Weltkriegsbombe: A5 bei Baden-Baden wieder frei
Veröffentlicht am: 22.10.2026 um 21:08 Uhr | dpa, AD HOC NEWSEvakuierung und Verkehr im Rastatter Raum
- Der Kampfmittelbeseitigungsdienst entschÀrfte die Bombe am Donnerstag um 20.33 Uhr.
- Die RĂ€umung betraf einen Umkreis von einem Kilometer um den Fundort in Sinzheim.
- 13 Pferde wurden zur Galopprennbahn nach Iffezheim gebracht.
Weltkriegsbombe in Sinzheim entschÀrft
Nach dem Fund einer Weltkriegsbombe ist die Autobahn 5 in Sinzheim bei Baden-Baden am Donnerstagabend vollstÀndig gesperrt worden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst entschÀrfte die 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe um 20.33 Uhr.
A5 zwischen BĂŒhl und Baden-Baden gesperrt
Betroffen war der Abschnitt zwischen den Anschlussstellen BĂŒhl und Baden-Baden ab etwa 19.30 Uhr. Die Behörden baten Autofahrer, den Bereich groĂrĂ€umig zu umfahren.
Baggerfahrer entdeckt Bombe bei Bauarbeiten
Ein Baggerfahrer hatte das Weltkriegsrelikt am Morgen bei Arbeiten in der NĂ€he einer GemeinschaftsklĂ€ranlage entdeckt. FĂŒr die EntschĂ€rfung musste ein Umkreis von einem Kilometer um den Fundort gerĂ€umt werden.
Neun Menschen und 13 Pferde betroffen
Nach Angaben der Behörden leben in dem betroffenen Gebiet neun Menschen. Sie kamen bei Privatpersonen unter; 13 Pferde wurden auf die Galopprennbahn nach Iffezheim gebracht.
Viele BlindgĂ€nger im SĂŒdwesten vermutet
Auch mehr als 80 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs werden in Baden-WĂŒrttemberg regelmĂ€Ăig Fliegerbomben entdeckt. In Pforzheim hatte eine 1,8 Tonnen schwere Bombe Mitte Mai RĂ€umungen fĂŒr bis zu 30.000 Menschen ausgelöst.
Nach Angaben des RegierungsprĂ€sidiums wurden im Zweiten Weltkrieg rund 1,35 Millionen Tonnen Munition auf das Gebiet des damaligen Deutschen Reichs abgeworfen. Auf das heutige Baden-WĂŒrttemberg entfielen rund 100.000 Tonnen Abwurfmunition; etwa 10 bis 15 Prozent davon seien nicht explodiert.
Der Fund in Sinzheim steht in einer langen Reihe von EinsĂ€tzen, die aus der intensiven Bombardierung des damaligen Deutschen Reichs im Zweiten Weltkrieg folgen. Nach Angaben des RegierungsprĂ€sidiums wurden rund 1,35 Millionen Tonnen Munition abgeworfen; auf das heutige Baden-WĂŒrttemberg entfielen davon etwa 100.000 Tonnen.
Dass ein Relikt erst bei Bauarbeiten entdeckt wird, ist dabei kein Ausnahmefall. Nach Behördenangaben sind etwa 10 bis 15 Prozent der Abwurfmunition nicht explodiert. BlindgÀnger können deshalb noch Jahrzehnte spÀter Baustellen, Verkehrswege und bewohnte Gebiete betreffen.
Folgen fĂŒr Verkehr und Anwohner
FĂŒr die Bevölkerung bedeutet ein solcher Fund kurzfristig vor allem EinschrĂ€nkungen: Ein Sicherheitsradius muss gerĂ€umt, eine Ausweichunterkunft organisiert und der Verkehr umgeleitet werden. In Sinzheim waren neben neun Menschen auch 13 Pferde betroffen.
Die Sperrung der A5 zeigt zudem die ĂŒberregionale Bedeutung des Fundorts. Die Verbindung zwischen BĂŒhl und Baden-Baden gehört zu einer wichtigen Nord-SĂŒd-Verkehrsachse, sodass EntschĂ€rfungen dort nicht nur lokale, sondern auch regionale Auswirkungen haben können.
Risiko bleibt langfristig bestehen
FĂŒr Leser in Baden-WĂŒrttemberg bleibt der Vorgang ein Hinweis darauf, dass bei Erdarbeiten besondere Vorsicht gilt. Entscheidend sind die schnelle Meldung eines Verdachtsfunds, die Absicherung des Bereichs und die Koordination durch Behörden und Kampfmittelbeseitigungsdienst.
Pressespiegel: Einigkeit, Unterschiede und offene Fragen
Focus: âA5 dicht! Autobahnsperrung wegen Weltkriegsbombeâ (22.10.2026)
Der Beitrag bestĂ€tige den Fund in Sinzheim und die geplante Sperrung zwischen BĂŒhl und Baden-Baden. Einen anderen Schwerpunkt setze er mit Zahlen zu frĂŒheren EinsĂ€tzen des Kampfmittelbeseitigungsdienstes und zur weiterhin vermuteten Zahl von BlindgĂ€ngern.
Tagesschau: âBaden-WĂŒrttemberg A5 bei Baden-Baden wird wegen BombenentschĂ€rfung in Sinzheim gesperrtâ (22.10.2026)
Der Artikel habe vor der EntschĂ€rfung ĂŒber den Fund, die Evakuierung und die geplante Sperrung berichtet. Im Unterschied zum spĂ€teren Stand der dpa-Meldung habe er den Ausgang der EntschĂ€rfung noch nicht enthalten.
Beide BeitrĂ€ge hĂ€tten den Fundort, das Gewicht der Bombe und die notwendigen SicherheitsmaĂnahmen bestĂ€tigt. Der wesentliche Unterschied liege im Zeitpunkt der Berichterstattung: WĂ€hrend die frĂŒheren Meldungen die Vorbereitung beschrieben hĂ€tten, sei inzwischen die erfolgreiche EntschĂ€rfung erfolgt.
