Wolfsangriff bei Baruth: AchtjÀhrige in Wildpark schwer verletzt
Veröffentlicht am: 28.10.2026 um 15:42 Uhr | dpa, AD HOC NEWSErmittlungen nach dem Gehegevorfall
- Die Polizei prĂŒft, wie das achtjĂ€hrige MĂ€dchen und die weiteren Personen in das Tiergehege gelangten.
- Der Angriff wurde gegen 9.30 Uhr ĂŒber die Rettungsleitstelle gemeldet.
- Der Wildpark JohannismĂŒhle erklĂ€rte, mit den Behörden vollstĂ€ndig zu kooperieren.
Wolf verletzt MĂ€dchen in Wildpark bei Baruth
Ein Wolf hat ein achtjĂ€hriges MĂ€dchen in einem brandenburgischen Wildpark bei Baruth/Mark sĂŒdlich von Berlin angegriffen und schwer verletzt. Das Kind wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht.
Polizei untersucht Ablauf
Nach Darstellung der Polizei hielt sich das MĂ€dchen am Morgen mit zwei weiteren Kindern und einer Mitarbeiterin in einem Tiergehege auf. Die anderen Beteiligten blieben Ă€uĂerlich unverletzt.
Gegen 9.30 Uhr informierte die Rettungsleitstelle die Polizei ĂŒber das verletzte Kind. Eine Sprecherin sagte, das MĂ€dchen sei Besucherin gewesen.
Fragen zum Zugang
Wie die Kinder in das Gehege gelangten, ist Gegenstand der Ermittlungen. Die Polizei prĂŒft auch, ob FahrlĂ€ssigkeit vorlag, und will Zeugen befragen.
Seelsorger waren vor Ort. Brandenburg befand sich zum Zeitpunkt des Vorfalls in den Herbstferien.
Wildpark bleibt geschlossen
Der Wildpark JohannismĂŒhle erklĂ€rte, vollstĂ€ndig mit den Behörden zu kooperieren. Wegen der laufenden Verfahren machte die Einrichtung keine weiteren Angaben und erklĂ€rte zugleich, die betroffene Familie zu unterstĂŒtzen.
Am Eingang stand der Hinweis, der Wildpark sei aus technischen GrĂŒnden geschlossen. Die private Einrichtung rund 45 Kilometer sĂŒdlich von Berlin hĂ€lt verschiedene Wild- und Raubtiere, darunter Grau- und Polarwölfe, einen BraunbĂ€ren und einen Luchs.
Der Vorfall ereignete sich in einem Wildpark und damit nicht im Lebensraum eines frei lebenden Wolfs. In Tierparks gelten besondere Anforderungen an Gehege, Zugangskontrollen und den Umgang mit Besuchergruppen. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht deshalb neben dem Verhalten des Tieres auch die Frage, wie die Kinder und die Mitarbeiterin in das Gehege gelangten.
Besondere Regeln im Wildpark
Der Wildpark JohannismĂŒhle hĂ€lt nach eigenen Angaben verschiedene Wild- und Raubtierarten. Wölfe werden dort in Gehegen prĂ€sentiert; fĂŒr Besucher gelten rĂ€umliche Trennungen und Sicherheitsvorkehrungen. Dass die Polizei mögliche FahrlĂ€ssigkeit prĂŒft, richtet den Blick auf AblĂ€ufe vor Ort, Aufsicht und Zugangsschutz.
FĂŒr die Familie stehen zunĂ€chst die medizinische Versorgung und die AufklĂ€rung des Geschehens im Vordergrund. Die Ermittler mĂŒssen den Ablauf rekonstruieren, Zeugen befragen und klĂ€ren, ob Sicherheitsregeln verletzt wurden. Erst danach lĂ€sst sich bewerten, welche Konsequenzen fĂŒr den Wildpark oder den Betrieb des Geheges folgen.
Folgen fĂŒr Betrieb und Debatte
Der Wildpark blieb am Tag des Vorfalls geschlossen. UnabhĂ€ngig vom Ausgang der Ermittlungen dĂŒrfte der Angriff die Diskussion ĂŒber den Besuch von Tiergehegen, die Beaufsichtigung von Kindern und die Trennung zwischen Publikum und Raubtieren verstĂ€rken. FĂŒr Brandenburgs Debatte ĂŒber Wölfe ist der Fall besonders sensibel, weil er sich in einer kontrollierten Einrichtung und nicht in freier Wildbahn ereignete.
stern: âBrandenburg: MĂ€dchen bei Wolfsangriff in Wildpark schwer verletztâ (28.10.2026)
Der Bericht bestÀtige den Angriff durch einen Wolf und fasse die Angaben der Polizei zu den Ermittlungen, dem Aufenthalt im Gehege und dem Transport des Kindes ins Krankenhaus zusammen. Einen eigenen Schwerpunkt setze er auf die BestÀtigung des Tierangriffs und die Zusammenarbeit des Wildparks mit den Behörden.
