Lange, Staus

Lange Staus auf Autobahnen, aber kein Chaos

26.07.2024 - 18:14:33 | dpa.de

Wer nun in den Urlaub fÀhrt, sollte etwas mehr Zeit einplanen und mitunter starke Nerven haben. Der ADAC rechnet mit vielen Staus. Lassen die sich vermeiden?

Derzeit sind viele Autobahnen richtig voll, warnt der ADAC. (Archivbild) - Foto: Thomas Banneyer/dpa

Mit dem Ferienstart in Bayern und Baden-WĂŒrttemberg hat es am Freitag auf den Autobahnen in Deutschland lange Staus gegeben. Nun haben alle BundeslĂ€nder Sommerferien. Bereits am Nachmittag staute sich der Verkehr auf einer GesamtlĂ€nge von gut 1.000 Kilometern, wie der Automobilclub ADAC mitteilte. Damit seien die Verkehrsstockungen im erwarteten Rahmen. Zum Beispiel auf der A2 von Hannover in Richtung Dortmund mussten Fahrer und Fahrerinnen am Nachmittag eine Stunde mehr einplanen.

Das Wochenende ist nach ADAC-Erhebungen traditionell das staureichste des Jahres. «Der Sonntag dĂŒrfte genauso staureich werden wie der Samstag», sagte eine Sprecherin. Die lĂ€ngsten Staus wurden bis Freitagnachmittag auf der A8 von MĂŒnchen in Richtung Salzburg und auf der A81 von Stuttgart in Richtung Heilbronn gemessen – hier reihten sich die Autos etwa 25 Kilometer aneinander. Die zĂ€hsten Staus kosteten Autofahrer rund eine Stunde.

Wo ist die Staugefahr am grĂ¶ĂŸten?

Der Verkehr verteilte sich demnach weitgehend gleichmĂ€ĂŸig ĂŒber die Republik. WĂ€hrend Familien aus Bayern und Baden-WĂŒrttemberg erst in die Ferien starten, sind viele Urlauber aus nördlichen LĂ€ndern auf der RĂŒckfahrt. «Aus Berlin, Brandenburg, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern rollt die zweite Reisewelle», analysierten die Auto-Experten. Einzig in Mecklenburg-Vorpommern sei die Lage entspannter als im Rest.

Auf den Straßen in NRW blieb das befĂŒrchtete Stau-Chaos zunĂ€chst aus. «Nicht ganz NRW versinkt am Freitagnachmittag im Stau», sagte ein Sprecher des ADAC Nordrhein der Deutschen Presse-Agentur. «Wir haben schon schlimmere Freitage in NRW erlebt. Wir haben die 300-Kilometer-Stau-Marke bisher nicht erreicht. Es ist daher nicht viel anders als an einem normalen Freitag mit Berufsverkehr.»

Bereits am Vormittag stockte es auf der A7 in Richtung Hamburg zwischen dem Dreieck Walsrode und der Anschlussstelle Soltau-Ost bereits auf einer LĂ€nge von 16 Kilometern.

GroßrĂ€ume Berlin, Hamburg und MĂŒnchen besonders betroffen

Die Autobahnen mit dem grĂ¶ĂŸten Staurisiko in beiden Richtungen sind dem ADAC zufolge unter anderem in den GroßrĂ€umen Berlin, Hamburg und MĂŒnchen. Mit den meisten Zwangsstopps sei an Autobahnbaustellen zu rechnen, bei denen die Fahrspuren reduziert oder besonders lang seien. 

Als die «schlimmsten Stau-Strecken» listete der ADAC zudem etwa die A7 zwischen Hamburg und Flensburg und die A6 zwischen Mannheim und NĂŒrnberg auf - eng kann es dort in beiden Richtungen werden.

Was kann man machen, um halbwegs pĂŒnktlich anzukommen?

Die dĂŒstere Prognose zieht der ADAC auch wegen der Erfahrung aus dem Vorjahr. Das letzte Juli-Wochenende sei in der Reisesaison 2023 das mit Abstand staureichste gewesen.
Um den grĂ¶ĂŸten Staus zu entgehen, sollten Urlauber möglichst nicht am Freitag, Samstag oder Sonntag losfahren - oder wenn, dann erst ab dem spĂ€ten Nachmittag, empfiehlt der Verkehrsclub. Außerdem sollte man deutlich mehr Zeit einplanen. Um Wartezeiten an den Mautstationen zu vermeiden, könne man notwendige Vignetten bereits vorab kaufen.

Wer mit der Bahn reist, sollte sich ebenfalls auf volle ZĂŒge einstellen. Die meisten Bahnreisen finden zu Ferienbeginn statt, wie eine Sprecherin mitteilte. Der RĂŒckreiseverkehr verteile sich ĂŒber mehrere Tage. Im Internet und der App ist demnach die Zugauslastung angegeben. Flexiblen Reisenden rĂ€t die Sprecherin, Verbindungen am frĂŒhen Morgen und spĂ€teren Abend zu nutzen. Zudem sind wichtige Strecken wegen Bauarbeiten gesperrt.

An den FlughĂ€fen ist ebenfalls mitunter Geduld gefragt. Mehr als sechs Millionen FluggĂ€ste erwartet der MĂŒnchner Flughafen nach eigenen Angaben in den kommenden Ferienwochen, allein 400.000 GĂ€ste am ersten Wochenende. Die Empfehlung: Zeitpuffer einbauen.

Gab es bereits einen Stau-Rekord?

Den bislang lÀngsten Stau des Jahres gab es laut ADAC am 18. Januar - auf der A61 zwischen Ludwigshafen und Mönchengladbach staute es sich auf einer LÀnge von 77 Kilometern. Grund war demnach Eisregen.

 

 


 

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