Kino, Bremen

BerĂŒhrender Kinofilm zeigt NĂ€he trotz Sprachlosigkeit

30.04.2026 - 07:43:53 | dpa.de

Wie aus stillen Fremden Freunde werden - davon erzÀhlt der Spielfilm «Der Frosch und das Wasser». Regisseur Stuber zeigt, was entstehen kann, wenn Menschen neugierig und liebevoll miteinander sind.

  • Aladdin Detlefsen als Buschi in einer Szene des Films «Der Frosch und das Wasser» - Foto: Felix Abraham/Pandora Film/dpa
    Aladdin Detlefsen als Buschi in einer Szene des Films «Der Frosch und das Wasser» - Foto: Felix Abraham/Pandora Film/dpa
  • Der Film kommt am 30.04.2026 in die deutschen Kinos. - Foto: Felix Abraham/Pandora Film/dpa
    Der Film kommt am 30.04.2026 in die deutschen Kinos. - Foto: Felix Abraham/Pandora Film/dpa
Aladdin Detlefsen als Buschi in einer Szene des Films «Der Frosch und das Wasser» - Foto: Felix Abraham/Pandora Film/dpa Der Film kommt am 30.04.2026 in die deutschen Kinos. - Foto: Felix Abraham/Pandora Film/dpa

Zwei einsame MĂ€nner, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Der eine ist ein deutscher Heimbewohner mit einer Behinderung, der andere ein schick gekleideter japanischer Tourist. Der neue Kinofilm «Der Frosch und das Wasser» von Regisseur Thomas Stuber erzĂ€hlt die berĂŒhrende Geschichte von Buschi (gespielt von Aladdin Detlefsen) und dem Japaner Hideo Kitamura (gespielt von Kanji Tsuda). 

Ihr außergewöhnliches Abenteuer beginnt, als Buschi bei einem Ausflug seiner Wohngruppe weglĂ€uft und in den Bus einer japanischen Reisegruppe steigt. 

Einer ist stumm, der andere spricht Japanisch 

WĂ€hrend ihrer verrĂŒckten Reise nĂ€hern sich die beiden MĂ€nner an - fast ohne Worte, denn Buschi spricht nicht und Hideo Kitamura redet Japanisch. Sie erleben viel und verstehen sich immer besser. Dabei spielen auch Frösche eine Rolle. 

Aufmerksam und liebevoll nimmt der Japaner seinen unerwarteten deutschen GefĂ€hrten wahr, geht auf den Mann mit Down-Syndrom ein und ermöglicht eine besondere Verbindung. Doch Buschi wird schmerzlich vermisst und gesucht, Kitamura will zurĂŒck nach Japan. Eine wichtige Entscheidung steht an.

Nach seiner Weltpremiere beim Tallinn Black Nights Film Festival in Estland wurde das besondere Roadmovie beim Filmfest Bremen gezeigt. Vom 30. April an ist das mÀrchenhafte und teils auch lustige Werk in den Kinos zu sehen. 

Was eine tiefe Verbindung zwischen Menschen ermöglichen kann

FĂŒr Aladdin Detlefsen war es die erste Hauptrolle in einem Kinospielfilm. Der Schauspieler mit Down-Syndrom ist seit mehr als 20 Jahren im Ensemble des Bremer Blaumeier-Ateliers aktiv, das kĂŒnstlerische Projekte fĂŒr Menschen mit und ohne Behinderung umsetzt.

Beide Hauptdarsteller ĂŒberzeugen - auf eine stille und leichte Art. Dass die Dreharbeiten fĂŒr alle besonders waren, liegt nahe. «Es gab auf allen Seiten so ein ganz tiefes VerstĂ€ndnis fĂŒr den jeweils anderen und dafĂŒr, dass dieser Film nur aus einer tiefen Verbindung mit anderen Menschen heraus entstehen kann», erzĂ€hlte die Schauspielcoachin fĂŒr Aladdin Detlefsen, Barbara Weste. Es sei wichtig, dass sich Menschen mit Behinderung kĂŒnstlerisch auf Augenhöhe mit ihren nicht-behinderten Kollegen bewegen können. Das habe bei der Arbeit fĂŒr diesen Film in jedem Moment geklappt.

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