Sicherheitsbereich am Hamburger Flughafen stundenlang zu
12.06.2026 - 12:59:18 | dpa.deWeil ein Mann wohl aus Versehen einen Notknopf gedrĂŒckt hat und deshalb ohne Kontrolle in den Sicherheitsbereich des Hamburger Flughafens gelangt ist, musste ein Teil des Airports fĂŒr etwa zwei Stunden gesperrt werden. Der Bereich hinter den Kontrollen wurde von der Bundespolizei als VorsichtsmaĂnahme komplett evakuiert und auf gefĂ€hrliche GegenstĂ€nde durchsucht, wie ein Sprecher sagte. «Alle Passagiere mussten rauskommen und neu kontrolliert werden», sagte zudem ein Flughafensprecher. Gegen 11.30 Uhr konnte der Bereich wieder freigegeben werden.Â
In der Zeit konnten von Hamburg aus keine Flieger starten. «Es wird heute noch im Laufe des Tages zu erheblichen Verzögerungen kommen. Es gab auch etliche Flugstreichungen. Wie viele das insgesamt werden, mĂŒssen wir abwarten», sagte der Flughafensprecher weiter. Ankommende Flugzeuge konnten dagegen wie geplant landen.
Passagiere mussten auch Flieger verlassen
Nach Angaben des Hamburger Flughafens und der Bundespolizei hatte ein Mann am Morgen gegen 9.20 Uhr â ersten Erkenntnissen zufolge unabsichtlich â einen Notknopf an einer TĂŒr zum Sicherheitsbereich gedrĂŒckt und diesen auch betreten. Beamte der Bundespolizei konnten den Mann schnell finden und zunĂ€chst in Gewahrsam nehmen. «GrundsĂ€tzlich piepen solche TĂŒren, wenn der Taster gedrĂŒckt wurde», sagte der Bundespolizeisprecher. Der unbefugte Zutritt sei deshalb schnell aufgefallen.Â
Da zunĂ€chst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass der Mann eventuell gefĂ€hrliche GegenstĂ€nde im Sicherheitsbereich hinterlegt hatte oder andere Gefahren bestanden, musste der leer gerĂ€umte Bereich komplett durchsucht werden.Â
Auch bereits in den Maschinen sitzende Passagiere mussten demnach wieder aussteigen. Der Flughafen bestĂ€tigte das. Es habe sich um eine vorgeschriebene VorsichtsmaĂnahme gehandelt.
Kein Zusammenhang mit Bundeswehr-Ăbung
Eine Bundeswehr-Ăbung mit Tornado-Kampfflugzeugen, die in dieser Woche ebenfalls am Hamburger Flughafen stattgefunden hatte, hatte mit der «polizeilichen Lage» am Airport nichts zu tun: Die seit Montag am Flughafen stationierten sechs Maschinen hĂ€tten Hamburg am Vormittag bereits wieder verlassen, sagte ein Sprecher des Taktischen Luftwaffengeschwaders 51 «Immelmann» der Deutschen Presse-Agentur. Die Ăbung sei beendet, die Kampfflugzeuge landeten nach Abschluss ihres Trainings wieder bei ihrem eigentlichen Fliegerhorst Jagel in Schleswig-Holstein.
