Prozess, Totschlag

Prozess um Totschlag an deutschem Bauer in Holland gestartet

08.07.2024 - 20:11:17

Um eine angebliche Schuld einzutreiben, setzt ein GeschÀftsmann Kriminelle auf einen deutschen Landwirt in Holland an. Diese sollen den 53-JÀhrigen zu Tode gefoltert haben. Jetzt beginnt der Prozess.

Im niederlÀndischen Roermond hat der Prozess um den grausamen Totschlag an einem deutschen Biobauern in der Grenzregion begonnen. Drei ehemaligen amerikanischen Armeeangehörigen wird vorgeworfen, im Auftrag eines ebenfalls angeklagten GeschÀftsmanns aus der Schweiz den Landwirt im Grenzort Bergen unweit des niederrheinischen Kevelaer beim Versuch, angeblich geschuldete 450 000 Euro einzutreiben, getötet zu haben.

Dem aus dem Ruder gelaufenen Versuch, den 53-JÀhrigen im November 2019 massiv unter Druck zu setzen, gingen monatelange Vorbereitungen der aus den USA eingeflogenen Kriminellen voraus, berichtete der Sender Limburg 1 aus dem Gerichtssaal. Der Polizei gelang es spÀter, die Kommunikation der MÀnner mit Prepaid-Handys zu rekonstruieren.

Den Amerikanern, die sich offenbar öfter als skrupellose Geldeintreiber verdingten, war laut Anklage jeweils 50 000 Euro geboten worden, wenn sie den Deutschen zum Zahlen seiner angeblichen Schuld brĂ€chten. Am Tattag drangen die TĂ€ter laut Anklage frĂŒhmorgens in die Wohnung des Landwirts ein, fesselten und folterten diesen und stachen auf ihn ein, bis er starb.

Wie der Sender berichtete, muss das Gericht versuchen nachzuweisen, welcher der MĂ€nner tatsĂ€chlich fĂŒr den Tod des Deutschen verantwortlich ist, und wer nur an dessen Haus Wache schob. Die MĂ€nner gegen sich diesbezĂŒglich selber die Schuld. FĂŒr den Prozess sind zehn Verhandlungstage anberaumt.

@ dpa.de