Nach tödlicher Messerattacke in Bankfiliale Suche nach Motiv
Veröffentlicht am: 24.07.2026 um 07:52 Uhr | dpa.deNach der tödlichen Messerattacke in einer Regensburger Bank versucht die Kriminalpolizei, die HintergrĂŒnde aufzuklĂ€ren. Bislang ist das Motiv des 20 Jahre alten VerdĂ€chtigen unklar. Details will sie gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft in einer Pressekonferenz am Nachmittag bekanntgeben. Am Morgen sagte ein Sprecher der Polizei, dass es derzeit keine neuen Informationen gebe.
Der 20-jĂ€hrige TatverdĂ€chtige, der rund drei Stunden nach dem Angriff in dem GebĂ€ude festgenommen wurde, soll zudem im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgefĂŒhrt werden. Gegen den Deutschen wird wegen eines Tötungsdelikts und eines RaubĂŒberfalls ermittelt, wie eine Sprecherin des Regensburger PolizeiprĂ€sidiums sagte.Â
Viele Details zu den AblĂ€ufen der blutigen Tat mit einem Toten waren auch Stunden spĂ€ter weiter unklar. Es dauere, den genauen Hergang zu verifizieren, erklĂ€rte die Polizeisprecherin. Auch die Vernehmungen nĂ€hmen Zeit in Anspruch.Â
Opfer starb im Krankenhaus
Am Donnerstagnachmittag war in der Bankfiliale im Regensburger Westen ein Mitarbeiter mit einem Messer niedergestochen und lebensgefÀhrlich verletzt worden. Eine ganze Weile hatten die EinsatzkrÀfte nur Sichtkontakt mit dem Opfer, bis es medizinisch erstversorgt und in eine Klinik gebracht werden konnte. Dort starb der Mann wenig spÀter.
Es handelt sich um eine Filiale der Hypovereinsbank (HVB). «Wir sind zutiefst bestĂŒrzt ĂŒber den Verlust eines unserer Kollegen infolge dieses tragischen Vorfalls», teilte die HBV nach der Tat mit.
Die SicherheitskrĂ€fte hatten zunĂ€chst eine Geiselnahme befĂŒrchtet. Die Zahl der im GebĂ€ude befindlichen Personen blieb lange unklar, ebenso das Motiv der Tat. Letztlich konnten die Beamten zwei Menschen unversehrt herausbringen. Danach fassten SpezialkrĂ€fte den TatverdĂ€chtigen in dem GebĂ€ude. Er habe keinen Widerstand geleistet und sei unverletzt geblieben, teilte die Polizei am Abend mit.
Keine Hinweise auf zweiten TĂ€ter
Im Anschluss suchten die EinsatzkrĂ€fte das GebĂ€ude ab, um dann der Spurensicherung das Feld zu ĂŒberlassen. Die Polizei ging rasch von einem EinzeltĂ€ter aus. «Hinweise auf einen zweiten TatverdĂ€chtigen liegen derzeit nicht vor», hieĂ es wiederholt.
