Nach Einbruch in Tresorraum: Haftstrafen gegen vier MĂ€nner
18.07.2024 - 14:40:33Nach dem spektakulĂ€ren Einbruch in einen Tresorraum in Berlin-Charlottenburg mit Beute in Millionenhöhe sind vier MĂ€nner verurteilt worden. Das Landgericht der Hauptstadt verhĂ€ngte Haftstrafen zwischen dreieinhalb und acht Jahren. Die 26 bis 53 Jahre alten Angeklagten wurden unter anderem des Diebstahls mit Waffen, in einem Fall der Beihilfe dazu schuldig gesprochen. Ein fĂŒnfter Angeklagter wurde freigesprochen.Â
Mehrere der Angeklagten werden von der Staatsanwaltschaft dem Clan-Milieu zugerechnet. Zudem wurde der mitangeklagte damalige GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Tresoranlage verurteilt. Der 53-JĂ€hrige hatte gestanden und erhielt nun mit dreieinhalb Jahren Haft die niedrigste Strafe. Im Fall eines anderen Angeklagten wurde im Urteil die Einziehung von Wertersatz in Höhe von 17,6 Millionen Euro angeordnet.
Bei dem Einbruch am 19. November 2022 wurden laut Anklage 295 SchlieĂfĂ€cher aufgebrochen und Luxusuhren sowie Bargeld, Schmuck und Edelmetall gestohlen. AnschlieĂend legten die TĂ€ter Feuer, um Spuren zu vernichten. Der Verbleib der Beute in zweistelliger Millionenhöhe ist ungeklĂ€rt.
TĂ€ter hatten SchlĂŒssel und Zugangs-CodesÂ
Einige Angeklagte sollen den Einbruch geplant und im Hintergrund vorbereitet haben. Ein 28-jĂ€hriger Angeklagter sei schlieĂlich mit bislang unbekannten TĂ€tern eingebrochen. Dabei seien die TĂ€ter bestens ausgestattet gewesen, denn der damalige Chef der Tresoranlage habe ihnen zuvor Transponder, SchlĂŒssel und Zugangs-Codes ausgehĂ€ndigt und dafĂŒr gesorgt, dass die Alarmanlage auĂer Kraft gesetzt wird.
Die Staatsanwaltschaft hatte Haftstrafen zwischen dreieinhalb und neun Jahren beantragt. Die Verteidiger plÀdierten auf geringere Strafen, in einem Fall auf Freispruch. Der Begriff ClankriminalitÀt ist umstritten, weil er nach Ansicht von Kritikern Menschen mit Migrationshintergrund alleine aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit und Herkunft stigmatisiert und diskriminiert.
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