Hochwasserlage, Bayern

Hochwasserlage in Bayern vor dem Ende

12.06.2024 - 12:23:41

Vier Tote, ein Vermisster, SchĂ€den in Milliardenhöhe: Nach mehr als eineinhalb Wochen mit teils verheerenden Überflutungen soll die Hochwasserlage in Bayern zu Ende gehen. Das AufrĂ€umen geht weiter.

Nach mehr als eineinhalb Wochen nĂ€hert sich die Hochwasserlage in Bayern dem Ende. «SpĂ€testens am Donnerstag werden die letzten Donaupegel die Meldestufen verlassen», teilte der Hochwassernachrichtendienst (HND) des Freistaats mit. An der AltmĂŒhl und der Amper sowie am Starnberger See und Ammersee sei zwar noch mehrere Tage mit einem Überschreiten der niedrigsten Meldestufe eins zu rechnen. Da aber fĂŒr die kommenden Tage «keine relevanten NiederschlĂ€ge» erwartet wĂŒrden, sei davon auszugehen, dass die Hochwasserlage zu Ende gehe.

Mit dem schwĂ€bischen Landkreis Donau-Ries hob am Mittwoch auch die letzte bayerische Kommune den Katastrophenfall auf. In vielen von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten liefen nach wie vor AufrĂ€umarbeiten, Keller wurden ausgepumpt und SchĂ€den geprĂŒft. Die Zahl der bekannten Todesopfer in Bayern lag am Mittwoch weiter bei vier, ein 22 Jahre alter Feuerwehrmann galt nach wie vor als vermisst. 

SchÀden von rund zwei Milliarden Euro

Nach Angaben des bayerischen Innenministeriums waren wegen des Hochwassers in Bayern seit Beginn der Katastrophe rund 84.000 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Etwa 7000 Evakuierungen seien wegen der Überflutungen nötig gewesen. Die deutschen Versicherer rechneten laut einer vorlĂ€ufigen Prognose zufolge mit versicherten SchĂ€den von etwa zwei Milliarden Euro durch das Hochwasser in Bayern und Baden-WĂŒrttemberg. Der Gesamtschaden durch die Fluten im Freistaat lĂ€sst sich bisher nicht beziffern.

@ dpa.de