SchĂŒtze von Stade tot im GefĂ€ngnis - CDU fordert AufklĂ€rung
Veröffentlicht am: 21.07.2026 um 17:11 Uhr | dpa.de
Nach dem Tod des Mannes, der in Stade sechs Menschen erschossen haben soll, fordert die Opposition im niedersĂ€chsischen Landtag AufklĂ€rung. Der 45-JĂ€hrige starb in der Untersuchungshaft. «Die Justizministerin muss jetzt lĂŒckenlos darlegen, wann welche Hinweise auf eine mögliche SelbstgefĂ€hrdung vorlagen, wie diese bewertet wurden, welche SchutzmaĂnahmen angeordnet waren und ob sie tatsĂ€chlich eingehalten wurden», teilte Carina Hermann mit, die Parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrerin der CDU-Landtagsfraktion.Â
Der 45-JĂ€hrige soll Ende Juni in einer Mutter-Kind-Einrichtung sechs Menschen getötet haben. Ein Mitarbeiter der Justizvollzugsanstalt Bremervörde fand den VerdĂ€chtigen laut niedersĂ€chsischem Justizministerium am Dienstagmorgen tot in seiner Zelle. Die Ermittler gehen von Suizid aus, es gebe keinen Hinweis auf ein Verbrechen.Â
«Dass der Beschuldigte nun tot in seiner Zelle aufgefunden wurde, nimmt den Angehörigen auch die Möglichkeit, die vollstĂ€ndige strafgerichtliche Aufarbeitung der Tat zu erleben», kritisiert Hermann.Â
Die CDU-Fraktion wirft Niedersachsens Justizministerin Kathrin Wahlmann eine «Serie schwerwiegender Pannen» vor. Zuletzt stand die SPD-Politikerin nach einer zwischenzeitlichen Flucht eines verurteilten Mörders aus dem GefĂ€ngnis in der Kritik. AuĂerdem bemĂ€ngelt die Opposition, dass wichtige FĂŒhrungspositionen im Ministerium nicht besetzt seien. «Diese HĂ€ufung von Pannen und nicht erklĂ€rbaren VorgĂ€ngen ist der Ăffentlichkeit nicht lĂ€nger zu vermitteln», teilte Hermann mit.
