Viertes Todesopfer bei verheerenden WaldbrÀnden in Spanien
Veröffentlicht am: 18.08.2025 um 11:16 Uhr | dpa, AD HOC NEWSBei den schweren Wald- und VegetationsbrĂ€nden im Norden und Westen Spaniens gibt es ein viertes Todesopfer. Ein Feuerwehrmann kam ums Leben, als das Löschfahrzeug, in dem er in der Provinz LeĂłn unterwegs war, in der Nacht eine Böschung hinunterstĂŒrzte. Die Ursache des Unfalls ist bisher unbekannt, wie die Nachrichtenagentur Europa Press und weitere Medien unter Berufung auf den regionalen Notfalldienst berichteten. Zuvor waren bereits drei MĂ€nner - darunter zwei freiwillige Helfer - ihren schweren Verbrennungen erlegen.
Derzeit gebe es 23 gröĂere BrĂ€nde, die sich in Einsatzstufe zwei befinden, erklĂ€rte die Generaldirektorin des Zivilschutzes, Virginia Barcones, am im staatlichen TV-Sender RTVE. Ăber diese höchste regionale Einsatzstufe hinaus könnte nur noch die Ausrufung des nationalen Notstandes durch die Zentralregierung erfolgen - was aber nicht erwogen wird.
Eine FlÀche doppelt so groà wie der Bodensee
Die seit rund zwei Wochen anhaltende Serie von BrĂ€nden zerstörte nach amtlichen Angaben bereits mindestens 1150 Quadratkilometer - eine FlĂ€che mehr als doppelt so groĂ wie der Bodensee. Bisher wurden vor allem dĂŒnn besiedelte Gebiete in Mitleidenschaft gezogen. Trotzdem mussten bereits Tausende Menschen aus ihren HĂ€usern geholt werden. Die Feuer zerstörten unter anderem auch Teile von Naturschutzgebieten.
Am Montag waren in den sogenannten Autonomen Gemeinschaften Kastilien und LeĂłn, Galicien, Asturien und Extremadura insgesamt 15 vorwiegend kleinere LandstraĂen gesperrt. Der Hochgeschwindigkeitszugverkehr zwischen Madrid und Galicien blieb am fĂŒnften Tag in Folge eingestellt.
Hilfe aus Deutschland
EinsatzkrĂ€fte der Feuerwehr, der militĂ€rischen Nothilfeeinheit UME, von Zivilschutz und Polizei sowie unzĂ€hlige freiwillige Helfer bekĂ€mpfen unermĂŒdlich die Flammen. Ein Hilfskonvoi aus Bonn mit 67 Feuerwehrleuten und mehr als 20 Fahrzeugen will die spanischen EinsatzkrĂ€fte diese Woche bei den Löscharbeiten unterstĂŒtzen.
Die andauernde Trockenheit, zum Teil starke Winde, schwer zugĂ€ngliche Gebiete und eine langanhaltende Hitzewelle mit Temperaturen von ĂŒber 40 Grad erschweren die Arbeit der EinsatzkrĂ€fte. Laut der Wetterbehörde Aemet besteht fast im gesamten Land höchstes Brandrisiko. Bereits am Dienstag sollen aber die Temperaturen vielerorts wieder sinken.
Auch im Nachbarland Portugal brennt es seit Tagen. Dort kam ein Feuerwehrmann am Sonntag wĂ€hrend des Einsatzes bei einem Unfall ums Leben. Am Montag waren im beliebten Urlaubsland fĂŒnf gröĂere Feuer aktiv. Nach Angaben des Zivilschutzes wurden diese und kleinere BrĂ€nde insgesamt von mehr als 3.800 Feuerwehrleuten bekĂ€mpft. Betroffen sind vor allem dĂŒnn besiedelte Gebiete im Zentrum des Landes.
