Ebola, Demokratische Republik Kongo

Zahl der Ebola-Toten im Kongo auf ĂŒber 3.000 gestiegen

Veröffentlicht am: 02.09.2026 um 08:13 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

WĂ€hrend der Ebola-Ausbruch in Uganda fĂŒr beendet erklĂ€rt werden konnte, steigen die Zahlen in der Demokratischen Republik Kongo immer weiter. Jetzt gibt es schon mehr als 3.000 Ebola-Tote.

  • TĂ€glich steigt die Zahl der bestĂ€tigten Ebola-FĂ€lle im Kongo. (Archivbild) - Bild: Moses Sawasawa/AP/dpa
    TÀglich steigt die Zahl der bestÀtigten Ebola-FÀlle im Kongo. (Archivbild) - Bild: Moses Sawasawa/AP/dpa
  • Besonders hoch ist die Sterblichkeit bei kleinen Kindern. (Archivbild) - Bild: Moses Sawasawa/AP/dpa
    Besonders hoch ist die Sterblichkeit bei kleinen Kindern. (Archivbild) - Bild: Moses Sawasawa/AP/dpa
  • Schon mehr als 3.000 Menschen sind im Kongo an Ebola gestorben. (Archivbild) - Bild: -/XinHua/dpa
    Schon mehr als 3.000 Menschen sind im Kongo an Ebola gestorben. (Archivbild) - Bild: -/XinHua/dpa
TÀglich steigt die Zahl der bestÀtigten Ebola-FÀlle im Kongo. (Archivbild) - Bild: Moses Sawasawa/AP/dpa Besonders hoch ist die Sterblichkeit bei kleinen Kindern. (Archivbild) - Bild: Moses Sawasawa/AP/dpa Schon mehr als 3.000 Menschen sind im Kongo an Ebola gestorben. (Archivbild) - Bild: -/XinHua/dpa

In der Demokratischen Republik Kongo sind bereits mehr als 3.000 Menschen an Ebola gestorben. Seit der offiziellen Bekanntgabe des Ausbruchs Mitte Mai seien 3.007 TodesfÀlle durch die hochansteckende Infektionskrankheit bestÀtigt worden, berichteten die Gesundheitsbehörden des zentralafrikanischen Landes.

In diesem Zeitraum sind den Angaben zufolge insgesamt 6.186 Ebola-FĂ€lle bestĂ€tigt worden. Derzeit werden 830 Menschen mit Ebola behandelt oder sind in Isolation, 1.409 Ebola-Patientinnen und -Patienten gelten als genesen. Die Sterbefallquote betrĂ€gt 48,6 Prozent - das heißt, fast jeder zweite Patient stirbt. Besonders hoch ist dabei der Anteil kleiner Kinder.

Lebensbedrohliches Fieber

Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit KörperflĂŒssigkeiten ĂŒbertragen und löst ein hochansteckendes Fieber mit Durchfall und Blutungen aus.

Der aktuelle Ausbruch ist besonders schwer einzudĂ€mmen, auch weil es fĂŒr den Ebola-Erreger vom Typ Bundibugyo bislang weder einen speziellen Impfstoff noch eine spezielle Therapie gibt. Seit Anfang Juli lĂ€uft die klinische Testung zweier antiviraler Therapieverfahren. Vermutungen, der Bundibugyo-Erreger könne mutiert sein, haben sich nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC nicht bestĂ€tigt.

Hoffnung auf Impfstoff

Hoffnung macht den Betroffenen und dem Personal in den Kliniken die Bereitstellung von 70.000 Dosen des Impfstoffs Ervebo - bisher sind mehr als 16.000 Impfdosen eingetroffen. Der Stoff ist fĂŒr den Einsatz bei AusbrĂŒchen der Ebola-Viruskrankheit (frĂŒher Zaire-Ebolavirus genannt) zugelassen und empfohlen.

Nach Angaben der Institution Africa CDC sollen 20.000 Dosen fĂŒr eine klinische Phase-III-Studie zur Untersuchung der Wirkung des Impfstoffs auf das Bundibugyo-Virus sowie 50.000 Dosen fĂŒr medizinisches Fachpersonal und andere EinsatzkrĂ€fte eingesetzt werden. FĂŒr die Studie gab es inzwischen erste Impfungen.

Noch ist nicht bekannt, ob Ervebo Menschen vor dem Bundibugyo-Virus schĂŒtzt. Erste Labor- und Tierversuchsdaten deuten jedoch auf einen möglichen Schutz hin. Die klinische Studie soll wichtige neue Erkenntnisse liefern.

Der 17. im Kongo verzeichnete Ebola-Ausbruch war in der Provinz Ituri im Nordosten des Landes aufgetreten. Inzwischen ist das Fieber in sechs Provinzen des zentralafrikanischen Landes aufgetreten, das von der FlĂ€che das zweitgrĂ¶ĂŸte Land Afrikas ist. Von Ituri aus waren KrankheitsfĂ€lle ins Nachbarland Uganda eingeschleppt worden, wo es aber seit Wochen keine neuen FĂ€lle gibt. Inzwischen wurde der Ausbruch in Uganda fĂŒr beendet erklĂ€rt.

Dennoch herrscht Sorge vor einer Ausbreitung in die NachbarlĂ€nder. Dies gilt vor allem fĂŒr den SĂŒdsudan - der ebenfalls an Ituri grenzt - und die Zentralafrikanische Republik, die zu den Ă€rmsten LĂ€ndern der Welt gehören und nur ĂŒber ein schwaches Gesundheitssystem verfĂŒgen.

Disclaimer...

de | unterhaltung | 70041408 |