Tödliches Feuer auf FÀhre in Sulawesi
21.07.2025 - 05:39:42In Indonesien hat sich zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen ein schweres BootsunglĂŒck ereignet: Bei einem gewaltigen Feuer auf einer FĂ€hre mit Hunderten Passagieren an Bord sind in der Provinz Nordsulawesi einer Mitteilung der Marine zufolge mindestens fĂŒnf Menschen ums Leben gekommen. Die örtliche Such- und Rettungsagentur (Basarnas) sprach am Morgen (Ortszeit) von drei Toten und zwei Vermissten.Â
Das UnglĂŒck ereignete sich am Sonntag aus noch ungeklĂ€rter Ursache. Auf im Internet verbreiteten Videos war zu sehen, wie Passagiere ins Meer sprangen, um dem Flammeninferno zu entkommen. Von der 67 Meter langen «KM Barcelona 5» stieg dichter Rauch auf.
Ăber die Anzahl der Passagiere gab es in Medienberichten unterschiedliche Angaben. Die Zeitung «Kompas» sprach von mehr als 570 Menschen an Bord, die Nachrichtenseite «Detik» bezifferte die Zahl auf 280. Jedoch konnten offenbar die meisten von ihnen von herbeigeeilten EinsatzkrĂ€ften und Fischerbooten gerettet werden.
Zu wenig Schwimmwesten
Das Feuer sei in der NĂ€he der Insel Talisei ausgebrochen, wĂ€hrend die FĂ€hre in der Sulawesisee unterwegs von den Talaud-Inseln in die Provinzhauptstadt Manado war, sagte ein Sprecher des Katastrophenschutzes. An Bord brach daraufhin Panik aus. Passagiere seien hysterisch weinend im Meer treibend gesichtet worden. Die Zahl der Schwimmwesten habe dabei offenbar nicht fĂŒr alle Menschen an Bord ausgereicht.
Immer neue UnglĂŒcke auf See
Erst in der vergangenen Woche hatten 18 SchiffbrĂŒchige nach dem Kentern ihres Bootes vor den Mentawai-Inseln in der Provinz Westsumatra wie durch ein Wunder ĂŒberlebt. Mehrere der Geretteten waren bis zu sechs Stunden im Meer geschwommen, um die nĂ€chstgelegene Insel zu erreichen. Anfang Juli war eine FĂ€hre mit 65 Passagieren und Besatzungsmitgliedern an Bord zwischen Java und Bali gesunken. Nur knapp die HĂ€lfte ĂŒberlebte. Viele Opfer werden bis heute im Meer vermisst.
Indonesien, ein Staat mit ĂŒber 17.000 Inseln, ist stark auf den FĂ€hr- und Bootsverkehr angewiesen. Aber immer wieder gibt es Bedenken hinsichtlich der Sicherheit auf See im gröĂten Inselstaat der Welt.


