Toter, EishöhlenunglĂŒck

Mindestens ein Toter bei EishöhlenunglĂŒck auf Island

26.08.2024 - 15:50:19

Vulkane und Gletscher - Island ist das Land von Feuer und Eis. Eine gefĂŒhrte Tour in der NĂ€he der beeindruckenden Gletscherlagune Jökulsarlon endet nun mit einem tragischen UnglĂŒck.

  • Eine Eishöhle am Vatnajökull. (Archivbild) - Foto: Insa Sanders/dpa

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  • Die Gegend ist bei Touristen beliebt. (Archivbild) - Foto: Steffen Trumpf/dpa

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  • Kleines Boot, mĂ€chtiges Eis: Touristen fahren auf der Gletscherlagune Jökulsarlon an einem Eisberg vorbei. (Archivbild) - Foto: Owen Humphreys/PA Wire/dpa

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  • Erst vor wenigen Tagen hat im SĂŒdwesten Islands abermals ein Vulkanausbruch begonnen. - Foto: Marco di Marco/AP/dpa

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  • Zwei Touristen werden nach dem Einsturz der Eishöhle weiter vermisst. - Foto: Vilhelm Gunnarsson/STOD2/AP/dpa

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Eine Eishöhle am Vatnajökull. (Archivbild) - Foto: Insa Sanders/dpaDie Gegend ist bei Touristen beliebt. (Archivbild) - Foto: Steffen Trumpf/dpaKleines Boot, mĂ€chtiges Eis: Touristen fahren auf der Gletscherlagune Jökulsarlon an einem Eisberg vorbei. (Archivbild) - Foto: Owen Humphreys/PA Wire/dpaErst vor wenigen Tagen hat im SĂŒdwesten Islands abermals ein Vulkanausbruch begonnen. - Foto: Marco di Marco/AP/dpaZwei Touristen werden nach dem Einsturz der Eishöhle weiter vermisst. - Foto: Vilhelm Gunnarsson/STOD2/AP/dpa

Erst kĂŒrzlich ein erneuter Vulkanausbruch, nun ein UnglĂŒck auf einem Gletscher: Islands einzigartige Natur hat abermals ihre dramatische wie gefĂ€hrliche Kraft bewiesen. Bei einem Einsturz einer Eishöhle in der NĂ€he der Gletscherlagune Jökulsarlon ist mindestens ein Tourist ums Leben gekommen.

Eine weitere Person sei schwer verletzt und per Hubschrauber in ein Krankenhaus in Reykjavik gebracht worden, befinde sich aber in einem stabilen Zustand, teilte die zustĂ€ndige islĂ€ndische Polizei auf Facebook mit. Zwei weitere Menschen, die voraussichtlich unter dem Eis eingeschlossen wurden, werden nach dem UnglĂŒck noch vermisst. Nach ihnen wird weiter intensiv gesucht.

Die Betroffenen gehörten zu einer aus 25 auslĂ€ndischen Touristen bestehenden Gruppe, die die Eishöhle auf der Gletscherzunge Breidamerkurjökull im SĂŒdosten von Island am Sonntag bei einer FĂŒhrung erkundet hatte. Die Touristen kamen nach Polizeiangaben aus verschiedenen LĂ€ndern. Ihre NationalitĂ€ten blieben aber vorerst unklar. 

Island mit seinen Gletschern und Geysiren, Vulkanen und WasserfÀllen ist unter anderem bei vielen Outdoor-Freunden aus Deutschland ein sehr beliebtes Reiseziel. Im vergangenen Jahr besuchten knapp 140.000 Deutsche die Nordatlantik-Insel. Insgesamt kamen rund 2,2 Millionen Menschen auf die Insel, die selbst nur weniger als 400.000 Einwohner hat.

Schauplatz fĂŒr James Bond und Tomb Raider

Neben den anderen Naturspektakeln zĂ€hlen gerade Wanderungen ĂŒber Gletscherzungen und durch Eishöhlen zu den beliebtesten Dingen, die Touristen auf Island unternehmen können. Auch Bootstouren auf dem Jökulsarlon sind eine spektakulĂ€re Erfahrung: Auf dem Wasser des Gletschersees treiben viele Meter hohe Eisberge, die vom Gletscher Vatnajökull und seinem AuslĂ€ufer Breidamerkurjökull abgebrochen sind. Die spektakulĂ€re Szenerie diente bereits als Schauplatz fĂŒr mehrere Filmproduktionen, darunter James-Bond- und Tomb-Raider-Filme. 

Der Vatnajökull gilt als grĂ¶ĂŸter Gletscher Europas außerhalb des Polargebietes. In der Region werden zahlreiche Wanderungen durch Eishöhlen angeboten.

So schön die Szenerie, so schwierig sind nach dem Eishöhleneinsturz die Sucharbeiten nach den beiden Vermissten: Wegen der gefĂ€hrlichen Bedingungen vor Ort und der Dunkelheit wurde die Suche in der Nacht unterbrochen, am frĂŒhen Morgen aber bereits mit voller Kraft wiederaufgenommen. Eine Drohnenaufnahme des islĂ€ndischen Rundfunksenders RÚV zeigte Dutzende ArbeitskrĂ€fte, die vor allem mit den HĂ€nden und Schaufeln in den mit schwarzem Sandgestein bedeckten Eismassen nach den Verschollenen suchten. Schwere Maschinen konnten sie dabei aufgrund des unwegsamen GelĂ€ndes nicht verwenden.

Feuer und Eis

Erst vor wenigen Tagen hatte sich Islands raue Natur von ihrer atemberaubenden Seite gezeigt: Auf der Reykjanes-Halbinsel nahe der Hauptstadt Reykjavik hatte Ende vergangener Woche der sechste Vulkanausbruch innerhalb von neun Monaten begonnen. Begleitet wurde das von zahlreichen Erdbeben.

Die Lava sprudelte anfĂ€nglich aus einem schĂ€tzungsweise fast vier Kilometer langen Erdriss, mittlerweile konzentriert sich die Eruption vor allem auf zwei Spalten im nördlichen Teil des Ausbruchsgebietes, ohne dass derzeit eine Gefahr fĂŒr Menschen oder den Fischerort GrindavĂ­k besteht. Bei einem vorherigen Ausbruch waren in GrindavĂ­k drei HĂ€user von den Lavamassen erfasst und zerstört worden.

Der Höhleneinsturz ereignete sich weit davon entfernt: Der betroffene Gletscher befindet sich etwa 300 Kilometer östlich vom Vulkangebiet.

@ dpa.de