Mehr als eine Million unterstĂŒtzen Petition fĂŒr Böllerverbot
05.01.2026 - 13:52:27 | dpa.de
Mehr als eine Million Menschen haben sich mit einer Petition fĂŒr ein bundesweites Böllerverbot ausgesprochen. Das von der Deutschen Umwelthilfe initiierte BĂŒndnis #böllerciao ĂŒbergab die Petition mit 1.035.809 Unterschriften sowie einen offenen Brief an das Bundesinnenministerium, wie die Deutsche Umwelthilfe mitteilte. In dem Brief wird unter anderem eine sofortige Ănderung der Sprengstoffverordnung durch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) gefordert, um ein bundesweites Verkaufs- und Anwendungsverbot von privater Pyrotechnik an Silvester zu erreichen.
DHU-BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrer JĂŒrgen Resch sagte: «Nach den Ereignissen und den vielen Toten und Verletzten zu diesem Silvesterfest steht Minister Dobrindt vor seinem persönlichen Debakel. Er hĂ€tte es in der Hand gehabt, viele der TodesfĂ€lle und der unzĂ€hligen verletzten Menschen und zerstörten Wohnungen und HĂ€user zu vermeiden.»
Auch die Gewerkschaft der Polizei Berlin hatte eine Petition mit dem Titel «Bundesweites Böllerverbot, jetzt!» gestartet. Im Dezember waren sich die Innenminister von Bund und LĂ€ndern bei einem Treffen in Bremen nicht einig ĂŒber ein Böllerverbot geworden.
Bvpk: Pauschale Bestrafung trifft die Falschen
Der Bundesverband fĂŒr Pyrotechnik und Kunstfeuerwerk (bvpk) sprach sich erneut gegen weitere EinschrĂ€nkungen des privaten Silvesterfeuerwerks aus. GeschĂ€ftsfĂŒhrer Christoph Kröpl sagte: «Wer Millionen friedlicher Feiernder pauschal bestraft, trifft die Falschen, spaltet die Gesellschaft und lenkt davon ab, worum es wirklich geht: illegales Feuerwerk, zweckentfremdete Pyrotechnik, oft unter starkem Alkoholeinfluss, und Eigenlaborate. Das sind Straftaten. DafĂŒr gibt es Gesetze, sie mĂŒssen konsequent durchgesetzt werden.»
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