Etwa 140 Verletzte bei ZugunglĂŒck in Russland
29.07.2024 - 14:39:44 | dpa.deIn Russland sind mehrere Waggons eines mit mehr als 800 Menschen besetzten Passagierzuges in der Wolgaregion entgleist. Die russische Eisenbahngesellschaft RZD gibt die Zahl der Verletzten mit etwa 140 an; 16 Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden, darunter ein Kind.Â
Auf Videos in sozialen Netzwerken waren die umgekippten Waggons in unbewohntem Gebiet zu sehen. In dem Zug, der von Kasan, der Hauptstadt der russischen Teilrepublik Tatarstan, nach Adler ans Schwarze Meer unterwegs gewesen war, waren laut RZD 803 Menschen. Auch zwei Mitarbeiter des Zugpersonals wurden ins Krankenhaus gebracht.
Nach RZD-Angaben kippten in der Region Wolgograd acht Waggons von den Gleisen. Demnach kam es zu dem Unfall, als ein Lastwagenfahrer versuchte, trotz Rotsignals einen BahnĂŒbergang zu ĂŒberqueren. Dabei kam es trotz einer Vollbremsung zur Kollision mit dem Zug Nummer 491. Der Lastwagenfahrer soll schwer verletzt ĂŒberlebt haben. Eine offizielle BestĂ€tigung dafĂŒr gab es zunĂ€chst nicht. Unklar war, ob Menschen ums Leben kamen.Â
Die Waggons sollten mit Spezialtechnik wieder aufgerichtet werden. Sie waren durch die Wucht der Vollbremsung von den Gleisen gekippt. Bahnchef Oleg Belosjorow ĂŒbernahm nach RZD-Angaben selbst die Kontrolle ĂŒber die Bergungsarbeiten. Der Verkehr auf der Strecke wurde vorĂŒbergehend eingestellt. ZĂŒge in die Schwarzmeer-Kurorte wurden ĂŒber andere Schienenwege umgeleitet.
Die Eisenbahn gilt im flĂ€chenmĂ€Ăig gröĂten Land der Erde als eines der wichtigsten und verlĂ€sslichsten Verkehrsmittel ĂŒberhaupt. UnfĂ€lle sind vergleichsweise selten. In den vergangenen Jahren gab es aber mehrfach Sabotageakte an Bahngleisen - von Gegnern des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine. Der Schienenweg ist auch fĂŒr das MilitĂ€r von groĂer Bedeutung, um die Truppen in der Ukraine mit Nachschub zu versorgen.
So schÀtzen die Börsenprofis Aktien ein!
FĂŒr. Immer. Kostenlos.

