Laos, Thailand

FĂŒnf Goldsucher in Laos-Höhle gerettet – Suche geht weiter

27.05.2026 - 13:13:30 | dpa.de

TrĂ€nen, Umarmungen, pure Erleichterung: Nach ĂŒber einer Woche werden fĂŒnf Goldsucher lebend in einer gefluteten Höhle in Laos gefunden. Doch zwei MĂ€nner bleiben verschwunden.

  • Die Suche in der gefluteten Höhle war extrem schwierig. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
    Die Suche in der gefluteten Höhle war extrem schwierig. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
  • Die Arbeit der Retter ist sehr kompliziert und gefĂ€hrlich. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
    Die Arbeit der Retter ist sehr kompliziert und gefÀhrlich. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
  • Auch internationale Spezialisten, wie der finnische Rettungstaucher Mikko Paasi, beteiligen sich an der Rettungsmission.  - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
    Auch internationale Spezialisten, wie der finnische Rettungstaucher Mikko Paasi, beteiligen sich an der Rettungsmission. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
  • Der Zugang zu der Höhle ist extrem eng.  - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
    Der Zugang zu der Höhle ist extrem eng. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
  • Die Retter mĂŒssen durch schmale GĂ€nge kriechen.  - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
    Die Retter mĂŒssen durch schmale GĂ€nge kriechen. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
  • Tafeln erinnern an der Tham-Luang-Höhle in Thailand bis heute an die aufwendige Rettungsaktion von 2018. (Archivbild) - Foto: Carola Frentzen/dpa
    Tafeln erinnern an der Tham-Luang-Höhle in Thailand bis heute an die aufwendige Rettungsaktion von 2018. (Archivbild) - Foto: Carola Frentzen/dpa
  • Einer der Retter wĂ€hrend seines Einsatzes.  - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
    Einer der Retter wÀhrend seines Einsatzes. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa
Die Suche in der gefluteten Höhle war extrem schwierig. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa Die Arbeit der Retter ist sehr kompliziert und gefĂ€hrlich. - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa Auch internationale Spezialisten, wie der finnische Rettungstaucher Mikko Paasi, beteiligen sich an der Rettungsmission.  - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa Der Zugang zu der Höhle ist extrem eng.  - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa Die Retter mĂŒssen durch schmale GĂ€nge kriechen.  - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa Tafeln erinnern an der Tham-Luang-Höhle in Thailand bis heute an die aufwendige Rettungsaktion von 2018. (Archivbild) - Foto: Carola Frentzen/dpa Einer der Retter wĂ€hrend seines Einsatzes.  - Foto: Uncredited/Metta Tham Rescue Kalasin/AP/dpa

Jubel und Riesenfreude im Dschungel von Laos: Rettungsteams haben fĂŒnf der seit mehr als einer Woche in einer ĂŒberfluteten Höhle in Laos eingeschlossenen Goldsucher lebend gefunden. Die MĂ€nner seien in Sicherheit, teilten die laotische Rettungsorganisation Rescue Volunteer for People und die thailĂ€ndische Rettungseinheit MTK am Nachmittag (Ortszeit) ĂŒbereinstimmend mit.

Auf in sozialen Netzwerken verbreiteten Videos aus dem sĂŒdostasiatischen Land war zu sehen, wie sich Retter um den Hals fielen und Freudenschreie ausstießen, einige brachen vor Erleichterung in TrĂ€nen aus. Nach zwei weiteren Vermissten wird aber noch gesucht. Mehr Details zu der Rettung wurden zunĂ€chst nicht bekannt.

Jedoch teilten die laotischen Rettungsteams spĂ€ter mit, dass die gefundenen MĂ€nner noch in der Höhle seien. «Wir werden Lebensmittel und Medikamente schicken, um die fĂŒnf Personen zunĂ€chst zu behandeln», hieß es in einer Mitteilung auf Facebook. «Die Überlebenden sind Berichten zufolge hungrig und erschöpft, aber in stabilem Zustand», schrieb die Zeitung «Laotian Times».

Was war passiert?

Die sieben MĂ€nner waren seit dem 19. Mai in der Höhle im Bezirk Longchaeng eingeschlossen. Zusammen mit drei weiteren Dorfbewohnern suchten sie dort nach Gold, als die Höhle plötzlich nach starkem Regen geflutet wurde und teilweise einstĂŒrzte. Lange war völlig unklar, ob sie noch lebten. Drei der MĂ€nner hatten sich hingegen vor den Wassermassen in Sicherheit bringen können und die Behörden alarmiert.

Bereits zuvor hatte es geheißen, die Retter hĂ€tten sich bis auf weniger als 20 Meter an den vermuteten Aufenthaltsort der MĂ€nner vorgearbeitet. Dabei konnten sie sich oft nur kriechend in extrem engen GĂ€ngen vorarbeiten und mussten durch schmale Unterwasserpassagen tauchen. 

Thailand unterstĂŒtzt die Mission

Die WasserstĂ€nde in der Höhle seien aber seit Dienstag deutlich gesunken, hatte das Nachrichtenportal «Thai Enquirer» den thailĂ€ndischen Einsatzkoordinator Kengkaj Bangkaowong zitiert. Jetzt schrieb er auf Facebook: «Um 16:30 Uhr (Ortszeit) haben wir unser Ziel erreicht. Wir haben fĂŒnf Personen gefunden. Wir suchen noch nach den beiden anderen.»

Die Regierung in Laos hatte Thailand um Hilfe gebeten – auch wegen der Erfahrung thailĂ€ndischer EinsatzkrĂ€fte bei der international beachteten Rettung einer Jugendfußballmannschaft aus der Tham-Luang-Höhle im Jahr 2018.

Rettungsteams aus dem Nachbarland waren am Wochenende am UnglĂŒcksort in der nördlichen Provinz Xaisomboun eingetroffen. Das Gebiet ist durch schroffe Berge und dichten Dschungel geprĂ€gt und liegt etwa 130 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Vientiane. Auch der finnische Höhlentaucher Mikko Paasi und sein thailĂ€ndischer Kollege Norrased Palasing, die bereits an der spektakulĂ€ren Rettung in Tham Luang beteiligt waren, unterstĂŒtzen die Mission. 

Die EinsatzkrĂ€fte hatten laut Kengkaj zuvor zusĂ€tzliche Sauerstoffflaschen und Sicherheitssysteme fĂŒr den Fall neuer Überschwemmungen installiert. Zudem versuchten Teams, mit BelĂŒftungsrohren die schlechte LuftqualitĂ€t in der Höhle zu verbessern. Parallel suchten weitere Retter außerhalb der Höhle nach alternativen ZugĂ€ngen ĂŒber senkrechte FelsschĂ€chte.

Erinnerung an Höhlendrama in Thailand

Die Rettungsaktion erinnerte viele an das Drama um die Tham-Luang-Höhle in Nordthailand vor acht Jahren. Damals waren zwölf junge Fußballer und ihr Trainer nach starken RegenfĂ€llen mehr als zwei Wochen lang in der ĂŒberfluteten Höhle eingeschlossen - und wurden schließlich von internationalen Höhlentauchern und SpezialkrĂ€ften befreit.

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