Glatter Morgen - Schnee und Eis bremsen Autos und Bahnen
26.01.2026 - 08:15:29Starker Schneefall und Eisregen haben am Morgen in weiten Teilen Deutschlands den Berufsverkehr behindert. Regional hĂ€uften sich UnfĂ€lle auf den StraĂen, etwa in Teilen Sachsens, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Meistens blieb es bei BlechschĂ€den. Zeitweise war es auch fĂŒr FuĂgĂ€nger und Radfahrer gefĂ€hrlich glatt, weil sich Regen auf gefrorenen Böden in Eis verwandelte.Â
Bei der Deutschen Bahn ist im Fernverkehr mit VerspĂ€tungen und ZugausfĂ€llen zu rechnen, wie das Unternehmen am Morgen mitteilte. Dies gelte fĂŒr den gesamten SĂŒden Deutschlands sowie die Verbindungen von und nach Berlin, Hamburg und Hannover.
Oberleitungen vereist - kein Tramverkehr
In Berlin musste der StraĂenbahnverkehr wegen vereister Oberleitungen eingestellt werden. Die gestreuten HauptstraĂen waren hingegen problemlos befahrbar. Auch andernorts war der öffentliche Nahverkehr eingeschrĂ€nkt oder wurde vorĂŒbergehend eingestellt.
Den SĂŒdwesten Deutschlands hatte die Schneefront bereits am Sonntagabend erreicht. Dort fielen bis zu 25 Zentimeter Neuschnee. In Stuttgart wurden am Abend rund 70 UnfĂ€lle auf glatten StraĂen gezĂ€hlt, in der Region Ulm mehr als 50. Schwere UnfĂ€lle waren nicht dabei.
Regional noch UnwetterwarnungenÂ
Am Morgen galten noch fĂŒr Teile Mecklenburg-Vorpommerns und Brandenburgs Unwetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wegen der Gefahr von Glatteis. FĂŒr Teile des nördlichen Bayerns galten noch Unwetterwarnungen wegen Schneefalls, wie aus dem Internetauftritt des DWD hervorging.Â
Bei Weinsberg in Baden-WĂŒrttemberg blieben in der Nacht auf einer Verbindungsstrecke von zwei Autobahnen 15 bis 20 Autos und Lastwagen im Schnee stecken, wie die Polizei in Heilbronn mitteilte. Bei Bad Hersfeld in Hessen blockierten Lastwagen Fahrspuren, «weil die Fahrer meinten, bei dem Schnee noch ĂŒberholen zu mĂŒssen», wie ein Sprecher des PolizeiprĂ€sidiums Fulda sagte. In mehreren Landkreisen Niedersachsens wurde der Schulunterricht wegen der gefĂ€hrlichen Anfahrtswege abgesagt.
Auto rutscht in Vorgarten einer Kirche
Mit steigenden Temperaturen ĂŒber den Gefrierpunkt entspannte sich die Lage regional wieder. So hob der Deutsche Wetterdienst die Glatteiswarnung fĂŒr Sachsen auf. Zuvor gab es im Vogtland und im Raum Leipzig mehrere UnfĂ€lle als Folge der GlĂ€tte.
Bei NĂŒrnberg geriet ein Mann mit seinem Auto auf schneeglatter Fahrbahn ins Rutschen und landete im Vorgarten einer Kirche. Der Wagen kam in Happurg von der abschĂŒssigen StraĂe ab, fuhr auf das GelĂ€nde der Kirche und stieĂ gegen eine Treppe am GebĂ€ude. RettungskrĂ€fte brachten den 34-JĂ€hrigen leicht verletzt ins Krankenhaus.
Die Wetteraussichten
Entspannung ist erst einmal nicht in Sicht. Der Wetterdienst erwartet im Tagesverlauf in vielen Teilen Deutschlands weitere SchneefĂ€lle, die allmĂ€hlich nachlassen. Mit den gröĂten Schneemengen sei von Osthessen bis nach Oberfranken zu rechnen, örtlich bis zu 15 Zentimeter. Abseits der KĂŒsten bleibt es frostig bei 0 bis minus 5 Grad.









