Wald, Luft

Neuer Wald aus der Luft? Drohne wirft Baumsamen ab

16.02.2024 - 06:26:51

WĂ€lder sind gestresst, auch der Klimawandel setzt ihnen zu. In Brandenburg sollen neue BĂ€ume jetzt mithilfe einer Drohne wachsen.

  • Durch einen Brand geschĂ€digte Kiefern stehen im Landeswald Seddin. - Foto: Monika Skolimowska/dpa

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  • Eine Drohne trĂ€gt einen BehĂ€lter mit Saatgut, das als Pellets prĂ€pariert worden ist. - Foto: Patrick Pleul/dpa

    Patrick Pleul/dpa

Durch einen Brand geschÀdigte Kiefern stehen im Landeswald Seddin. - Foto: Monika Skolimowska/dpaEine Drohne trÀgt einen BehÀlter mit Saatgut, das als Pellets prÀpariert worden ist. - Foto: Patrick Pleul/dpa

Nach einem Waldbrand im brandenburgischen Beelitz im Sommer 2022 sollen dort mithilfe von Drohnen neue BĂ€ume wachsen. Die Samen sind im Landeswaldrevier Seddin per FluggerĂ€t aus der Luft ausgebracht worden. Mit dem Projekt geht Brandenburg neue Wege bei der Aufforstung und startet einen Versuch auf einer WaldflĂ€che, die ungefĂ€hr so groß ist wie fĂŒnf Fußballfelder.

Wegen der Belastung mit alten Kampfmitteln ist das herkömmliche Pflanzen junger BĂ€ume dort kaum möglich. Ob das Experiment per Drohne funktioniert und viele junge BĂ€umchen sprießen, wird sich erst nach Monaten bis Jahren zeigen.

Im Sommer 2022 hatten mehrere große WaldbrĂ€nde in Brandenburg gewĂŒtet. Allein bei Beelitz hatte sich ein Feuer auf mehr als 230 Hektar ausgebreitet. Übrig geblieben war eine stark verkohlte FlĂ€che. Jetzt soll sich der Wald regenerieren. Ziel des Umweltministeriums ist es, dass aus KiefernwĂ€ldern naturnahe MischwĂ€lder entstehen. Sie sollen widerstandsfĂ€higer werden gegen die Folgen des Klimawandels.

Zwölf Kilo Saatgut-Pellets fĂŒr einen Hektar Wald

Ein Berliner Start-up will die Wiederbewaldung aus der Luft voranbringen. FĂŒr die 3,5 Hektar große VersuchsflĂ€che im Forstrevier Seddin wurden leichte Samen der Baumarten Sandbirke, Eberesche, Douglasie und KĂŒstentanne ausgewĂ€hlt und als Pellets prĂ€pariert. In den BehĂ€lter unter der Flugdrohne passen zwölf Kilo Pellets, wie der GrĂŒnder und GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Firma, Ole Seidenberg, sagte. Laut Ministerium kann damit Saatgut fĂŒr einen Hektar Wald ausgebracht werden. Die genauen Flugrouten fĂŒr den Abwurf aus rund 10 bis 15 Metern Höhe wurden zuvor erkundet.

Mitspielen muss vor allem auch das Wetter - zu große Trockenheit und zu viel Regen könnten dem Saatgut schaden. Das Ministerium nennt auch den Wildverbiss als Risiko, denn Rehe und Hirsche fressen gerne die Triebe jĂŒnger BĂ€ume.

@ dpa.de