Bagger, Toppenstedt

Junge und Mann sterben bei Unfall mit Radlader

25.06.2023 - 04:44:14

VĂ€ter campen mit ihren Kindern in einem kleinen Ort sĂŒdlich von Hamburg - doch das gemeinsame Abenteuer endet mit einem tödlichen Unfall. Die Polizei geht von einem fatalen technischen Defekt als Ursache aus.

  • Bei einem Unfall wĂ€hrend einer Ausflugsfahrt mit einem Bagger im Landkreis Harburg sind ein Kind und ein Erwachsener gestorben. - Foto: Christiane Bosch/dpa

    Christiane Bosch/dpa

  • Fahrzeuge von Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz stehen an einer Wiese. - Foto: Christiane Bosch/dpa

    Christiane Bosch/dpa

  • Polizisten arbeiten an der Unfallstelle, die sich hinter dem Feuerwehrfahrzeug befindet. - Foto: Philipp Schulze/dpa

    Philipp Schulze/dpa

Bei einem Unfall wÀhrend einer Ausflugsfahrt mit einem Bagger im Landkreis Harburg sind ein Kind und ein Erwachsener gestorben. - Foto: Christiane Bosch/dpaFahrzeuge von Feuerwehr und Deutsches Rotes Kreuz stehen an einer Wiese. - Foto: Christiane Bosch/dpaPolizisten arbeiten an der Unfallstelle, die sich hinter dem Feuerwehrfahrzeug befindet. - Foto: Philipp Schulze/dpa

Bei einer Ausfahrt mit einem Radlader sind im niedersĂ€chsischen Toppenstedt sĂŒdlich von Hamburg ein kleiner Junge und ein erwachsener Mann tödlich verunglĂŒckt. Zehn weitere Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren wurden am frĂŒhen Samstagabend verletzt, einige von ihnen schwer, wie ein Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur sagte.

Bei dem erwachsenen Opfer handelt es sich um einen 39 Jahre alten Mann, das getötete Kind war nach Angaben eines Notfallseelsorgers fĂŒnf Jahre alt. Laut Feuerwehr waren sie nicht miteinander verwandt.

Vier Kinder mit Hubschraubern ins Krankenhaus geflogen

Vier der verletzten Kinder mussten mit Hubschraubern ins Krankenhaus geflogen worden. Zum aktuellen gesundheitlichen Zustand der Schwerverletzten machten Polizei und Feuerwehr in der Nacht keine Angaben.

Das Zeltlager war von VĂ€tern als gemeinsame AktivitĂ€t mit ihren Kindern privat organisiert worden. Dabei sei eine Gruppe «zur Belustigung» mit dem Radlader ĂŒber einen Feldweg gefahren worden, sagte der Feuerwehrsprecher.

Die spÀteren Opfer befanden sich in einem Gitterkorb, der mithilfe des Ladearms in die Höhe gefahren wurde - und dann, laut Polizei vermutlich wegen eines gerissenen Hydraulikschlauchs, plötzlich aus etwa drei Metern Höhe in die Tiefe sackte. Einige Insassen seien dabei vermutlich von dem Metallkorb getroffen worden.

Bagger fĂŒr Untersuchungen beschlagnahmt

Die Polizei beschlagnahmte den Radlader nach dem Unfall fĂŒr Untersuchungen. Der 44 Jahre alte Fahrer, ebenfalls Teilnehmer des Zeltlagers, sei zu einer Polizeidienststelle mitgenommen worden. Gegen ihn werde wegen fahrlĂ€ssiger Tötung ermittelt. Zudem sei «routinemĂ€ĂŸig» untersucht worden, ob er Alkohol oder Drogen im Blut hatte.

Der Einsatz sei fĂŒr die RettungskrĂ€fte einer der schwierigsten ĂŒberhaupt gewesen, sagte der Notfallseelsorger. Wenn Kinder zu Schaden kommen, sei dies emotional generell immer sehr belastend fĂŒr die EinsatzkrĂ€fte - viele von ihnen seien auch selbst Eltern. «Es zehrt sehr, was man erlebt», sagte der Seelsorger. Insgesamt waren rund 80 Feuerwehrleute, 60 RettungskrĂ€fte und 30 Polizisten bis in die Nacht im Einsatz.

Wie viele Teilnehmer in dem Zeltlager dabei waren, blieb zunĂ€chst unklar. Toppenstedt hat gut 2000 Einwohner und liegt rund 35 Kilometer sĂŒdlich von Hamburg.

@ dpa.de