Deutschland, Internet

16- bis 18-JĂ€hrige wollen kein Handyverbot an Schulen

Veröffentlicht am: 04.02.2026 um 05:44 Uhr | dpa.de

Viele LĂ€nder wollen die Nutzung von Social-Media und Handys fĂŒr Kinder und Jugendliche einschrĂ€nken. Auch hierzulande werden immer wieder Forderungen laut. Wie sehen es die Betroffenen selbst?

16- bis 18-JĂ€hrige sprechen sich gegen ein Handyverbot an Schulen aus (Archivbild). - Bild: Roland Weihrauch/dpa
16- bis 18-JĂ€hrige sprechen sich gegen ein Handyverbot an Schulen aus (Archivbild). - Bild: Roland Weihrauch/dpa

Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 16 und 18 Jahren sprechen sich einer Umfrage zufolge mehrheitlich gegen ein Handyverbot an Schulen aus. 56 Prozent halten einen solchen Schritt fĂŒr falsch, wĂ€hrend sich 37 Prozent dafĂŒr aussprechen, wie aus der Jugend-Digitalstudie der Postbank hervorgeht. Gegen ein Verbot spricht den Befragten zufolge eine schnellere Kommunikation mit Familie und Freunden. Zudem sagen viele, ein Verbot sei schwer umzusetzen und zu kontrollieren.

Unter den FĂŒrsprechern eines Verbots ĂŒberwiegt das Argument, es vermeide Ablenkung im Unterricht und fördere die Konzentration. Zudem spielt fĂŒr rund die HĂ€lfte von ihnen der Stress durch stĂ€ndige Erreichbarkeit eine Rolle.

Die Umfrageergebnisse kommen in einer Zeit, in der die Smartphone- und Social-Media-Nutzung von Kindern und Jugendlichen stĂ€rker in den Fokus rĂŒckt. Ende des Jahres hatte Australien als erstes Land der Erde Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren verboten, eigene Social-Media-Konten zu nutzen. Ähnliche Vorhaben brachten auch die Gesetzgeber in Frankreich und Großbritannien auf den Weg.

Weniger Zeit online - aber immer noch ĂŒber neun Stunden pro Tag

Derweil zeigen die Ergebnisse auch, dass die 16- bis 18-JĂ€hrigen in Deutschland weniger Zeit online verbringen. Pro Woche waren es im vergangenen Jahr 65,5 Stunden und damit sechs Stunden weniger als ein Jahr zuvor. Pro Tag sind das allerdings immer noch ĂŒber neun Stunden. Dazu gezĂ€hlt wurde die Internetnutzung auf allen EndgerĂ€ten: vom PC ĂŒber das Smartphone bis zur Spielekonsole.

FĂŒr die Erhebung der Postbank wurden im vergangenen September 1.000 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 16 bis 18 Jahren online befragt. Die Ergebnisse sind reprĂ€sentativ.

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