendfuĂballmannschaft aus der Tham-Luang-Höhle im Jahr 2018.
Rettungsteams aus dem Nachbarland waren am Wochenende am UnglĂŒcksort in der nördlichen Provinz Xaisomboun eingetroffen. Das Gebiet ist durch schroffe Berge und dichten Dschungel geprĂ€gt und liegt etwa 130 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Vientiane. Auch der finnische Höhlentaucher Mikko Paasi und sein thailĂ€ndischer Kollege Norrased Palasing, die bereits an der spektakulĂ€ren Rettung in Tham Luang beteiligt waren, unterstĂŒtzen die Mission.Â
Die EinsatzkrĂ€fte hatten laut Kengkaj zuvor zusĂ€tzliche Sauerstoffflaschen und Sicherheitssysteme fĂŒr den Fall neuer Ăberschwemmungen installiert. Zudem versuchten Teams, mit BelĂŒftungsrohren die schlechte LuftqualitĂ€t in der Höhle zu verbessern. Parallel suchten weitere Retter auĂerhalb der Höhle nach alternativen ZugĂ€ngen ĂŒber senkrechte FelsschĂ€chte.
Erinnerung an Höhlendrama in Thailand
Die Rettungsaktion erinnerte viele an das Drama um die Tham-Luang-Höhle in Nordthailand vor acht Jahren. Damals waren zwölf junge FuĂballer und ihr Trainer nach starken RegenfĂ€llen mehr als zwei Wochen lang in der ĂŒberfluteten Höhle eingeschlossen - und wurden schlieĂlich von internationalen Höhlentauchern und SpezialkrĂ€ften befreit.
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