Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Regionale Unterschiede bei Wohnsituation von Studierenden

15.06.2023 - 10:31:14 | dpa.de

WG oder Kinderzimmer, Fahrrad oder Auto? Wo Studierende wohnen und welche Verkehrsmittel sie nutzen, ist in Deutschland je nach Region unterschiedlich. Bundesweit wohnen sie jedoch immer hÀufiger bei den Eltern.

Ein Studentenwohnheim in Stuttgart: eine Alternative zur WG oder dem elterlichen Zuhause. - Foto: Christoph Schmidt/dpa
Ein Studentenwohnheim in Stuttgart: eine Alternative zur WG oder dem elterlichen Zuhause. - Foto: Christoph Schmidt/dpa

Unter den Studierenden in Deutschland leben 28,4 Prozent bei ihren Eltern. Das geht aus einer Befragung des Centrums fĂŒr Hochschulentwicklung (CHE) hervor, die am Donnerstag in GĂŒtersloh vorgestellt wurde. Jeweils rund ein Viertel der Studierenden lebt demnach in einer privaten Mietwohnung (26,5 Prozent) oder in einer Wohngemeinschaft (26,2 Prozent). In einem Wohnheim leben 14,5 Prozent, auf die Antwortmöglichkeit «Sonstiges» entfielen 4,4 Prozent.

Die Publikation entstand im Rahmen des «CHE Hochschulrankings». In den Wintersemestern 2020/21 bis 2022/23 wurden dazu insgesamt mehr als 82.000 Studierende in grundstÀndigen StudiengÀngen zu ihrer Wohnsituation sowie ihrer MobilitÀt befragt.

Im Vergleich zu frĂŒheren Befragungen sei der Anteil der Studierenden, die bei ihren Eltern wohnen, leicht angestiegen, teilte das CHE mit. 2018 wohnten demnach 25,2 Prozent der Befragten bei ihren Eltern, 2003 waren es noch 22,4 Prozent. «Die Entwicklung dĂŒrfte unter anderem auch auf die Corona-Pandemie zurĂŒckzufĂŒhren sein», hieß es. Mit den Wintersemestern 2020/21 und 2021/22 seien zwei von drei BefragungszeitrĂ€umen mitten in die Pandemie gefallen, sagte Studienautor Marc HĂŒsch. «Es gab teils Online-Lehre und viele Studierende sind auch deshalb nicht direkt an ihren Hochschulort gezogen.» Generell seien bei der Entwicklung der Wohnsituation aber stets verschiedene Faktoren zu betrachten, etwa auch Infrastruktur und die Entwicklung des Studienangebots.

Mit Bus und Bahn oder Fahrrad?

Der Wohnungsmarkt ist in vielen StĂ€dten angespannt. Ende MĂ€rz hatte Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD) deshalb den Startschuss fĂŒr ein 500 Millionen Euro schweres Programm fĂŒr WohnheimplĂ€tze fĂŒr Studierende und Azubis gegeben.

Insgesamt wohnen Studenten hÀufiger bei ihren Eltern als Studentinnen. Unter den befragten mÀnnlichen Studierenden ist das Elternhaus vor der WG und der privaten Mietwohnung die am hÀufigsten genannte Wohnform. Bei weiblichen Studierenden wurde die private Mietwohnung vor der WG am hÀufigsten genannt; das Elternhaus liegt bei den Studentinnen auf Platz drei.

Auch regional zeigt die Befragung Unterschiede in studentischen Wohnformen: So war der Anteil der Befragten, die bei den Eltern leben, im Saarland mit 42,9 Prozent bundesweit am grĂ¶ĂŸten. In Mecklenburg-Vorpommern ist die private Mietwohnung besonders beliebt (45,3 Prozent). In ThĂŒringen gibt es im LĂ€ndervergleich die höchste WG-Quote (34,5 Prozent), in Bremen den bundesweit grĂ¶ĂŸten Anteil an Wohnheim-Bewohnern (26,6 Prozent).

Bei der Anreise zur UniversitĂ€t liegen die öffentlichen Verkehrsmittel weit vorn: Mehr als die HĂ€lfte der Befragten (51,5 Prozent) gab an, mit Bus und Bahn zur UniversitĂ€t zu fahren. Rund ein Drittel (33,6 Prozent) nutzt das Fahrrad. Besonders hoch ist der Anteil radfahrender Studierender in Greifswald (88,8 Prozent), MĂŒnster (78 Prozent) und Göttingen (73,6 Prozent). Mit einem Auto oder Motorrad kommen insgesamt 26,1 Prozent der Befragten zur Uni.

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