Hunderte EinsÀtze nach Gewittern und heftigen RegenfÀllen
03.05.2024 - 12:07:34Auf sommerliches Wetter folgten Unwetter: In Teilen Deutschlands haben Gewitter und Starkregen SchĂ€den angerichtet. Betroffen waren vor allem der SĂŒden und Westen. Feuerwehren rĂŒckten zu Hunderten EinsĂ€tzen aus. In Bayern starb ein Mann, als er einen elektrischen Schlag bekam.
In der Nacht entspannte sich die Lage. Vielerorts wurden StraĂen ĂŒberflutet, das Erdgeschoss eines Altenheims musste evakuiert werden, an FlughĂ€fen und im Bahnverkehr kam es zu Behinderungen. Betroffen war auch das Ahrtal in Rheinland-Pfalz, das 2021 von einer Flutkatastrophe mit vielen Toten heimgesucht wurde. Diesmal lief das Unwetter weitaus glimpflicher ab.
Ein Ăberblick zur Lage in den BundeslĂ€ndern
Bayern: Einen tragischen Zwischenfall gab es am Donnerstagabend im unterfrĂ€nkischen Hausen bei WĂŒrzburg. Ein Mann sei wohl wegen der Ăberflutung in den Keller gegangen und habe dann einen elektrischen Schlag erlitten, sagte ein Feuerwehrsprecher. Woher die elektrische Ladung kam, ist bislang nicht bekannt. Insgesamt musste die Feuerwehr am Donnerstagabend in Nordbayern zu zahlreichen EinsĂ€tzen ausrĂŒcken, allein im Landkreis Aschaffenburg lösten die Unwetter mit Starkregen mehr als 200 FeuerwehreinsĂ€tze aus.
Baden-WĂŒrttemberg: Dort traten am Donnerstag BĂ€che ĂŒber die Ufer und ĂŒberfluteten StraĂen. Besonders hart traf es Bisingen sĂŒdwestlich von TĂŒbingen, wo laut Polizei Keller und StraĂen unter Wasser standen. Das Rote Kreuz sprach von 60 Einsatzorten in der Region, auch ein Polizeihubschrauber wurde zur UnterstĂŒtzung gerufen. In der Landeshauptstadt Stuttgart fĂŒhrten BlitzeinschlĂ€ge zu mehreren FeuerwehreinsĂ€tzen. Im Raum Sigmaringen wurde ein Stellwerk der Bahn durch Blitzschlag lahmgelegt, weshalb am frĂŒhen Abend keine Zugfahrten in der Region möglich waren - es kam zu VerspĂ€tungen und AusfĂ€llen.
Rheinland-Pfalz: Rund 300 HilfseinsĂ€tze gab es im 2021 von der Flutkatastrophe getroffenen Kreis Ahrweiler. Verletzt wurde diesmal niemand, wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte. Es blieb demnach bei vollgelaufenen Kellern und ĂŒberfluteten StraĂen. Ein Ă€hnliches Bild gab es in Trier. Das PolizeiprĂ€sidium Koblenz berichtete von umgestĂŒrzten BĂ€umen.
Hessen: Dort gingen ebenfalls krĂ€ftige Schauer nieder, begleitet von Blitz und Donner. In Frankfurt sorgte der Starkregen nach Angaben der Feuerwehr dafĂŒr, dass im Bethanien-Krankenhaus Wasser aus der Kanalisation eindrang und auch den Intensivbereich der Klinik erreichte. «Wir konnten den Schaden aber relativ schnell eingrenzen und die Ausbreitung verhindern», sagte Feuerwehrsprecher Thorben Schemmel. Die Patientenversorgung sei nicht in Gefahr. Die Feuerwehr saugte das Wasser am frĂŒhen Abend mit SpezialgerĂ€ten ab.
Am Flughafen Frankfurt wurden wĂ€hrend des Gewitters keine Maschinen be- oder entladen, um das Personal zu schĂŒtzen, wie ein Sprecher des Flughafenbetreibers Fraport erklĂ€rte. Viele AbflĂŒge und AnkĂŒnfte am Abend verspĂ€teten sich.
In Bad Schwalbach im SĂŒden des Landes wurde das Erdgeschoss eines Altenheims wegen des Starkregens evakuiert. Die Bewohner wurden zu ihrer Sicherheit in die oberen Etagen gebracht, wie die Feuerwehr mitteilte.
Nordrhein-Westfalen: FĂŒr NRW schĂ€tzte die Landesleitstelle der Polizei in einer ersten Bilanz den Gesamtschaden wegen des Unwetters landesweit auf rund eine Million Euro. Es gab zudem viele UnfĂ€lle auf den StraĂen. Allein in Aachen meldete die Feuerwehr fast 170 EinsĂ€tze. «Das typische Meldebild war «Keller unter Wasser»», hieĂ es in ihrem Bericht. «In keinem Einsatz kam es zu Personen- oder TierschĂ€den.»
Bayern: Im Landkreis Aschaffenburg in Bayern lösten Unwetter mit Starkregen mehr als 200 FeuerwehreinsÀtze aus. Meist waren laut Kreisbrandinspektion vollgelaufene Keller die Ursache. Mehr als 500 KrÀfte aus dem gesamten Landkreis waren demnach im Einsatz.
DWD: Freitag wird deutlich ruhiger
In der Nacht zum Freitag gab der Deutsche Wetterdienst (DWD) dann Entwarnung: Alle Unwetterwarnungen in Deutschland wurden aufgehoben. FĂŒr den Lauf des Tages hatten die Meteorologen lokal Gewitter von der Lausitz ĂŒber Ostbrandenburg und Mecklenburg-Vorpommern bis nach Schleswig-Holstein vorhergesagt. Sie sollten in der Nacht zum Samstag nachlassen und abziehen. Am Samstag soll es der Vorhersage zufolge wechselnd bewölkt sein - ab und an gibt es einzelne Schauer.











